vom scheitern - und den deutschen PROFESSOREN!
der weg ist vorgezeichnet. hat man sich erst einmal habilitiert, wird der ordentliche lehrstuhl ins visier genommen. darüber mögen jahre vergehen. wenn die damen und herren professoren aber erst einmal dort "angekommen" sind, fällt alle last von ihnen ab.
einige vorlesungen, einige seminare, einige doktoranden, einige forschungssemester. so geht es nun bis zur eremitierung weiter. wie sie ihr wissen an die studenten vermitteln, bleibt unbefragt. die universität ist keine pädagogische anstalt. wenn ein student seinen professor nicht versteht, ist er eben dumm.
die zeiten, wo besonders eilfertige studenten ihren professoren die aktentasche ins seminar nachtrugen, mögen vorbei sein. dennoch wird wahrscheinlich der student am meisten profitieren, der seinem professor die argumente von den lippen abliest.
der wird dann doktorand!
wie sich an unseren universiäten wissen vermittelt, bleibt im dunkel. nicht auszuschliessen, dass es gerade deswegen so viele studienabbrecher gibt.
es gibt übrigens ganz andere modelle. nach dem angelsächsischen modell arbeitet auch die gerd-bucerius-schule in hamburg. dort schart sich jeweils eine handvoll jurastudenten um ihren tutor, bei dem sie anregung, kritik und hinweise erhalten. diese personale beziehung bleibt bis zum examen bestehen.
weit davon entfernt die deutschen universitäten, wo ein selbstherrlicher professor um seine wissensvorsprünge weiss und sie seine studenten auch spüren lässt. es mag sich im laufe der jahre einiges geändert haben. am grundlegenden problem hat jedoch noch niemand ...

ob das jemanden kratzt? ja, die studenten...aber DAS interessiert anscheinend niemanden...