KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

02.02.2008 um 19:30 Uhr

zwei reisen - zwei ABSCHIEDE!

es gibt einige reiseberichte, die ich auf meine homepage gestellt habe - die grössere zahl hat MAROKKO zum thema. ich habe aber auch einen reisebericht über KORFU geschrieben.

warum auch immer habe ich mir die schlussätze zweier reisen (nach korfu und marrakesch) noch einmal durchgelesen. dabei ist ist mir etwas aufgefallen.

im marrakesch-bericht heisst es es am ende:

das flugzeug beschleunigte, hob von der rollbahn ab, ging in eine weite kurve über der rostroten ebene, in der marrakech liegt und stiess in die wolken. schon nach wenigen minuten konnte ich vom land und den bergen unter mir nichts mehr erkennen.

... marokko hatte mich vergessen.

den bericht über korfu beendete ich mit folgenden worten:

wenn sich uns beim abschied die kehle zuschnürt und wehmut in unser herz steigt, sollten wir dieses gefühl ohne scheu zulassen. mehr als alles andere gibt es uns zu verstehen, dass wir von einem besonders schönen ort und besonders freundlichen menschen abschied nehmen müssen. das ist gewiss traurig - aber mit uns reisen erinnerungen, die leicht und freundlich sind. es mag vielleicht auch trösten, dass uns auf der reise nach hause die erinnerungen unserer freunde begleiten.

es muss einen grund geben - der nicht nur in mir liegt und nicht nur etwas mit meiner person zu tun hat - dass ich für zwei abschiede so ganz unterschiedliche worte (durchaus sorgfältig überlegt) fand. ich überlasse es meinen lesern, das zu beurteilen.

ich wenigstens ahne, dass ich marokko - ein land, das mir aus vielen gründen ans herz gewachsen ist - nun endlich adieu sagen muss. 10 jahre mit einer nicht eben herzlich erwiderten liebe zu leben, macht am ende traurig. es war aber wohl vielmehr so, dass ich die widersprüche nicht bedachte und einem land meine liebe schenkte, das uns seine landschaften verschwenderisch zu füssen legt, sein herz aber - je nach massgabe des gewinns oder verlustes - öffnet oder verschliesst. marokkaner rechnen stets, sie müssen rechnen, um am leben zu bleiben.

sie rechnen ... und rechnen ... auch mit uns. und genau das macht am ende den abschied leichter.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierengast schreibt am 02.02.2008 um 20:40 Uhr:warum rolf? was bedeutet dein abschied? herzlich... (sagt ein nicht-marokkaner)
  2. zitierengast schreibt am 02.02.2008 um 22:50 Uhr:ich schliesse mich meinem vorredner an: schade!

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