Schmutzhöhe

18.04.2018 um 21:35 Uhr

Schufa, Selbstauskunft, Einkommensnachweise

Stimmung: total kotzig
Musik: https://www.youtube.com/watch?v=Pai1dWcZIek

Mittwoch.

Die Bestellung beim Universum hat funktioniert. Ich bekam heute einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung (quasi drei Straßen weiter von Jüngstem entfernt). Obwohl mir die Kollegen heute noch sagten, dass ohne Schufabonitätsauskunft + 3 Monatsgehaltsabrechnungen + der Selbstauskunft kaum ein Termin zu bekommen sei.  Dann kam aber trotzdem diese email. Eigentlich zu perfekt um wahr zu sein. Jetzt habe ich schon Bedenken, dass irgendwas mit der Wohnung nicht stimmt und mein Jüngster hat auch behauptet die Wohnung stünde schon seit Januar im Internetimmobilienportal. Teuer ist sie auch.

Ich habe den Termin jetzt trotzdem fix gemacht. Werde wenn es nicht anders geht dann eben nur mit Schwiegertochter dort auftauchen. Mein Jüngster bekommt bis zum Vaterurlaub keine Stunde mehr frei und die machen ihn im Betrieb gerade fertig deswegen.

Damit beim Termin nix schiefgeht habe ich meine Gehaltsabrechnungen der letzten 5 Monate kopiert, die Selbstauskunft ausgedruckt und den Eintrag bei der Schufa angefordert. (boah 29.95€). Hab dann meinen Jüngsten angerufen und ihm gesagt, dass er es mir gleichtun muss, da ich ja nur als Bürge auftauchen möchte. Der war dann nur angenervt und ich frage mich gerade ernsthaft, ob er dieser Aufgabe überhaupt gewachsen ist.

Das Gespräch mit ihm war leider sehr enttäuschend. Ich bin traurig.

Stimmungsmäßiges Abkotzen ist mal wieder angesagt. Die ganze Sache bereitet mir schlaflose Nächte. Mir geht das viel zu sehr an die Substanz. Ich möchte von ganzem Herzen, dass sie es schön haben, wenn das Kind da ist … mein erstes Enkelkind. Ich kann die beiden doch nicht einfach so laufen lassen und nichts tun, ich sehe ja, dass sie es nicht hinbekommen, und „nein“ bitte jetzt nicht schimpfen und sagen, ich soll sie doch erst mal machen lassen, dazu ist keine Zeit mehr, das geht nicht, nicht so, sie brauchen wirklich Hilfe.


Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSweetFreedom schreibt am 18.04.2018 um 22:22 Uhr:Hi,
    das ist doch total richtig und normal, daß Du den beiden hilfst.
    Heutzutage ist alleine die Ahnung eines Kindes für viele Vermieter schon ein Grund, zurückhaltend zu reagieren. Klar, haben die das Sagen, aber wenn jeder Vermieter nur noch gutsituierte Pärchen mit doppeltem Einkommen möchte, wo wohnen dann die Familien, die sich kein Haus leisten können? Wir haben in den letzten Jahren so oft Sätze gelesen wie "diese hübsche Fünfzimmerwohnung reicht gerademal einem Pärchen geradeso" oder ähnliches...

    Was kann man machen? Wie gut seid Ihr vernetzt? Gibt es große Firmen in der Nähe? Manchmal haben die interne Börsen für Wohnungen.
    Baugenossenschaften... Diese Mitgliedschaften brauchen Zeit, die Gesellschaften sind aber eventuell fairer als private Vermieter.
    Todesanzeigen studieren und Beziehungen spielen lassen? Klappt eher im Dorf als in der Stadt.
    Ist jemand im Bekanntenkreis gerade am Suchen oder Ausziehen, wie sieht die Wohnung aus und könnten sie als Nachmieter in Frage kommen?
    Aus der Erfarung raus kann ich nur sagen: Möglichst eigenen Suchauftrag einrichten, sofort sich melden wenn eine Wohnung reinkommt die paßt (und sich mit einem persönlich formuliertem Text von anderen abheben), alle Unterlagen direkt zur Besichtigung mitnehmen und abgeben, alle weiteren Anfragen sofort beantworten. Frühestmögliche Termine zu Besichtigungen bevorzugen, wenn man die Auswahl hat. Na ja, nicht im Jogginganzug auftauchen... ist klar.

    Ich finde die Vorstellung, kurz vor Entbindung umzuziehen genauso furchtbar wie die, direkt danach umziehen zu müssen. Habe aber gerade von einer Kollegin gehört, daß ihre Tochter einen Tag vor Entbindung umgezogen ist. Das ist nicht ideal, aber es geht auch irgendwie.
    Es wird sich alles finden. Sie werden es schaffen. Und wenn die richtige Wohnung "zu spät" auftaucht, kannst Du ja auch dann noch helfen. Ich wünschte, meine Mutter hätte sich überhaupt Deine Gedanken gemacht...

    Natürlich wünscht man jedem ein gemütliches Zuhause, gerade in der Nestbautriebzeit, aber sie kriegen das auch so hin!
    Am Ende wollen sie ja auch etwas finden, das sie nicht schon wieder nach drei Monaten verlassen müssen, weil die Mängel untragbar werden. Man wünscht sich ja etwas, was vielleicht auch für ein Kleinkind oder Schulkind noch gut passen könnte...

    Drücke die Daumen.
    Liebe Grüße
    S.F.

  2. zitierenGummibaum schreibt am 18.04.2018 um 22:44 Uhr:Oh man Sweety, jetzt bin ich am heulen, Daaaaanke!
  3. zitierenGummibaum schreibt am 18.04.2018 um 22:48 Uhr:Ich werde versuchen alles herauszufinden was machbar ist. Vernetzung und Freunde, die sind gerade selber in Familienneufindungsphase. Die geben schon Tipps aber jeder Fall ist irgendwie anders...
    Egal..alles wird gut! Muss!
    Danke!

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