reden wir mal ... vom WETTER!
das wetter in bremen ist zur zeit ganz eigenartig. von einem stahlblauen himmel scheint die sonne - dennoch ist es nicht wirklich warm. ich würde sagen: es ist für diese jahreszeit viel zu kalt. das liegt an der nordmeerströmung, die - begünstigt durch ein hochdruckgebiet - kalte luft in den norden deutschlands schaufelt.
das wirklich besondere an dieser wetterlage ist die fast durchsichtige luft. nichts verschwimmt in flirrender hitze, nichts löst sich auf und verliert seine kontur. alles ist vielmehr deutlich voneinander geschieden - nebeneinander und hintereinander.
womit ich glücklich dort angekommen bin, wohin ich wollte: auf den weg zum TOUBKAL:
an diesem tag scheint die sonne von einem wolkenlos blauen himmel.
die klare luft im hohen atlas ist erfrischend leicht und von einzigartiger
durchsichtigkeit. die landschaft, häuser, menschen und tiere wirken,
als habe man einer fotografie den grösstmöglichen kontrast gegeben
und die leuchtkraft der farben noch um einige grade gesteigert. die berge
rücken zum greifen nah heran und wirken mit ihren verschneiten gipfeln
vor dem tiefblauen himmel wie weisse scherenschnitte. keine flirrrende
hitze lässt die grenzen der dinge im dunst verschwimmen - alles steht
fest umrissen neben- und hintereinander, weitet sich zu klaren, strukturierten
panoramen und staffelt sich in scharfen linien bis zum horizont.
die sonne - sie steht zur mittagszeit auch im oktober fast im zenith
- wirft kaum schatten, lässt das grün der bäume und das
rot, violett und gelb der blumen leuchten, legt sich als silbernes band
über die olivenhaine und spielt mit den funkelnden wellenspitzen der
bäche.
immer wieder hielt ich an, um das alles - beeindruckt und staunend -
zu betrachten. diese, sich im hohen atlas vor meinen augen entfaltenden
bilder gehören für mich zu den schönsten in marokko.
