KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

13.01.2007 um 09:11 Uhr

"mein" grünkohl-rezept!

ich weiss: die diskussion um den grünkohl trägt bisweilen närrische züge. für die einen ist es das schönste essen der welt, für die anderen eine nur fette angelegenheit.

aber - mal im ernst gefragt: kann ein gemüse überhaupt "fett" sein? wohl kaum ...

wer aber den grünkohl mit schweineschmalz dünstet und auch noch ein stück fetten speck dazu legt, wird - wenigstens von mir - kein lob ernten. denn sein kohl ist wirklich widerlich fett!

man kann grünkohl durchaus anders zubereiten - sogar auf eine weise, dass daraus ein fast elegantes, leichtes gericht wird. hier ist also "mein" rezept für grünkohl:

den gezupften grünkohl geben wir kurz ins kochende wasser und lassen ihn blanchieren. anschliessend kommt er in ein sieb, um abzutropfen. in den topf geben wir butter und klein geschnittene zwiebeln. wenn sie goldgelb sind, kommt der grünkohl dazu und wir rühren ihn eine weile in der butter-zwiebel-mischung. sodann geben wir ein wenig wasser an den kohl, würzen mit salz, pfeffer, zucker und piment und lassen das gemüse ca. eine stunde im topf bei geschlossenem deckel dünsten.

übrigens: grünkohl schmeckt besonders gut, wenn er wieder aufgewärmt wird. wenn wir gäste haben, sollten wir ihn also schon einen tag zuvor zubereiten. das erleichtert nebenbei auch einige arbeit in der küche, wenn die gäste schon hungrig am tisch sitzen.

am ende geben wir den grünkohl noch einmal in ein sieb und lassen ihn gut abtropfen.

ein kassler nackenstück (das ist saftiger!) geben wir in eine leicht gefettete bratform. wir legen einige klein geschnittene zwiebeln hinzu und lassen das fleisch eine halbe stunde bei 180 grad im backofen braten. wenn die zwiebeln farbe genommen haben, giessen wir ein wenig wasser an und dünsten das fleisch eine weitere halbe stunde im ofen.

anschliessend heben wir das nackenstück aus dem fond und lassen es eine weile im ausgeschalteten ofen ruhen. den fond passieren wir durch ein sieb, würzen vielleicht noch einmal mit salz, pfeffer und fondor und geben zum schluss (der fond sollte nicht mehr kochen) einen guten schuss portwein hinzu.

klein gewürfelte kartoffeln werden ca. 20 minuten gekocht. dann schwenken wir sie in einer pfanne, in die wir zuvor zucker gegeben haben. wenn er goldgelb wird, giessen wir wasser an, geben ein wenig butter dazu, würzen mit muskat und lassen den so gewürzten zucker zu sirup einkochen. dort hinein geben wir die kartoffeln, schwenken und karamelisieren sie.

in einem kleinen topf erhitzen wir zum schluss die bremer (oder oldenburger) pinkelwurst. das ist eine wohlschmeckende wurst aus hafergrütze, schweinefleisch und einigen gewürzen. anschliessend schneiden wir sie auf und geben auf jeden teller einen grösseren „klacks“ dieser pinkelwurst. auf diese beilage können wir jedoch auch gut und gern verzichten.

wir schneiden den kassler-braten auf und legen scheiben davon auf den teller. jetzt kommt noch der grünkohl und die karamelisierten kartoffeln dazu. rund herum giessen wir die dunkle portweinsauce.

guten appetit

wünscht Jocim!


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