Schmunzelblog

22.05.2010 um 15:00 Uhr

bloß

von: Phips   Kategorie: Schmunzelgedichte   Stichwörter: Gedicht, Humor, nackt

du bloß
bloß
ich ganz
nackt

ich
steh dazu

copyright: BennoP

01.04.2010 um 19:10 Uhr

Die Wampe des Herrn Lampe

von: Phips   Kategorie: Schmunzelgedichte   Stichwörter: Ostern, Gedicht, Hase, Eier, Fest, Nest, Lampe, Wampe, Stress, Braten, Topf

Foto: Iurii Konoval

Wenn Ostern an die Türe klopft,
dann jedem schon der Speichel tropft.
Es freu'n sich alle auf das Fest,
auf's Suchen nach dem Osternest.

Nur einer sorgt sich um die Wampe,
man nennt ihn gerne Meister Lampe.
Der Eier wegen Stress im Kopf,
graut's ihm vor dem Bratentopf.

 

24.01.2010 um 16:09 Uhr

Auf dem blauen Sofa

von: Phips   Kategorie: Schmunzelgedichte   Stichwörter: Katze, Sofa, blau, Po

Das blaue Sofa

Das Sofa blau,
ich lieb es so,
mit sag Miau
und streck den Po.

28.11.2009 um 18:22 Uhr

Adventszeit im Keller

von: Phips   Kategorie: Schmunzelgedichte   Stichwörter: Klub, Disko, Weihnachten, Advent, Keller, Studentenklub

Ich arbeite nebenher seit vielen Jahren in einem Studentenklub. Zur einer der vielen Weihnachtsfeiern habe ich ein Gedicht geschrieben, in dem der Gast mal nicht König ist. Und sei es auch der Weihnachtsmann.

Zur Erklärung sei noch gesagt, dass der Klub im Volksmund schlicht "Der Keller" genannt wird, was mit seiner Unterbringung in einem Kellergewölbe zusammenhängt.
Das Gedicht geht die verschiedenen Dienststationen im Klub durch, wobei GS die Abkürzung für Gläsersammler ist.
Na ja, dann vergnügt euch mal im Keller:


Advent, Advent, der Keller brennt,
weil jeder ins Gewölbe rennt.
Die Party ist in vollem Gange,
die Gäste bleiben viel zu lange,
doch manchem Mitglied reicht das nicht,
es wartet auf das Sonnenlicht.

Die Einlasser, die müssen frieren,
drum prügeln sie schon vor den Türen,
so bleibt man warm und noch viel schneller,
treibt man die Gäste aus dem Keller.
Doch schimpfen muss man auf die Frauen,
die darf man leider nicht verhauen.

Im Winter gibt es viele Jacken,
sind dick, und fettig auch im Nacken,
da schimpft nun das Gardrobenkind,
schickt laute Flüche in den Wind,
wenn viele Jacken es bedrängen,
könnt es den nächsten Gast erhängen.

Am Tresen gibt es kühles Bier,
drum ist auch mächtig Stimmung hier,
und in den frühen Morgenstunden
vergisst man gerne hier den Kunden,
nun gib den großen Stiefel her,
bedient euch selbst, ich kann nicht mehr.

Der Barfrau fehlt´s nicht an Getränken,
doch viel mehr gibt´s nicht zu verschenken,
wer sich ein Lächeln hat versprochen
und ist noch nicht zu Kreuz gekrochen,
dem wird schon bald ganz klar bewusst,
ein Gast ist für die Barfrau Frust.

Und ist er grade noch am Grübeln,
ob er´s der Barfrau soll verübeln,
da kriegt er von der Seite Schläge,
steht dem GS extrem im Wege.
Und seinen Hunger muss er schlucken,
die Küchenfeen sich sonstwo jucken.

