wandern im MITTLEREN ATLAS!
was ist so falsch an der frage, ob man im MITTLEREN ATLAS lohnenswerte touren unternehmen kann?
ich habe in einer mail geantwortet:
warum denn nicht? von fes kommt man recht bequem in den mittleren atlas. ich könnte mir sehr schöne touren dort vorstellen. ich bin entlang des mittleren atlas gefahren und war ganz entzückt von der landschaft. das problem ist wohl eher, dass sich die marokko-touristen dort nicht so gut auskennen. sie suchen - wenn schon - den hohen atlas auf. ich meine, dass es im mittleren atlas viel zu entdecken gibt. gewaltig ist das alles nicht, aber ich denke, dass die einheimischen dort sehr freundlich sind. im hohen atlas warten doch alle nur noch auf die verrückten trekking-touristen ... dementsprechend sind schon die esel sehr, sehr teuer ...

zum Glück sind die Strecken mit Hotels gepflastert. Mitte bis Ende November ist genau das richtige Wetter für Trekking im Mittleren Atlas.
Mit "Jodeldidöh"
Lale
der Mittlere Atlas ist zweifellos schön. Es ging in dem angemerkten Beitrag aber darum, dass zwei naive Deutsche ab Mitte November von Fes nach Marrakesch marschieren wollen und unterwegs jeden Abend ein Hotel erwarten.
Liebe Manuela, vieln Dank für die überaus netten Worte. Ich fühle mich geschmeichelt. Selbstverständlich darfst Du mich duzen.
Gruß, Lale
schon klar. Nur, wer von Fes nach M´kech wandern will, sieht vom Mittleren Atlas nur den Rand. Die Strecke Fes-Immouzer-Ifrane-Azrou-Khenifra geht noch durchs Gebirge, aber dann kommt bis M´kech mehr oder weniger Flachland, den Atlas zur Linken. Oder rechnet man die Rübenfelder von Beni Mellal bis Tamlelt schon zum Atlas? Hinter Kasbah Tadla hört nämlich der Mittlere Atlas ziemlich abrupt auf, weiter südlich schiebt sich der Hohe Atlas nach vorne. Dann gehts aber ins Hochgebirge. Die Idee dieser Wanderung ist Quark.
Na claro, Tante Erika ist tolerant, vornehmlich in Deutschland, wen wunderts. Diese Toleranz ist hingegen schnell beendet, wenn es um leichtbekleidete "Damen" in islamischen Ländern, also auch Marokko geht (seltsamerweise nicht um "Herren" im Unterhemd und engen Shorts). Als ob der Heidjer bei diesen Anblicken in Begeisterung ausbrechen würde.
Was nun? Anpassung, alles klar? Wie weit, lässt Tante Erika vorsichtshalber offen. Vom wandelnden Sack (schwarz) über Gesichtsschleier, Kopftuch bis hin zur "dezenten langen Takschita, Varianten gäbe es genügend. Dann endlich wäre die Polarisierung beendet, und den Islamisten das Wasser abgegraben. So einfach ist das.
Ich hätte dagegen andere Vorschläge, Tante Erika: wenn den Verantwortlichen in diesen Ländern die Touristen nicht so passen wie sie nun mal sind, sollten sie Bekleidungsvorschriften zwingend erlassen (wie in S. Arabien), den Tourismus abstellen, oder ihre Bevölkerung so aufzuklären, dass sie Derartiges tolerieren. Da gäbe es auch ein hervorragendes Mittel: "you can´t eat the cake and have it". Ich gebe ja zu, möglicherweise würden sich solche Maßnahmen negativ auf die Verkaufszahlen von Reisehandbüchern in diese Länder auswirken. Also lassen wir das.
Apropos Nutten: ob Tante Erika weiß, dass Sex/Pornoseiten im Internet überwiegend von Moslems abgerufen werden?
Schleier = ehrenvolle Frau, ohne Schleier, westliche Kleidung = pute. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass auch eine "verschleierte" Frau durchaus nicht ehrenvoll sein kann, die sich an den Hotelbars rumtreibt und nicht scheu den Blick senkt. Bei einigermassen gesunden Menschenverstand ist diese Hypokrisie leicht zu durchschauen.
Intellektuelle Frauen, die ihren anspruchsvollen Beruf ausüben, und bei der Heirat ihren Verstand nicht bei der Schwiegermutter abgegeben haben, tragen keinen Schleier. Sie haben es nicht nötig, sich zu "verkleiden", da sie ihren Wert kennen.
Ich wage sehr zu bezweifeln, ob es die Miniröcke der Touris ausmachen, dass sich immer mehr Einheimische dem fundalistischen Islam zuwenden. Liegt nicht die Ursache vielmehr in den unausgewogenen Lebensumständen der Bevölkerung? Der pro Kopf-Jahresdurchschnitt liegt bei 2000 Dollar für ein Gros der Bevölkerung, während eine andere Gesellschaftsschicht sich alles, aber auch wirklich alles leisten kann und den Arbeitnehmer wie einen niedrigen Domestique behandelt und entlohnt.
Und schaut man sich in Casablanca um, dann fällt unter den chic gekleideten Marokkanerinnen die eher bieder gekleidete Touristin auf.
Von einer Reisebuchautorin hätte ich eine differenziertere Betrachtungsweise erwartet!
Diese Diskussion gehört ins entsprechende Forum, schon richtig. Da dürfen wir aber nicht, weil es die Leichenstarre bevorzugt.
"man muss den europäischen touristinnen nur sagen, wie sie sich in muslimischen ländern kleiden sollen. sie werden alles tun, um dort nicht aufzufallen - ist doch komisch, oder?"
Da hätte ich ein paar Vorschläge: in der Nähe einer "Afghanimoschee" würde sich eine Burka (darf schon blau sein) gut machen, die Männer bitte in "Talibanuniform" und den Klebebart nicht vergessen. Hingegen rund um die Salafistenmoschee wäre der schwarze Sack angebracht. Feinere Touristinnen dürfen ihre Augen mit einer Lederbinde verbergen (es soll schon Modelle von Dior geben), für Männer tuts die weiße Disdasche und "Palituch" auf dem Koppe. Für ländliche Gegenden schlage ich eine farbenfrohe Takschita vor, incl. durchsichtigem Gesichtsschleier. Männer müssen sich entscheiden: arabophone tragen schwarze Turbane, Berber hingegen weiße. Auf den großstädtischen "Corniches" dürfen Touristinnen sich endlich so kleiden, wie sie wollen. Die haben doch nicht die Absicht, sich von den unzähligen lokalen "Nutten" zu unterscheiden?