westwind - ein wenig bedrohlich!
ein wenig bedrohlich kommen sie mir schon vor - die hellen wolkenfetzen, die von westen her mit grosser geschwindigkeit über bremen hinweg ziehen.
vom sturm - keine spur! nur ein seltsames pfeifen in den schornsteinen ...
aber am nachthimmel sieht die sache inzwischen ein wenig anders aus.
für die nordseeküste sind schwere stürme vorher gesagt. schon in der letzten woche musste wegen eines sturms der schiffsverkehr im ärmelkanal eingestellt werden - und zu den nordfriesischen inseln fuhr keine fähre mehr.
ähnlich schlimm könnte es in den nächsten 12 stunden werden. es ist wirklich sonderbar, wenn der westwind das wasser in die weser schiebt, so dass die ufer sehr schnell unter wasser stehen. dabei liegt bremen rund 60 kilometer vom offenen meer entfernt. dennoch sind die wächter der deiche und schleusen in diesen tagen und nächten besonders aufmerksam.
übrigens bezahle auch ich jedes jahr "deichgeld" - eine steuer, mit der die befestigungen gegen das heranflutende wasser instand gehalten werden.
der ruf "land unter!" war für die menschen vor hundert jahren fast eine alltäglichkeit - wenigstens im winter, wenn die stürme unerbittlich übers land fegen.
