KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

06.09.2006 um 19:18 Uhr

palästina!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

nein - mein aufsatz über palästina ist nocht nicht fertig. ich habe allerdings die quellen gesichtet und einen teil auch schon aufgeschrieben. die vorbemerkung ist jedoch schon formuliert:

historische winkelzüge und fehler - gar irrtümer rächen sich. das war immer so und in palästina nicht anders. die von den engländern gegebene zusage, juden in palästina eine „heimstatt“ zu geben, entsprang nicht besonderer sympathie, sondern gründete sich allein auf machtpolitisches kalkül.

die balfour-deklaration, von der in dieser notiz so viel die rede ist, präjudizierte entscheidungen, die niemand voraussehen konnte und für palästina verhängnisvoll waren. ein kalkuliertes und dennoch leichtfertiges versprechen stürzte eine ganze region ins unglück.

es vergeht seitdem kein tag, an dem palästina nicht schlagzeilen in der weltpresse macht. und doch ist dieses land so klein, dass wir es in wenigen minuten überflogen haben. berge, karges land, die mittelmeerküste ... weiter nichts.

unter dem eindruck des „holocaust“ müssen wir das versprechen englands, die juden bei der gründung eines eigenen staates in palästina zu unterstützen, jedoch neu und anders bewerten. für abertausende wurde diese zusage zur rettung. in palästina fanden juden zuflucht und schutz. die erschütternde dynamik des tatsächlichen - die verfolgung und der tod von sechs millionen menschen in den gaskammern deutschlands - revidiert am ende den historischen fehler.

gleichwohl kann sich kein fehler in sein gegenteil verkehren und niemand soll so tun, als hätte er - als die zionisten nach einer „heimstatt“ für ihre glaubensbrüder suchten - schon alles voraus gesehen. wer so redet, vergisst die ungerechtigkeit, die den palästinensern angetan wurde. immerhin ist es ihr land, das ihnen genommen wurde - ihr land, weil dort generationen ihrer leute gearbeitet haben, und deswegen das feld, der acker, sogar die wüste zu ihrem eigentum geworden sind. sie leben dort - traurig, mühselig, glücklich, wie auch immer - seit nunmehr 2000 jahren, bedrängt, unterjocht und versklavt von immer neuen „herren“, aber - und das ist viel wichtiger - mit eigener sprache, eigenen sitten und einem gemeinsamen gedächtnis.

kein fehler der geschichte verkehrt sich irgendwann in sein gegenteil, nichts verbogenes wird wieder gerade - aber vielleicht kann die erkenntnis, betrogene der weltgeschichte zu sein, am ende palästinenser und juden zusammen schweissen - stolz und selbstbewusst, angesichts des erlittenen unrechts und des immer wieder allerorten aufscheinenden bösen willens zur vernichtung.


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