KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

16.05.2008 um 15:33 Uhr

marokkanische atomkraft - AUF RUSSISCH!

wir wissen natürlich, dass russland führend ist, wenn es um den bau und die sicherheit von atomreaktoren geht. TSCHERNOBYL war ja nur ein test, welche belastung ein atomkraftwerk aushalten kann und wie man die umwelt nach einer atomexplosion effektiv vor der radioaktivität schützt. der geniale plan der russen war ein riesiger betondeckel. hier wurde mit einfachen mitteln höchste effizienz erreicht.

deswegen macht folgende meldung hoffnung. es wäre wirklich wünschenswert, wenn russland den zuschlag zum bau eines atomkraftwerks in marokko erhielte. und wenn es den betondeckel gleich mitliefert, muss man sich um den "plan azur" keinerlei sorgen mehr machen. ein von essaouira bis guelmim verseuchtes gebiet (das kraftwerk soll nahe agadir entstehen), müsste zwar für die nächsten hundert jahre geräumt werden, stände danach aber ("tabula rasa") als riesiges investitionsgebiet bereit, bei dem keinerlei rücksichten auf gewachsene strukturen und die bewohner genommen werden müssen. das alles gibt es dann nicht mehr.

stattdessen werden auf dem betondeckel betonhotels gebaut ... für russische touristen!

Russlands Atomindustrie will in Marokko ein knapp sechs Milliarden Dollar teures AKW bauen, schreibt die Internetzeitung "Gazeta.Ru" am Mittwoch.

Als Konkurrenz für den russischen Konzern Atomstroyexport können die französische Areva und die kanadische AECL in Frage kommen.

Experten weisen warnend darauf hin, dass es nicht einfach sein werde, sich mit Marokko zu einigen.

Marokko hat ein Programm für die Entwicklung der Atomenergiewirtschaft aufgestellt, das den Bau von zwei Blöcken mit einer Leistung von je 600 bis 1000 MW vorsieht. "Bei der Entscheidung zugunsten des Schemas mit zwei 1000-MW-Blöcken können die veranschlagten Baukosten des AKW in Marokko nicht unter sechs Milliarden Dollar liegen", rechnet Jewgeni Rudakow, Experte vom Moskauer Institut für Probleme der natürlichen Monopole aus.

Die Marokkaner haben bereits den Ort für das Kraftwerk festgelegt, dessen Inbetriebnahme für 2016 oder 2017 geplant ist.

Irina Jessipowa, Sprecherin von Atomstroyexport, erläuterte "Gazeta.Ru", dass der russische Konzern der marokkanischen Seite eine Machbarkeitsstudie für den AKW-Bau übergeben habe und dass gegenwärtig die vorgelegten Vorschläge erörtert und beurteilt würden. Bei Atomstroyexport wird der Termin der Zusage an den Auftragnehmer vorläufig nicht genannt.

QUELLE

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenRashida schreibt am 16.05.2008 um 17:53 Uhr:Ich kann nicht verstehen, wieso unser König auf Atomernegie setzt. Wir haben in Marokko so viel Sonnentage, da wären doch Solarkraftwerke übers Land verteilt allemal billiger und unbelastend für die eh schon sehr strapazierte Umwelt. Und Restrisikos (wie Atommüll oder Störfalle) wären auch ausgeschlossen.
    Deutschland ist in Sachen Solartechnik so weit vorne, wieso kommen da keine Vorschläge oder evtl. JointVentures?
  2. zitierenKhadijas_Mann schreibt am 16.05.2008 um 19:15 Uhr:Genau, Solar-/Wind-/Wasser-Kraft, das wäre die goldene Zukunft für Marokko!
  3. zitierenGast schreibt am 17.05.2008 um 13:45 Uhr:Bei der "Zuverlässigkeit" der (überwiegenden Anzahl) Marokkaner gibt das bestimmt eine "strahlende" Zukunft. "Plan azur" wird dann schnell umgetauft in "plan rayonnante"...wohl bekomm's!

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