KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

13.07.2008 um 21:11 Uhr

leeres gerede um SIDI IFNI!

was soll das gerede über den fischfang in SIDI IFNI, der gleich an ort und stelle verarbeitet werden müsste, damit menschen arbeit finden? in SIDI IFNI ist kein nennenswerter fischfang entstanden. der hafen dümpelt vor sich hin. dort liegen kleine boote, die für die hochsee - also den wirklichen fischfang - nicht geeignet sind. warum sollte man für die wenigen fische, die hier aus dem meer geholt werden, auch noch eine fischindustrie ansiedeln?

das alles ist von marokko so gewollt. die fischindustrie findet in tan-tan und layoune statt, also in westsahara, um dort die politischen ansprüche zu sichern. ansonsten beschränkt sich die fischindustrie auf die traditionellen zentren wie agadir und casabanca.

was also soll die geschwätzigkeit in manchen foren des internets? in SIDI IFNI gibt es heute gar nicht genügend fische, die industriell verarbeitet werden könnten. dazu müsste erst einmal eine infrastruktur geschaffen werden, nicht zuletzt mit leistungsfähigen schiffen. das alles wurde über jahrzehnte hinweg sträflich vernachlässigt.

von meiner homepage:

nennenswert kann der fischfang in sidi ifni nicht sein, denn ich sehe keines der grösseren fangschiffe, wie sie in den häfen von agadir und essaouira liegen: flach und aus holz gebaut, bauchig und ausladend, eigens für den harten, schweren seegang des atlantiks konstruiert.



als ich vom hafen zurück bin und den souk von sidi ifni besuche, der ummauert inmitten der stadt liegt, beobachte ich, dass die händler nur kleine und kleinste fische anbieten. das vielfältige angebot an grossen fischen und krustentieren, wie ich es aus agadir und essaouira kenne, fehlt. ich weiss aber, dass der marokkanische staat grosse anstrengungen unternimmt, um den fischfang zu intensivieren. dazu wurden vor kurzem die verträge mit der europäischen union gekündigt, die den spaniern über lange jahre hinweg das vorrecht einräumten, den atlantik vor der küste marokkos leer zu fischen. in tan tan und laayoune sind grosse, moderne fabriken entstanden, die den von den marokkanischen fischern angelandeten fisch an ort und stelle weiter verarbeiten. vielleicht liegt darin auch für sidi ifni der schlüssel in eine bessere zukunft.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenPutter schreibt am 14.07.2008 um 09:42 Uhr:Von Golfbällen und Datteln.

    http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,565266,00.html

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