madeleine in MAROKKO?
nach der kleinen madeleine sucht ja nun die halbe welt. ich übrigens nicht, denn ich muss arbeiten. aber der papst sucht ... und er ist nur einer unter vielen. und wenn er nicht sucht, hat er den eltern von madeleine doch wenigstens seinen segen zum suchen gegeben.
manchmal sucht die welt aber auch nicht - sie hält immer dann inne, wenn die portugiesische polizei meint, dass madeleines eltern in das verschwinden ihrer tochter verwickelt sind. da muss man dann erst abwarten, was an diesen gerüchten dran ist.
es verschwinden jährlich - und das ist eine tragödie - viele tausend kinder. aber wenn ein kind in indien nicht mehr auffindbar ist, interessiert das wahrscheinlich die internationale öffentlichkeit herzlich wenig.
bei madeleine ist das anders. sie verschwand aus einem hotel in portugal, als ihre eltern im restaurant zu abend assen. und genau dieses szenario sorgt dafür, dass alle welt sich fragt:
wo ist madeleine?
denn jeder (oder doch fast jeder) hat im urlaub schon einmal zu abend gegessen, während sein kind im hotelzimmer schlief. ich möchte deswegen bei dieser gelegenheit alle eltern beglückwünschen, die in diesem jahr mit ihren kindern urlaub auf mallorca machten und vollzählig zurückkehrten.
nun soll madeleine in marokko gesehen worden sein. eine touristin fotografierte eine marokkanerin, die ein blondes mädchen auf dem rücken trug. die frau - so erfuhr man - war recht seltsam gekleidet.
wir halten fest: 1. marokko, 2. blondes mädchen, 3. seltsam gekleidete marokkanerin ...
die fahndung schlägt zu und der papst drei kreuze.
wo, wenn nicht in marokko, sollte die kleine madeleine auch sonst geblieben sein. in marokko verschwinden ja auch blonde europäerinnen in den souks der städte oder werden - noch viel schlimmer - in der wüste verscharrt. sie müssen sich überhaupt glücklich schätzen, wenn sie aus marokko irgendwann heil zurückkehren.
es ist in diesem zusammenhang auch gar nicht weiter wichtig, dass marokkanerinnen manchmal töchter haben, die sie - auf den rücken gebunden - mit zur feldarbeit nehmen ... auch nicht wichtig, dass es im norden viele blonde marokkaner gibt (ein erbe der völkerwanderung).
überhaupt: ein kind, das in einem tuch auf den rücken einer frau gebunden ist, soll ohne zweifel nicht vor der sonne, sondern vor den blicken anderer verborgen werden.
die fahndung schlägt zu ... der papst auch.
ich würde also vorschlagen, dass der marokkanischen mutter - madeleine her, madeleine hin - ihr kind abgenommen und es nach england geschickt wird. dort warten immerhin verzweifelte eltern.
und es wird doch einer marokkanischen frau nicht so schwer fallen, für ersatz zu sorgen.
so ein "happy end" würde uns - ganz nebenbei - auch unser wohlbegründetes urteil über den islam bestätigen:
muslims rauben am liebsten christliche - und dazu noch blonde - kinder.

Ein äußerst mysteriöser Fall.