solidarität mit israel!
es ist immer seltsam, wenn jemand einen krieg beginnt, ihn
verliert, territorium abgeben muss - und danach die rückgabe fordert.
syrien hat gegen israel krieg geführt - und verloren. seitdem sind die
golanhöhen von den israelis besetzt. dennoch meine ich, dass israel die
golanhöhen insgesamt zurückgeben sollte. unter einer bedingung
allerdings: dass dort keine syrischen waffen gegen israel installiert
werden und dass syrien seinen pakt mit der hisbollah aufgibt.
es ist schon merkwürdig, im syrischen nationalmuseum (damaskus) eine
grosse karte zu sehen, auf der israel nicht verzeichnet ist.
stattdessen steht dort: palästina. das ist - leider - die offizielle
politik syriens.
und der libanon? er hat es nicht geschafft, die hisbollah im
eigenen land zu entwaffnen. man fürchtet einen bürgerkrieg zwischen
den schiiten (hisbollah), den sunniten und christen. so konnte ein
staat im staate entstehen. libanon ist - leider - nicht unschuldig an
der entwicklung im eigenen land und an der eskalation, die wieder zum
krieg führte. auch heute ist die oberste heeresführung der libanesischen
armee paritätisch besetzt: mit schiiten, sunniten und christen. was
passiert wohl, wenn ein schiitischer general in den süden des landes
beordert wird, um dort seine glaubensbrüder zu entwaffnen?
israel führt mittlerweile einen abwehrkampf gegen die bösartigen
angriffe islamischer länder (allen voran der iran), die israel das existenzrecht
absprechen. es steht in der tat auf messers schneide. wenn der iran
wirklich die atombombe bauen kann, ist israel nicht eine minute mehr
sicher.
allerdings kann eine reguläre armee gegen milizen wie die hisbollah
kaum gewinnen. in diesem kampf werden alle regeln auf den kopf
gestellt. es gibt für israel faktisch keinen sichtbaren gegner.
wenn amerika (und europa) israel nicht unterstützen würden, wäre das
land am ende. es würde das eintreten, was der islamisch-iranische
präsident will: die juden sollen zum nordpol auswandern.
die drohung, das land verlassen zu müssen, hat jeder israeli
verstanden. israels politik mag sich unerbittlich darstellen. sie ist
es auch. das alles ist nur zu verstehen, wenn man weiss, dass israel
vom ersten tag seiner existenz an von den arabern angegriffen wurde.
sieht man es richtig, führt israel inzwischen einen furchtbaren
abwehrkampf. es ist übrigens nicht ausgemacht, wer am ende der sieger sein
wird.
ich meine, wir sollten uns - ohne wenn und aber - auf die seite der
israelis stellen, sie jedoch dringend auffordern, den friedensprozess
nicht aus den augen zu verlieren. aber - will palästina bzw. wollen die
palästinenser überhaupt den frieden? oder wollen sie ihn nur unter
ihren bedingungen?
und noch eines: olmert, der israelische premier, wollte sich aus dem
schatten des sterbenden scharon lösen. was liegt also näher, einen
krieg zu führen, ihn zu gewinnen und auf diese weise den vorgänger vergessen zu machen?
nun hat er ihn ... auf jedem fall nicht gewonnen. es wäre aber zu
einfach, allein israel die schuld für die krise im nahen osten zu geben, wie es der comic, den ich heute morgen in meinen weblog gestellt habe, suggeriert.
so zu denken, ist einfach zu billig!
