Apokalyptische Endzeitstimmung
Musik: Noir Désir - Si rien ne bouge
Gerade hat sich meinereiner ein Filmchen Pro Contra gegen Fliegen angesehen. Und ich muss sagen, ich bin für die Vernichtung von Fliegen, die stören mich und heute habe ich doch glatt 4 ermordet, plus eine Stechmück *wahahaa*.
Nungut, ... da ich nun zu dem Schluss gekommen bin, dass ich selbst niemals fliegen werde (glücklicherweise befindet sich meinereiner ja in der äußerst glücklichen Lage die Geschichte fast vor der Haustür zu haben *yeha*), werde ich nun meine Meinung kundtun, die heißt ... Jein
Also einerseits ... Fliegen für jeden noch so kleinen Dreck, hier und da ein olles Luxus-Sauf Urlaubchen, das muss nicht unbedingt sein, da aber Fliegen nur 3% der Treibhausgase ausmacht würde ich dazu sagen ... ich weiß es nicht.
Hier mal die Pro Argumente aus dem Beitrag:
- Kultur verpasst
- Leere Flieger sind nicht umweltfreundlich (irgendjemand fliegt immer)
- (jetzt hab ich sie vergessen)
- Ah, die Menschen verstehen sich untereinander nicht, weil sie die Kulturen nicht kennenlernen
- und irgendwo hab ich mal gehört, dass es umweltfreundlicher wäre, wenn einige Länder von Tourismus leben als von was anderem
(alles andere hab ich vergessen)
Hier nun die Contra Argumente: Tädäääh
- Die fliegen so hoch, das ist schädlicher als hier Dreck in die Luft pusten (sagen die)
- "Nur 3%" ... aber irgendwo leppern die sich dann doch zusammen 100cent ergeben auch einen Euro
- Weil das so billich ist, fliegen die heute so oft ;)
- Es ist "unfair" dass Fliegen so begünstigt wird (steuerlich, Subventionen)
- aus einem Kommentar: Womit hat der gemeine Deutsche verdient sich die schönen Flecken der Erde anzusehen wogegen die permanent von uns ausgebeuteten Länder und ihre "Insassen" teilweise direkt hinter der Fassade unseres schönen Urlaubs im wahrsten sinne des Wortes ... "verrotten" ...
Ich mein jetzt ... Ah, fuck "Zivilisation" alles scheiße, dreck Globalisierung, scheiß alles *lol*
Nein, so meinte ich das eigentlich nicht. Ich meine nur ... allgemein müssten wir verantwortlicher mit unserer Erde umgehen. Was nützen Arbeitsplätze, Geld, Kultur, wenn alles dabei ist Unterzugehen. Kann ich mir die "Einzigartigkeit" Amsterdams (keine Ahnung, gibt es das so nochmal?) ansehen, wenn sie schon im Meer versunken ist (mit einer Sauerstoffflasche natürlich *wahaha*)?!
Ich find es sowieso viel spannender mit dem Fahrrad zu fahren, oder sich ein Ziel zu erwandern... ein Gefühl der "Selbstverwirklichung" ist das.
Und überhaupt ... das was wir als "Lebensstandart" ansehen ... muss das wirklich Lebensstandart sein?! Wir sind Gewohnheitstiere und genauso gut wie im angewöhnen sind wir auch im abgewöhnen ... äh nein ;), aber es ist möglich. Es sollte sich einfach in ALLEN Köpfen festigen, dass es sehr viel wichtigeres gibt, als das was wir als wichtig ansehen. Das Leben wäre wirklich sehr viel schöner, gäbe es gewisse Erwartungen, Statussymbole und sonstwas nicht ...
Und wieder frage ich mich, ob mein Berufswunsch der richtige ist ... kagge.

Es wird ja immer argumentiert, diese Laender leben vom Tourismus. Gaaaanz frueher, als es diesen Massen und Wahnsinnstpurismus, mit den Riesenhotelanlagen, Vergbuegungsparls etc. noch nicht gab, da lebten die Menschen dort auch. Sie waren wohl Bauer, Fischer, Handwerker und aehnliches.
Heute sind sie Kellner und Zimmermaedchen.
Ob das alles so toll ist, ich weiss es nicht.
Mir gefaellt deine Einstellung von der Selbstverwirklichung, mit dem Fahrad und erwandern.
Welchen Berufswunsch meintest Du denn jetzt? Modedesignerin, oder Filmemacherin bei einem Tanztheater?
Dein letzter Absatz, da ist sehr viel wahres dran. Wir koennen mit so wenig auskommen und leben..und doch haetten wir dann noch oft mehr als genug.
Diese Besaeufniss Urlaube, ja sie sind Zerstreuung, Flucht vor unserem Alltag und den Realitaeten, weil man vielleicht mangels Statussymbolen auf der Strecke bleibt, damit sein Schwierigkeiten hat. *huestel*
liebe Gruesse :-)
Also ich denke, wenn diese Länder, die wir heutzutage als Terroristen, ääähm, Touristen besuchen, nicht zu Tourismusländern gemacht worden wären, dann ... ääh, hätten sie sich so weiter entwickelt, wie es öhm, hätte sein sollen, oder anders. Jetzt sind da die Strukturen tourismisiert *lol* und das müsste erstmal wieder umgestellt werden. Und wenn die Amerikaner ihre Finger mit im Spiel haben, dann würden die ach so schönen (ich stell mir das grausam vor, was ist das denn für ein Urlaub ... okeh, ich bin auch fast nur Campen gewöhnt *hehe*) Hotels möglichst medienwirksam in die Luft gejagt (da kommt dauernd diese Doku auf ... NTV, oder so, ich könnt jedes mal *grrrr* wenn ich das sehe). ;)
Leben könnten die Leute da ganz sicher von was anderem, aber bestimmt nicht von heute auf morgen (glaube ich zumindest).