Will er beim DJ sich was wünschen,
wird dieser ihm die Nase tünchen
und sagen: geh doch, wo du wohnst,
damit du mich mit das verschonst.
Die Musi ist verdammt verschieden,
von allem, was die Gäste lieben.

Nun, Weihnachtsmann, du kannst dir denken,
das du uns gerne darfst beschenken,
doch hast du keinen Ausweis hier,
dann bleibst du draußen vor der Tür!

01.10.2009 um 10:54 Uhr

Nachbars Kaninchen

von: Phips   Kategorie: Schmunzelgedichte   Stichwörter: Gedicht, Schäferhund, Hund, Kaninchen, Garten, Tod, Pfeife

Foto: Nikolai Tsvetkov

Herr Hase sitzt in seinem Garten,
Beschienen von der Sonne Licht,
Wohl hinterm Haus will er erwarten
Der Woche Ende ohne Pflicht.

Zu seinen Füßen schläft besonnen,
Ja friedlich gar in seiner Pracht,
Obgleich noch nicht der Tag verronnen,
Sein Schäferhund, als wär es Nacht.

Herrn Hases Hand in sanften Kreisen
Dem Hasso übern Nacken kraucht,
Die andre lässt er nicht verwaisen,
Mit der er still sein Pfeifchen raucht.

So geht es Stunden, bis dem Hunde
Der Schlaf von seinen Gliedern fällt,
Er reckt und streckt sich, läuft ne Runde,
Sodann er einmal kräftig bellt.

Schnüffelnd stiehlt er sich von dannen,
Mit Schwanzes Wedeln er markiert
Die Gartengrenze bei den Tannen,
Herr Hase ahnt nicht, was passiert.

Da! Nun ist der Hund verschwunden!
Hassos Herrchen ist entsetzt.
Hase leidet Schrecksekunden,
Ist er übern Zaun gehetzt?

Hasso! ruft er seinen Köter
ein- und zwei- und noch einmal,
Flucht auf diesen Schwerenöter,
Der bereitet solche Qual.

Hase wollte schon ermüden,
Doch endlich sieht er voller Glück
Aus Nachbars Garten seinen Rüden,
Der reuig kehrt zu ihm zurück.

Herr Hase spürt die Wut verhallen,
Als er sich nach der Pfeife bückt,
Die ihm aus seinem Mund gefallen,
Als der böse Hund entrückt.

Macht sich bereit ihn zu empfangen,
Den Hasso, der in voller Jagd
Gelaufen kommt, doch oh welch Bangen,
Als Hase sich die Frage fragt:

Was trägt er da, was muss ich wähnen?
Ich seh es doch in seinen Zähnen!
Zwei lange Ohren gar nicht munter
So hängen sie zur Erde runter,

Aus Hassos Maul, der Übeltäter,
Herr Hase schimpft ihn: Du Verräter,
Was mir jetzt von Herrn Hammer droht!
Doch es versteht nicht seine Not

Der Hund, der folgsam apportiert
Nur heimlich, still und leise giert
Nach des Kaninchens zartem weißen
Fleisch, derweil beginnt zu gleißen

Die Stirn von unserem Herrn Hase,
Verzweifelt reibt er seine Nase,
Weil er so gar nicht auf die Schnelle
Sich Rat weiß, hört nicht das Gebelle,

Denn während er den Hund versohlt,
Nur langsam, kriechend sich erholt
Sein arg gestresster Sachverstand,
Doch schließlich schmerzt ihn seine Hand.

Er lässt sich auf die Knie nieder,
Nicht um zu beten, nein schon wieder
Fiel seine Pfeife in die Wiese,
Zum Denken aber braucht er diese.

Sag ich’s oder sag ich’s nicht
Herrn Hammer, wenn er zu mir spricht?
Soll ich vielleicht zu ihm gehen?
Am besten lass ich mich nicht sehen.

