rechenschieber und LOGARITHMENTAFELN!
rechenschieber und logarithmentafeln - mehr war zu meiner schulzeit an hilfsmitteln im mathematikunterricht nicht erlaubt. es galt, sich über schwierigen rechenaufgaben buchstäblich den kopf zu zerbrechen:
addition, subtraktion, multiplikation, division .... bis der kopf nur so brummte.
die rettung nahte 1967, als der taschenrechner erfunden wurde. es dauerte allerdings noch eine ganze weile, bis er seinen platz im mathematikunterricht fand.
für meine lehrer wäre der gebrauch eines taschenrechners aber überhaupt nicht in frage gekommen. ein schüler hat die aufgaben im kopf auszurechnen ... und wenn nicht?
"sechs, setzen!"
als es dann doch so weit war und taschenrechner im unterricht benutzt werden durften (lange nach meiner schulzeit), verstand auch ich die welt nicht mehr. auch ich war fixiert auf das "im kopf rechnen" und keiner dachte daran, dass es in der mathematik um ganz etwas anderes geht:
nämlich um die logischen schritte hin zur lösung.
über all das werden die schüler heutzutage nur noch lächeln. sie ahnen ja nicht, wie wir - geradezu perfide - mit dem kopfrechnen gequält wurden.
übrigens habe ich mich schon früh diesem folterinstrument meiner mathematiklehrer entzogen. etwa vier jahre vor dem abitur beschloss ich, nunmehr keine einzige mathematikaufgabe mehr zu lösen - ob im kopf oder sonstwo ...
man sieht, wohin das am ende geführt hat!
