syriens spiel!
syrien hat seine politik in nahost geändert und nimmt nach umfänglichen wirtschaftsbeziehungen auch diplomatische beziehungen zum irak auf. die langjährige politik in damaskus, den nachbarstaat politisch zu destabilisieren, scheint vorbei zu sein. jetzt nimmt man direkt einfluss auf bagdad und weiss sich dabei der rückendeckung des iran sicher.
syrien kommt nach wie vor eine schlüsselstellung in nahost zu. der einfluss dieses autoritär geführten landes reicht bis in den libanon und weiter nach palästina. die guten beziehungen zum iran lassen den irak als im zangengriff zweier dominanter nachbarn sehen.
es ist also zu befürchten, dass der syrische einfluss im irak über kurz oder lang so gross sein wird wie jetzt schon im libanon. und das verspricht nichts gutes. verlierer könnten ganz schnell die sunniten sein.
es führt gar kein weg daran vorbei, den iran und syrien mit einzubinden, wenn es um die neuordnung des irak geht. ob die vereinigten staaten aber diese option wahrnehmen - sie (viel wichtiger) überhaupt noch haben - ist die grosse frage in nahost. jedenfalls wird die zukunft des irak ihren preis haben. der ist auf den golanhöhen schon etikettiert, während die mullahs im iran ihre atomaren pläne noch einmal nachjustieren. keine schönen aussichten!
dazu auch DER TAGESSPIEGEL
