KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

10.10.2008 um 10:11 Uhr

stopp den islamistischen EINPEITSCHERN!

obwohl der marokkanische könig oberster hüter des islam in seinem land ist, konnte er es nicht verhindern, dass sich der islam in marokko immer mehr radikalisiert hat. diese unheilvolle tendenz bedroht nicht nur das königshaus, sondern gefährdet auch den staat und seine vergleichsweise liberale verfassung. der kampf gegen die islamisten gehört deswegen heute zu den wichtigsten aufgaben des königs und seiner ratgeber.

längst klar ist, dass die radikale islamische bewegung von einigen wenigen zentren (und moscheen) des landes ausgeht, wobei tetouan im noden marokkos eine besondere stellung einnimmt. in einer der moscheen der stadt wurden junge männer, angestachelt von dem dortigen imam, rekrutiert, die nicht nur in spanien terroristisch tätig wurden, sondern auch im irak als selbstmordattentäter menschen in den tod rissen.

um den einfluss radikaler imame in marokko zu beschneiden, hat der marokkanische könig eine weitere reform der religionsausübung verkündet. eine erste reform stammt aus dem jahr 2004. die jetzige reform hat das ziel, die arbeit der imame in den moscheen transparenter zu machen, um islamistische auswüchse schon in einem frühen stadium zu erkennen. es geht - und das ist das eigentlich neue und bemerkenswerte - nicht um irgendeine polizeiliche überwachung, sondern um die eigenverantwortliche kontrolle der muslims in ihren gemeinden.

alle weiteren informationen gibt es HIER!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenargazarroumi schreibt am 10.10.2008 um 11:33 Uhr:Tja, wenn das mal nicht zu spät ist. Alles hat seine Vorgeschichte, so auch hier. König Hassan II einziges Ziel war, den Alaouiten in MA die Macht zu sichern, gleich mit welchen Mitteln. Dabei bediente er sich folgender Mittel: Knüppel, Geld, und spielet eine Interessensgruppe gegen die andere aus. Zu seinen Lebzeiten glaubte er, dass die Königsmacht von 2 Seiten entscheidend bedroht werden könnte: der "Linken" und den Berbern mit ihren jeweiligen Forderungen. Allerheilmittel (auch finanziell für ihn): die Golfstaaten, vornehmlich die "Brüder" aus Saudi Arabien. Mit dem Saudigeld kam der kriminelle Wahabismus ins Land, erst tröpfchenweise, danach ungehemmt. Mit diesem "sauberen" Islam wurden Linke und Berber in Schach gehalten, leider ohne die Gegenrechnung aufzumachen: der Islamismus hat sich wie ein Krebsgeschwür in der marokkanischen Gesellschaft festgesetzt. Nun ist die Hauptbedrohung des Alaouiten der Islamismus. Der jetzige König kann einem nur leid tun.
    Erschwerend kommt hinzu, dass die wirtschaftliche Lage des Landes trostlos ist (folglich genügend Futter für die radikalen Islamisten), die jetzige Krise wird auch dort voll durchschlagen. Theoretisch hat M6 nur mehr 2 Optionen: er stellt sich als "Emir almu´minin" an die Spitze der Islamisten, oder er wählt die berberische Opposition, die sehr unruhig geworden ist (und mit dem Islam nicht viel im Sinne hat). Beides hätte tiefgreifende Folgen für das Land, nicht alle sind erfreulich. Die dritte Option wird er nicht wollen: das Land kracht auseinander.

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