Amanda, I'm in love

03.01.2005 um 15:49 Uhr

Faaaar far away...

Hola Hola!

Tja, da will ich was kurz zusammenfassen und schwuuups... hab ich wieder einen ellenlangen Text, den eh keiner lesen will. Weiß ja wie ungeduldig ich immer bin, wenn ich längere Tagebucheinträge lese.

Tja, und heute... mach ich alles, um nicht telefonieren oder lernen zu müssen, obwohl ich weiß, dass beides besser für mich wäre. Deshalb schreib ich überhaupt ;-)...

Tja, zum dritten mal :-) ... Muhaha, also ich werde jetzt, aufhören, weil mir nöschd gescheites einfällt. Ähja, aber ich wollte gestern nen Songtext schreiben *g*. Sommernachtstraum *g*. Wird bestümmt wieder so (d)oll wie mein ... äh Fredi-Songtext. Der is soooo schleimi. Okeh, in meinem Summernightdream geht's ja um was ganz anderes.

 

Tschösserli,

LG's dasLena

03.01.2005 um 01:40 Uhr

Once More With Feeling

Stimmung: apokalyptisch

Neues Dokument

Ich habe einen... nein zwei Einträge machen wollen... und was ist draus geworden? Eine Studie über meinen Gemütszustand und eine weitere, die in ein philosophisches Gedankenspiel über den Sinn des Lebens ausgeartet... geradezu mutiert ist. Buh, Hilfe!

Kann ich mir keine Gedanken machen die ins totale Nichts führen? Ins Unendliche... Unermessliche und gleichzeitig genauso gut in ein totales Chaos, ein Haufen dummer Fragen, die genauso wieder zerschlagen werden können, egal wie lange ich darüber nachgedacht habe, wie viele Belege und Beispiele auch gesucht habe.

Zurück zu meinem Gemütszustand. Um einfach mal einen großen Schritt zu machen: Das  Fazit!

Ich habe Angst. Angst verletzbar zu sein. Angst auch aus Erfahrungen. Angst, weil ich verletzlich bin.

Und darum suche ich Bestätigung, Zuneigung, Bewunderung. Das artet zunehmend ... oder besser, es ist schon mein ganzes Leben lang in ein negatives Feld ausgeartet: Ich will Überlegenheit und Macht. Es ist nicht so, als ob ich das für mich Positive darin sehe. Im Grunde will ich das nicht sein. Mir wird schlecht wenn ich daran denke jemandem überlegen zu sein. Allein schon von der Masse her ;-). Nein, ich will nicht älter sein, nicht intelligenter, nicht erfahrener, nicht größer, nicht stärker. Es wäre mir peinlich. Und Bewunderung kann ich nicht ertragen. Doch genauso wenig Kritik und unterlegen sein.

Das Streben nach Überlegenheit und Macht, das mich zerstört, mir genau den Weg dazu verbaut. Vielleicht ist es auch gut so. Denn der Kern meines Wunsches, der Ausgangspunkt, die Angst, wird damit nicht verschwinden.

Ich habe viel darüber nachgedacht, was meine Ziele waren bis jetzt. Und immer war ich in meinen Wunschträumen überlegen, weil ich teilweise schlechte Erfahrungen damit gemacht habe unterlegen zu sein, teilweise eine tief sitzende Angst davor hatte.

Und was ist daraus geworden. Ich BIN unterlegen. Ich bin selbst davon überzeugt und tue alles um auch alle davon zu überzeugen dass ich es bin. Die einfachste Antwort ist immer „weiß ich nicht“. Die einfachste Art zu leben ist, keine Verantwortung übernehmen zu müssen, für sich und sein Leben. „Weiß ich nicht“ überzeugt die Umwelt davon, dass man ihr unterlegen ist, dass man erst gar nicht überlegen sein will. Es gibt auch Leute die mir das nicht glauben, hehe... auch wenn es teilweise stimmt ... auch wenn ich meistens eher deswegen nichts sage, weil ich nichts Falsches sagen will. Lieber verschwinde ich, ich bin einfach nicht anwesend. Aber ... es kommt vor (höhöhö)                                                    dass ich keine Ahnung habe, und das nicht selten *g*. Na ja, ich wollte nur nicht den Eindruck erwecken, dass ich von mir selbst denke ich wüsste alles und sage nur nix weil ich mich nicht traue, nee nee. Ich bin auch schrecklich unwissend, ... da ist sie wieder die Unterlegenheit.

Oh mann, ich wollte kurz erklären, über was ich mir Gedanken gemacht habe, und was ist draus geworden? Hui ... hehe

Jedenfalls... oh, „Es ist vorbei, und der Himmel ist schwarz weil die Sonne hier nie wieder scheint“ ... *zuhör*

Teilweise handelt der Text davon, was ich hier beschreibe. „Ich will so kalt sein, dass alle erfrieren, will mich nie wieder verlieben, um nie mehr zu verlieren“ oder „Meine Gefühle sind an und für sich, lächerlich einfach, und einfach lächerlich“.

Da steckt die Magie der Musik für mich. Ich finde in Melodie und Text Teile, die mir selbst entsprechen. Wenn ich schlecht drauf bin, ist schnelle, laute Musik einfach nervtötend, und wenn ich gut drauf bin, kann ich langsame traurige Musik nicht gut ertragen.

Zurück zu den Textzeilen: Das erste, gerade erklärt *g*. Einfach davonrennen („wenn ich könnte dann würde ich vor meinem Leben wegrennen“), lieber nichts riskieren, damit man nicht verletzt werden kann. Durch den Tunnel laufen, weil es zu anstrengend, gefährlich, beängstigend wäre den Berg zu erklimmen, obwohl man dafür die Dunkelheit, oder das künstliche Licht ertragen muss.

Und die Gewissheit; meine Gefühle sind lächerlich. Angst ist lächerlich! Beziehungsweise MEINE ANGST. Angst vor etwas, das nicht Angsteinflößend ist. Angst an sich ist hilfreich und nützlich (auch wenn beides das Gleiche ist, oder auch nur ähnlich), aber Angst vor Gefühlen nicht. Angst sich nicht verteidigen zu können logisch, aber nicht nachvollziehbar ;-).

Wie soll man sich je verteidigen können, wenn man keine Übung hat? Kein Training, um es mal praktisch auszudrücken.

Angst zu versagen, in Dingen die man nicht kennt... wie soll man etwas kennen lernen, wenn man es vermeidet, wenn man sich versteckt. Angst sich rechtfertigen zu müssen, Angst Verantwortung übernehmen zu müssen... wie soll man jemals lernen, dass Verantwortung zu haben nichts schlechtes ist, auch schön sein kann, wenn man sich von missglückten Versuchen abschrecken lässt. Versuche, die man aufgegeben hatte, weil sie anstrengend waren?! Angst vor Liebe weil sie verletzbar macht.

Wie wäre mein Leben, wenn ich keine solche Angst hätte? Wär ich glücklicher? Erfolgreicher? ... Interessanter?

Und wie soll ich das rausfinden, wenn ich es nicht riskiere, wenn ich meine Angst überwinde??