verlorenes schaf - macht keinen SPASS!
der papst hat es wirklich nicht leicht. um alles muss er sich gedanken machen - dabei sitzt er doch am liebsten über dickleibigen, wissenschaftlichen büchern, die das verhältnis des menschen zu gott in allen möglichen perspektiven beleuchten.
aber es gibt ja menschen, die durchaus ihren eigenen weg zu gott finden wollen, den ratschlägen des papstes also nicht folgen. er spricht ja davon, dass es nur den einen weg geben kann ... und das alles schreibt er, wenn er nicht gerade liest, auch auf.
der papst, so hören wir, macht sich sorgen um die juden. na, wenigstens einer ... sollte man hinzufügen und dankbar sein. der papst hat mit den juden sogar einiges im sinn. sie sind, zu diesem schluss ist er nach eifrigem studium der theologischen werke gekommen, einfach noch nicht erleuchtet.
juden müssen aber erleuchtet werden ... wie alle anderen menschen auch.
das heisst: erst wenn der letzte jude zum katholizismus bekehrt ist, kann der papst seine dickleibigen bücher zur seite und die hände in den schoss legen. wir ahnen: das wird noch eine ganze weile dauern.
doch steter tropfen höhlt den stein.
wenigstens schliessen die katholiken am karfreitag die juden wieder in ihre fürbitte ein. wir sehen, nicht nur der papst macht sich sorgen ... sondern auch seine treuen schäfchen. sie alle umkreisen - ohne freilich schon eine lösung gefunden zu haben - jenes problem, dass einige wenige menschen partout den weg in die katholische kirche nicht finden.
es soll aber keiner sagen, die katholische kirche habe die juden vergessen. im gegenteil. es sind gerade die verlorenen schafe, die der christlichen sorge am meisten bedürfen.
bei so viel sorge sollten es sich die juden nun wirklich ernsthaft überlegen, wie lange sie noch als verlorene schafe durch die welt irren wollen.
das bringt doch keinen spass!
