religiöse VERNUNFT!
ich zitiere aus einem forum des internets, das sich - unter anderem - auch mit fragen des islam beschäftigt:
Das Schweinefleischverbot ist kein zentrales Thema des
Islam - sondern ein vorgeschobenes Thema islamkritischer und
islamfeindlicher Gruppen. Es steht uns aber nicht zu, Regeln und
Werthaltungen des Islam zu kritisieren.
Kritik wäre allenfalls
dann zu üben, wenn das muslimische Verbot, Schweinefleisch zu essen,
Christen und Juden (aber auch alle Menschen anderer Religionen) in
ihren Rechten und Auffassungen einschränken oder diskriminieren würde.
Das tut es nicht.
Insofern
ist es ihr gutes Recht, Schweinefleisch zu meiden und zum Beispiel den
Freitag (soll darüber nun auch noch diskutiert werden?) als ihren
heiligen Tag zu sehen.
Ganz anders sieht die Sache aus, wenn
bestimmte Regeln und Werthaltungen des Islam dazu herhalten sollen,
Menschen (egal ob der eigenen oder fremden Religion) ungerechtfertigter
Verfolgung auszusetzen.
Ich erwarte in einem solchen
Zusammenhang entschiedene Kritik oder zumindest eine Diskussion von
muslimischer wie von christlicher Seite.
dem ist nichts hinzuzufügen!

insbesondere beziehe ich mich in meiner kritik darauf, daß z.b. schulpflichtige kinder – vor allem mädchen – teilweise von der erfüllung der schulpflicht durch ihre erziehungsberechtigten ferngehalten werden (turnunterricht, schwimmen, biologieunterricht etc.).
ich kritisiere weiters die sog. „zwangsverheiratung“ z.t. auch blutjunger mädchen (ich weiß, daß das nicht im koran steht, wohl aber hauptsächlich von den erwachsenen beteiligten damit argumetiert wird).
ich kritisiere weiters, daß frauen großteils unter den patriarchalen bedingungen dieser kultur zu menschen zweiter klasse degradiert werden und darunter zu leiden haben (islamische gesetzgebung, scharia).
allerdings spielt es eine große rolle WO, WIE, WANN, an WEN und mit WEM gemeinsam diese kritik ausgeübt wird. die tragik ist allerdings, daß die meinungen moderater moslemimischer gruppen in den medien kaum zu wort kommen, wohl aber radikale islamistische parolen und statements überproportional propagiert durch unsere eigenen medien verbreitet werden.
"Ganz anders sieht die Sache aus, wenn bestimmte Regeln und Werthaltungen des Islam dazu herhalten sollen, Menschen (egal ob der eigenen oder fremden Religion) ungerechtfertigter Verfolgung auszusetzen.
Ich erwarte in einem solchen Zusammenhang entschiedene Kritik oder zumindest eine Diskussion von muslimischer wie von christlicher Seite."
ich denke, in diesen sätzen geht deine - absolut gerechtfertigte - kritik auch auf.
gruss von rolf
ps. bitte um entschuldigung für die beistrich- und tippfehler in meinen ersten beitrag, habe sie zu spät bemerkt ;-)