muss das HAUS BADEN jetzt auch sein silberbesteck verkaufen?
in SCHLOSS SALEM zur schule zu gehen - das hat stil und gewiss auch einige vorteile gesellschaftlicher art. ohne zweifel ist diese schule mit dem ihr angeschlossenen internat etwas für die finanziellen eliten dieses landes und steht auch international in einem elitär-guten ruf. gekrönte häupter in europa schickten ihre kinder immer schon gern nach SALEM. in der tat: auch das pädagogische konzept dieser schule überzeugt weithin.
allerdings ändert sich zur zeit einiges in SALEM. die markgräfliche familie aus dem hause baden hat das schloss an württemberg verkauft ...
... für 60 millionen euro.
die hintergründe für den besitzerwechsel können im detail nicht erörtert werden. immerhin: es handelt sich um einen streit, der schon eine ganze weile dauerte.
wirklich hübsch ist, dass sich die markgräfliche familie bei verkauf ein wohnrecht zubilligen liess. auch künftig bleibt die familie im schloss und wird dort auf gerade mal 3.500 quadratmetern leben. man fragt sich: wie kann eine familie (und sei sie noch so gross und darüber hinaus gesegnet mit hund und katze) 3.500 qudratmeter nutzen?
diese frage zu stellen, heisst wahrscheinlich, sich nicht im deutschen adel auszukennen. also bitte: sollen sie auf schloss SALEM unter sich bleiben und sich als eliten fühlen.
über die kunstgegenstände, die das haus baden abzugeben hat, wird noch verhandelt (die schönen bilder sollen doch dort hängen bleiben, wo sie schon seit napoleons zeiten hängen ... zumal wenn es sich um die porträts der markgrafen handelt).
