statt menschenrechte lieber PING-PONG!
Berichterstattung aus China fraglich
(dpp) Die uneingeschränkte Berichterstattung aus China während der Olympischen Spiele ist in Frage gestellt worden. Bei einer internationalen Konferenz in Peking erklärte das IOC (Internationales Olympisches Komitee), die Berichterstattung aus einem Land strikt unterbinden zu wollen, das die Menschenrechte weiterhin missachtet und eine Zensur der Presse auf der Tagesordnung hat.
Mit diesem Beschluss ist die weltweite Übertragung der Spiele mehr als fraglich geworden. Nur die Chinesen werden, so wie es aussieht, in den uneingeschränkten Genuss der olympischen Spiele kommen.
In Deutschland erwägen ZDF und ARD anstelle der Übertragung der Spiele Dokumentationen zu Menschenrechtsverletzungen in China und zur dortigen Tibetpolitik auszustrahlen.
Von chinesischer Seite wurde inzwischen erklärt, dass in China stets die Menschenrechte eingehalten worden seien, wovon sich die Journalisten vor Ort auch jederzeit anhand der zahlreichen regierungsoffiziellen Homepages im Internet ein Bild machen könnten. Auf die Frage, warum bestimmte chinakritische Seiten gesperrt seien, wurde erklärt, dass es sich um technische Probleme handle, die mit dem "Drei-Schluchten" Stauwerk-Projekt in Zusammenhang ständen. "Strom ist kostbar", erklärte der chinesische Vertreter, "er reicht in China leider nur für eine gewisse Zahl von Homepages". Er schlug vor, anstatt "diese ohnehin überflüssigen Seiten im Internet zu besuchen", verstärkt über die chinesische Ping-Pong Mannschaft zu berichten. "Ping-Pong interessiert die Chinesen weitaus mehr als ihre Menschenrechte", erklärte der Chinese abschliessend.
