schluss mit knut!
gottchen - wie war er süss, der kleine knut. ein eisbär zum liebhaben. die firma STEIFF beeilte sich gar, ein weisses stofftier auf den markt zu bringen - damit die kinder auch beim zubettgehen mit knut knuddeln können.
doch jetzt ist schluss!
knut ist kein kleiner eisbär mehr - sondern ein grosser ... na, sagen wir mal: ein mittelgrosser. aber auch schon mittelgrosse bären haben bärenkräfte. es gibt nach einhelliger meinung kaum gefährlichere tiere als die eisbären. sie fallen - und machen keine unterschiede - jeden an, die ihnen zu nahe kommt.
deswegen muss knut jetzt auf seinen tierpfleger verzichten, der ihn im berliner zoo täglich einer entzückt staunenden menge vorführte. die angelegenheit ist zu gefährlich geworden. mit knut weiterhin zu knuddeln bedeutet lebensgefahr.
das ganze tam-tam um knut war ja sowieso ein wenig bizarr. da bemühen sich zoologische gärten in aller welt, ihre tiere artgerecht und in möglichst natürlicher umgebung zu zeigen - mit respekt vor den eigenarten der tiere und mit hinweisen auf ihr spezifisches verhalten.
... und dieses verhalten folgt unverrückbaren instinkten und ist im wesentlichen dem schema von reiz und reaktion unterworfen.
ein kleiner eisbär mag drollig, niedlich, süss, possierlich, tapsig, kuschelig sein. er ist und bleibt deswegen doch immer ein eisbär.
es wäre also gut, wenn kinder lernen würden, dass tiere kein spielzeug sind - sondern lebewesen, die respektiert und geachtet werden müssen.
