last minute?
was eigentlich ist "last minute"?
ich hatte es bislang immer so verstanden, dass reiseveranstalter ihre destinationen erheblich preiswerter verkaufen, wenn sie nicht mehr damit rechnen können, den kalkulierten pauschalpreis zu bekommen. "last minute" war demnach für die kurzentschlossenen gedacht, die - wenn sie glück hatten - ein richtiges schnäppchen machen konnten.
wenn aber in diesen tagen 4,5 millionen reiseangebote als "last minute" auf den markt kommen, so sollte man sich doch fragen: was passiert da eigentlich?
es sieht so aus, als ob die reiseveranstalter sich inzwischen auf das buchungsverhalten der konsumenten eingestellt hätten. weil jeder meint, mit "last minute" besonders billig an einen urlaub zu kommen, halten die reiseveranstalter ihre angebote so lange zurück, bis sie diese am ende als "last minute" etikettieren und verkaufen können.
wer soetwas bucht, hat wahrscheinlich kein "schnäppchen" gemacht, sondern einen ganz regulären urlaub gebucht, auf dem vielleicht "last minute" drauf steht, den er aber (bevor last-minute in mode kam) ganz bequem per katalog hätte bestellen konnte - und das schon im winter.
weil aber geiz bekanntlich geil ist - und die reiseveranstalter um die mentalität ihrer kunden wissen, gibt es nun andauernd ...
