KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

22.10.2008 um 14:19 Uhr

menschlich fair ... in die VERBANNUNG!

nein, nein - man wollte nichts überstürzen. erst einmal musste das wahlergebnis analysiert und verdaut werden. vor allem wollte man menschlich fair bleiben. und dazu gehört nun einmal, dass keine schuldzuweisungen erfolgen und keine köpfe rollen.

die CSU tat am wahlabend so, als sei das desaster, das sie ereilt hatte, ein hinnehmbarer unfall, der an der dominanz der "staatspartei" in bayern nichts ändern würde. so trat man am abend der niederlage vor die kameras und hernach ging man ins bett. der ministerpräsident träumte von einer zweiten amtszeit, der parteivorsitzende von besseren wahlergebnissen und der finanzminister (in personalunion), dass man in der bayerischen landesbank einen schatz von einigen milliarden euro gefunden habe.

alles sollte beim alten bleiben. in bayern ticken die uhren anders. kein spezel wird dem anderen spezel ein auge auskratzen. harmonie war angesagt ... und einer schwieg die ganze zeit.

horst seehofer tat gut daran zu schweigen. er wusste, was er tat, als er nichts kommentierte. er musste nur abwarten.

nach dem wahldesaster und den frommen worten der einigkeit und freundschaft dämmerte der nächste tag herauf.

was sage ich? es dämmerten allerhand tage herauf, die nichts anderes als heulen und zähneklappern mit sich brachten. das alles wirkte um so fataler, weil man sich zuvor in die hand versprochen hatte, die niederlage gemeinsam (und ohne das waschen schmutziger wäsche) zu erledigen.

erst fiel der parteivorsitzende um. dann knickte der ministerspräsident ein. alsbald nahm der finanzminister (in personalunion) seinen hut. die führungsriege der partei verschwand in der dämmerung der niederlage. sie wird - wir sind sicher - nie wieder zum vorschein kommen.

in bayern hält man zu seinen spezeln. wenn es aber die spezeln mit den spezeln einmal gründlich verdorben haben, ist ihnen das fallbeil des vergessens sicher. vielleicht erhält der eine oder andere noch einen ehrenjob in brüssel - akten sortieren und sie nach effizienz verstauen ...

aber der enzianschnaps bleibt im schrank und gejodelt wird auch nicht mehr ... jetzt hat horst das wort!


Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.