stolzes bremen!
die selbständigkeit ihrer stadt ist den bremern heilig. dafür würden sie sogar ... fast hätte ich gesagt: harakiri begehen. 1946 versprachen ihnen die amerikaner den status einer freien stadt und knüpften damit an die zeit vor der hitler-diktatur an. zur erinnerung: die amerikaner hatten 1945 bremen besetzt, das niedersächsische umland stand hingegen unter englischer verwaltung.
die bremer sollten das amerikanische versprechen nie vergessen. dankbar erinnern sie sich noch heute an die noble zusage, die bremen schliesslich als bundesland etablierte.
bei näherem hinsehen schrumpft das amerikanische engagement für bremen indes auf ziemlich eigensüchtige interessen zusammen. die amerikaner wollten schlicht ihren einfluss wahren und den engländern den zugriff auf die beiden wichtigen häfen bremerhaven (geestemünde) und bremen verwehren.
zur rehabilitation der amerikaner sei jedoch gesagt: die allermeisten ihrer schiffe, die hochbeladen in den beiden häfen ankamen, fuhren mit einer ladung nach nordamerika zurück, die nicht erwähnenswert ist:
sand (zur stabilisierung der schiffe)!
es gab eben nichts im nachkriegsdeutschland, das man hätte exportieren können. auch nicht in bremen.
