KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

22.08.2006 um 19:36 Uhr

solidarität mit israel!

es ist immer seltsam, wenn jemand einen krieg beginnt, ihn verliert, territorium abgeben muss - und danach die rückgabe fordert. syrien hat gegen israel krieg geführt - und verloren. seitdem sind die golanhöhen von den israelis besetzt. dennoch meine ich, dass israel die golanhöhen insgesamt zurückgeben sollte. unter einer bedingung allerdings: dass dort keine syrischen waffen gegen israel installiert werden und dass syrien seinen pakt mit der hisbollah aufgibt.

es ist schon merkwürdig, im syrischen nationalmuseum (damaskus) eine grosse karte zu sehen, auf der israel nicht verzeichnet ist. stattdessen steht dort: palästina. das ist - leider - die offizielle politik syriens.

und der libanon? er hat es nicht geschafft, die hisbollah im eigenen land zu entwaffnen. man fürchtet einen bürgerkrieg zwischen den schiiten (hisbollah), den sunniten und christen. so konnte ein staat im staate entstehen. libanon ist - leider - nicht unschuldig an der entwicklung im eigenen land und an der eskalation, die wieder zum krieg führte. auch heute ist die oberste heeresführung der libanesischen armee paritätisch besetzt: mit schiiten, sunniten und christen. was passiert wohl, wenn ein schiitischer general in den süden des landes beordert wird, um dort seine glaubensbrüder zu entwaffnen?

israel führt mittlerweile einen abwehrkampf gegen die bösartigen angriffe islamischer länder (allen voran der iran), die israel das existenzrecht absprechen. es steht in der tat auf messers schneide. wenn der iran wirklich die atombombe bauen kann, ist israel nicht eine minute mehr sicher.

allerdings kann eine reguläre armee gegen milizen wie die hisbollah kaum gewinnen. in diesem kampf werden alle regeln auf den kopf gestellt. es gibt für israel faktisch keinen sichtbaren gegner.

wenn amerika (und europa) israel nicht unterstützen würden, wäre das land am ende. es würde das eintreten, was der islamisch-iranische präsident will: die juden sollen zum nordpol auswandern.

die drohung, das land verlassen zu müssen, hat jeder israeli verstanden. israels politik mag sich unerbittlich darstellen. sie ist es auch. das alles ist nur zu verstehen, wenn man weiss, dass israel vom ersten tag seiner existenz an von den arabern angegriffen wurde. sieht man es richtig, führt israel inzwischen einen furchtbaren abwehrkampf. es ist übrigens nicht ausgemacht, wer am ende der sieger sein wird.

ich meine, wir sollten uns - ohne wenn und aber - auf die seite der israelis stellen, sie jedoch dringend auffordern, den friedensprozess nicht aus den augen zu verlieren. aber - will palästina bzw. wollen die palästinenser überhaupt den frieden? oder wollen sie ihn nur unter ihren bedingungen?

und noch eines: olmert, der israelische premier, wollte sich aus dem schatten des sterbenden scharon lösen. was liegt also näher, einen krieg zu führen, ihn zu gewinnen und auf diese weise den vorgänger vergessen zu machen?

nun hat er ihn ... auf jedem fall nicht gewonnen. es wäre aber zu einfach, allein israel die schuld für die krise im nahen osten zu geben, wie es der comic, den ich heute morgen in meinen weblog gestellt habe, suggeriert.

so zu denken, ist einfach zu billig!

 


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