KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

07.11.2007 um 08:35 Uhr

tag des SCHÖNREDENS!

viele tage im jahr sind einem bestimmten thema gewidmet. nur "ein tag des schönredens" gibt es noch nicht. deswegen erkläre ich den 7. november zum TAG DES SCHÖNREDENS.

er ist allen gewidmet, die von islamischen zwangsehen und zwangsverheiratungen noch nichts gehört haben - bzw. das alles schlicht leugnen.

an diesem 7. november erkläre ich:

muslimische zwangsehen gibt es nicht. wer soetwas behauptet, ist der muslimfeindlichen propaganda aufgesessen.

In Istanbul geboren, kam Sie im Alter von 10 Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Die in der Türkei eher liberale Familie ließ sich in der neuen Heimat von den traditionell-konservativen Einstellungen türkischer Landsleute beeinflussen und lebte plötzlich andere Werte. Necla Kelek ging ihren eigenen Weg und nutzte die Rechte und Freiheiten einer westlich liberalen Welt. Sie studierte Volkswirtschaft und Soziologie, heiratete, bekam Kinder, engagierte sich politisch. Die Familie brach darauf hin jeden Kontakt mit ihr ab – aus Gründen der „Ehre“.
Necla Kelek
Das Schicksal, dem sie entging, zwangsverheiratet zu werden und abgeschottet von der Außenwelt, ohne jede Selbstbestimmung im familiären Mikrokosmos gefangen zu sein, erleiden aber Millionen türkischer Frauen in Deutschland tagtäglich. Necla Kelek hat den Kampf gegen Zwangsheirat und Unterdrückung im Namen der Religion aufgenommen: Sie suchte den Kontakt zu jungen türkischen Frauen in ganz Deutschland und führte viele Gespräche über deren Situation. Das Ergebnis ist in jeder Beziehung alarmierend: Die Opfer der Zwangsehe sind in den meisten Fällen Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren. Absolut rechtlos. Ob in Deutschland geboren, oder aus der Türkei für die hier lebenden Söhne geholt: Sie leben ausschließlich in der Familie des Mannes, dürfen keinen Kontakt zu Deutschen pflegen, unterstehen den strengen Regeln der konservativ-religiösen Tradition und müssen in diesem Geiste auch die Kinder erziehen, unter strenger Bewachung der Schwiegermutter.

Necla Kelek schildert in ihrem Buch keine Einzelfälle. Anhand ihre eigenen Familiengeschichte - ihr Urgroßvater war noch Sklavenhändler am Hof des Sultans- und dem Schicksal vieler junger Türkinnen in Deutschland skizziert sie die kulturhistorischen Hintergründe eines gesellschaftlichen Phänomens, dokumentiert aber gleichzeitig eine dramatische Entwicklung: Die Kultivierung einer Parallelgesellschaft mitten in Deutschland, deren religiös begründeter Fundamentalismus durch falschverstandene Multikulti – Toleranz weiterhin fortschreitet. Necla Kelek fordert deshalb von der deutschen Politik, nicht länger zuzusehen und mittels Gesetz konsequenter bei der Verletzung elementarer Menschenrechte durchzugreifen. So müssen Ehrenmord und Zwangsheirat in Deutschland ihrer Meinung nach endlich angemessen bestraft werden. Zu oft noch, so Kelec, gewähren Richter mildernde Umstände, weil sie die Taten als spezifischen Ausdruck der islamischen Kultur betrachten.
Gerade angesichts einer starken Islamisierungswelle in der Türkei gibt es dringenden Handlungsbedarf. Immerhin leben in Deutschland nach offiziellen Schätzungen über eine Million muslimischer Frauen und Mädchen.

QUELLE


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