KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

22.10.2007 um 09:01 Uhr

parken für LAU!

von: rolf   Kategorie: **nachrichten aus HB!

das parken in der bremer innenstadt ist ein problem. da unterscheidet sich bremen nicht von anderen grosstädten. es soll menschen geben, die schon gar nicht mehr ihr auto bewegen, wenn sie in der city einkaufen wollen. weil aber die öffentlichen verkehrsmittel auch nicht immer "das gelbe vom ei" sind, bleiben sie gleich ganz in ihren quartieren oder kaufen im supermarkt auf der grünen wiese ein.

solche probleme kennen die bremer senatoren nicht. sie dürfen mit ihren dienstwagen (dunkel lackiert, stern am kühler) parken, wo sie wollen. das tun sie mit vorliebe in der fussgängerzone - nur wenige schritte entfernt vom rathaus.

denn merke: eine fussgängerzone wird nur deswegen eingerichtet, damit senatoren-limousinen dort bequem geparkt werden können.

jetzt droht allerdings umgemach. der senator für verkehr (zufällig ein "grüner") hat angeordnet, dass die dienstwagen seiner kollegen nicht mehr dort geparkt werden dürfen, wo allein die fussgänger unterwegs sein sollen. weil aber das parken in den umliegenden parkgaragen für dienstfahrzeuge ganz umsonst ist, sollte das problem eigentlich gering und schnell gelöst sein.

mitnichten!

nach der neuen regelung müssten die dienstlimousinen ja erst aus der parkgarage herbei telefoniert werden. das bedeutet - nun sagen wir einmal - 10 minuten wartezeit. das ist einem bremer senator nicht zuzumuten. weil aber die bremer senatoren nichts unternehmen mögen, was unter umständen unmut in der bevölkerung hervorruft, haben sie dieses mal ihre chauffeure vorgeschickt.

... und die chauffeure haben einen bitteren brief an den senator für verkehr geschrieben und auf die katastrophe hingewiesen, die ein parkverbot in der fussgängerzone mit sich bringen würde.

der senator hat noch nicht geantwortet. mal sehen, wo heute die limousinen stehen ...

p.s. das erinnert mich an eine posse, die einst ein bremer wirtschaftssenator ins werk setzte. um die 50 meter (luftlinie) zwischen rathaus und parlament zu überwinden, liess er stets sein dienstfahrzeug anrollen. ein bremer senator geht eben nicht zu fuss ...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenRufus schreibt am 17.11.2007 um 18:50 Uhr:inzwischen wird wieder vorgefahren: Herr Schulte (who?) lässt sich jeden Morgen
    mit schwerer schwarzer Limousine (kurz hinterm Stern wohnend), Fahrer wartet bei laufendem Motor, bis zu den Stuffen des Rathauses chauffieren. Anschliessend wird beim Bismarck-Denkmal geparkt (toller Denkmalschutz). Die Fusssohlen unserer
    ach so wichtigen Politker sind halt sehr sensibel.

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