wüsten-tourismus!
ein trip in die wüste wird immer beliebter. der wüsten-tourismus erfährt einen ungeahnten aufschwung. einmal mit dem kamel durch endlose weiten reiten, einmal im zelt bei den beduinen sitzen, einmal unter tausenden sternen schlafen ... diese wünsche erfüllen sich immer mehr menschen.
die kehrseite dieses boomenden touristenzweigs: das wasser wird immer knapper. in den oasen fällt wegen des immensen wasserbedarfs der grundwasserspiegel auf dramatische weise. die dattelpalmen verdorren, die oasen versanden.
es ist wirklich ein unding, mitten in die wüste ein hotel zu bauen und mit einem grosszügigen swimming-pool zu versehen. so aber habe ich es mehrfach in marokko gesehen.
fährt man eigentlich in die wüste, um am swimming-pool in der sonne zu liegen ...
... oder golf zu spielen? diese golfplätze sind ja der grosse "hit". überall werden sie gebaut, um zahlungskräftige touristen anzulocken - auch in der wüste. aber jedes kind weiss, dass die pflege eines golfplatzes unmengen von wasser verbraucht.
der wüstentourismus - auf den ersten blick so individuell und alternativ - entpuppt sich bei näherem hinsehen als ökologische katastrophe.
zumindest die reiseveranstalter sollten auf diesen umstand aufmerksam machen und ihre ziele danach aussuchen, wo mit dem wasser schonend und verantwortungsvoll umgegangen wird.