Wozu gibt es denn So lustige Schiffchen?! Nungut, so sehr umweltfreundlich ist das nu auch wieder nicht ... aber wer will schon nach Amerika ... da ist mir alles zu groß *hehe*.
Gibt es da nicht irgendwelche Fahrräder, mit denen man übers Wasser fahren kann? Nungut, aber davor hätte meinereiner dann doch zu sehr Angst (wenn ich einen Wal sehen würde ... allein, weil der so groß ist, phöse sind die ja nicht ... aaaah *sterb*)
Wirtschaftlich gesehen, ist es zum Beispiel in Teilen Afrikas so, dass viele Menschen von der Huehnerzucht und Verkauf leben. Die EU gibt Zuschuesse auf unsere Huehnerteile, so dass sie nach Afrika exportiert werden und dort billiger verkauft werden koennen, als einheimische Ware.
Genauso ist es mit dem Zucker, es ist ein schweres Leben, in den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten, aber es ist oft die einzige Einkommensquelle fuer die dortige Bevoelkerung.
Bisher war es so, dass es hier Zuckerrueben in Qualitaet A, B und C gibt. Es sind aber immer die gleichen Zuckerrueben. Die Bauern hier bekamen da garantierte Preise fuer. Deshalb ist unser Zuckerpreis mit der hoechste Weltweit. Aber die Zuckerrueben die zu Kategorie C gemacht wurden, sie werden vom Staat subventioniert und ins nichteuropaeische Ausland exportiert. Dort wird der deutsche Zucker konkurrenzlos billig dadurch angeboten. Macht den einheimischen Produkten Konkurenz.
Oder die Blumen, Nelken, Rosen und soweiter..die hier im Winter angeboten werden, sie werden teilweise, aus Suedamerika hergeflogen.
Dort werden sie teilweise in Gewächshäusern gezogen.
Da wird mit Gift gespritzt, und die Arbeiter muessen sie weiter ernten, obwohl Pestizide und aehnliches im Raum ist.
So werden dort viele Menschen krank, nur weil sie, um zu ueberleben, dort arbeiten muessen.
Das viele Kinder nicht zur Schule gehen koennen, weil sie fuer den Unterhalt der Familie sorgen muessen, fuer uns Schuhe, Tshirts, und soweiter naehen bzw. herstellen, davon
brauche ich Dir, glaube ich, nichts erzaehlen.
Es laeuft halt vieles verkehrt..
Es wird sich aber alles aendern, wenn du Biobaeuerin bist..auf jeden Fall traegst Du dann nicht dazu bei..*lach*
liebe Gruesse
Und wir ordern unser Hünchenzeugs aus Brasilien ... na das nenn ich mal effektiv *lol*. So ist das ja auch mit der Kleidung. Vonwegen Rot-Kreuz Container. Eigentlich tut man damit nicht wirklich gutes, da unsere alten abgetragenen Sachen da auch noch verkauft werden. Zwar billig, aber dann wird die "einheimische" Kleidung nicht mehr gekauft. Wir schicken unsere alten abgetragenen *lol* (oder auch nicht getragenen, weil gekauft und nicht gefallen *hehe*) nach Bosnien zu Freunden ... die verteilen das dann überall, so ganz kostenlos ... oder sie tauschen?! Die tauschen da sehr viel. Ich find das besser als Geld :).
Das nennt man dann Globalisierung ... ich schätze mal, wenn man das was hier hergestellt werden kann auch hier verkaufen und nicht von anderswo einfliefen lassen würde, nur weils billiger ist und irgendjemand nicht ne goldne Nase dran verdient, dann könnten sich viele es auch leisten "einheimisches" zu kaufen (es sei denn hier wird irgendwann auch für so einen Niedriglohn geackert). Es gäb ja dann sicher weniger Arbeitslose und so ... blah. Das System ist einfach bescheiden. Hauptsache ein paar wenige verdienen dran. Pah!
Und unsere netten Chemiekonzerne verkaufen da das Zeug, das hier verboten ist ... komischerweise interessiert keinen, dass doch wieder alles zurück kommt.
Ich hab da ja mal den Bericht über Baumwollherstellung und Verarbeitung gesehen. Grausam ... dass Menschen sterben müssen, nur damit wir, die sowieso von allem zu viel haben, uns auch noch möglichst billige T-Shirts kaufen können. Ich wollte mir mal auf ein H&M T-shirt schreiben: "This Shirt Kills People" ... jetzt hab ich aber kein unbedrucktes mehr, mist. Aber kaufen werd ich jetzt nicht mehr da.
Ich könnte ja auch Modedesignerin werden und meine Klamotten anders herstellen lassen ... *hach*. Das ist grausam. Einerseits will ich lieber Biobauerin *g* werden, aber andererseits ... wenn ich mir dann meinen Burdazeitschriftenstapel ansehe ... dann doch wieder nicht *jammer*.
Na ja, mal sehen, was ich tue ... auf jeden Fall werd ich die Welt verbessern, egal wie ;)
Liebe Grüße