So grübelt er, es dunkelt bald,
Er fühlt sich alt und ihm wird kalt,
Dann fasst er schließlich den Entschluss,
Weil er sich doch entscheiden muss,

Er trägt’s Kaninchen ohne Graun
an seinen Ohren zu dem Zaun,
Steigt rüber in des Nachbars Garten,
Herr Hammer wird ihn nicht erwarten.

Zufrieden und mit einem Lächeln
Kommt er von seiner Tat nach Haus,
Vom Bett aus hört er Hasso hecheln,
Und knipst beruhigt die Lampe aus.

Am andern Morgen winkt Herr Hammer
Ihm freundlich zu und lacht sogar
Und lädt ihn ein in seine Kammer,
Da hat er eine kleine Bar.

Herr Hase, es ist kaum zu glauben,
Was ich Ihnen erzählen will,
Doch würd ich es mir nicht erlauben,
Zu scherzen, wär es auch April.

Bei den Karnickeln, die wir haben,
Fand ich heut Fritzi tot im Stall,
Den hatt ich gestern schon begraben.
Das Pfeifchen fällt mit lautem Knall.

18.07.2009 um 06:40 Uhr

Allein

Foto: Geanina Bechea

Jetzt habe ich Dich endlich doch noch gefunden,
nun bin ich wohl nie mehr mit mir ganz allein.
mit Dir bin ich immer und ewig verbunden,
Du wirst mir Hilfe und Trost immer sein.

Denn Du kannst mir schließlich die Langweil vertreiben,
wo immer ich weile, egal welcher Ort,
ich musste ja in Deinem Netz hängen bleiben,
Du hast bei Trauer das richtige Wort.

Und habe ich Sorgen, die mir ganz alleine
zu groß wohl erscheinen, so denk ich an Dich,
und ich in die reizenden Hörmuscheln weine,
Du schenkst Gehör mir, oft rettest Du mich.

Und habe ich mitteilenswerte Gedanken,
Erlebnis, mag gut oder böse es sein,
erfühle, ertaste Dich ganz ohne Schranken,
Du bist mein Handy, lässt mich nie allein.

07.06.2009 um 16:48 Uhr

Hochsprung

von: Phips   Kategorie: Schmunzelgedichte   Stichwörter: sonnen, Sonne, springen, Flummi

Foto: artenot

Es war von weißem Gummi
einmal ein kleiner Flummi,
der sprang, so hoch er konnte
weil er sich gerne sonnte.
Er bräunte sich voll Stolz,
derweil er fröhlich schmolz.

04.04.2009 um 19:37 Uhr

Fliege im Salzberg

von: Phips   Kategorie: Schmunzelgedichte   Stichwörter: Gedicht, Fliege, Salz, Wasser

Die Fliege im Sazberg (Foto: Subbotina Anna)

 

Ich wollte einst was Gutes essen
und stellte auf den Herd den Topf,
viel Wasser, fast hätt ich´s vergessen,
das Salz, wo hab ich meinen Kopf.

Ein wenig hab ich übertrieben,
die Nudeln schmeckten nur nach Salz,
bevor sie alle übrig blieben
ein Glas mit Wasser für den Hals.

Doch als ich gerade trinken wollte,
da sah ich, wie im Glase schwamm,
´ne Fliege, die nur kurz noch tollte,
dann wurde es ihr doch zu klamm.

Zunächst war ich ein bisschen wütend,
was sie in meinem Glase trieb,
doch über ihren Unfall brütend,
gewann ich schnell sie wieder lieb.

So fischte ich sie aus dem Wasser,
behutsam dann auf meinem Tisch
behäuft ich sie, die immer blasser,
mit Salz nun ganz verschwenderisch.

Als dieses nun der guten Fliege
die Tropfen aus den Ohren zog,
verließ sie bald die Krankenliege
und kurz darauf sie wieder flog.

Nach dieser Freude ich entfernte
den Salzberg von des Tisches Rücken
mit wasserfeuchtem Lappen, lernte
das Salz und Wasser mich entzücken.