Stimmung: müde, aber gut
Musik: Omnia: Mabon
Yay. Achteinhalb Seiten Hausarbeit in zwei Tagen. Ich find mich gerade gut. Wenn ich in dem Tempo weitermache, ist das Teil tatsächlich am Freitag abgabefertig. Und dann heißt es, wenn dieses Semester alles gut gelaufen ist: Nie wieder Hausarbeit! (… Schalalalala!) Boah, wär das geil. (Dass ich dann immer noch eine Magisterarbeit zu schreiben habe, verdräng ich jetzt mal gekonnt.)
Es ist auf jeden Fall immer wieder interessant, was man alles tut, wenn man eigentlich Uni-Kram erledigen müsste. Den Großen Frühjahrsputz™ erledigen, zum Beispiel. Das Zimmer neu dekorieren. (England-Bilder! Thiiii!) Die Festplatte aufräumen. Mal wieder bloggen. (
) Das mit dem Frühjahrsputz war allerdings wohl doch etwas voreilig, denn heute hatten wir den halben Tag lang Schneegestöber. Mein Fenster sieht aus wie Sau, aber zwischendurch sah’s sehr hübsch aus draußen. Auch wenn so ein Wintereinbruch drei Tage nach meteorologischem Frühlingsbeginn erstmal ein „WTF?“ als Reaktion hervorruft.
Aber egal. Irgendwie passte es ja auch, schließlich hab ich heute Winter-Essen gekocht. Nachdem ich endlich mit „Die Einkaufsrevolution“ durch bin (oder so gut wie, der Anhang kommt noch), habe ich mir nämlich vorgenommen, zumindest ab und zu mal die Ratschläge in Sachen Ernährung zu beherzigen: Bio. Lokal. Saisonal. Letzteres stellte mich zunächst vor die Schwierigkeit, dass ich, obwohl halbes Landkind, nicht wirklich viel Ahnung von Obst- und Gemüse-Saisons habe. (Gibt’s den Plural von Saison überhaupt? Egal.) Also suchte ich und fand auch ziemlich schnell: Bei Greenpeace kann man sich einen gar wunderbaren Erntekalender runterladen. Den stöberte ich dann mal durch und stellte fest, dass es mehr Winter-Lebensmittel gibt als ich geahnt hatte. Nur waren viele davon entweder nicht für allein lebende Menschen mit Mini-Küche ohne Gefrierschrank geeignet (Grünkohl, Wirsing, Steckrüben), ergaben beim besten Willen keine warme Mahlzeit (die Salat-Fraktion) oder waren mir unbekannt. Joa. Letzteres kann man ändern, beschloss ich. Stellte sich nur noch die Frage, mit was ich anfangen sollte. Die Wahl fiel auf Pastinaken.
Und deshalb gab es heute bei mir eine winterliche Gemüsepfanne mit Pastinaken, Karotten und Porree / Lauch. Im echten Rezept stehen Lauchzwiebeln, aber ich hatte gerade noch einen Rest Porree rumfliegen und außerdem ist der – im Gegensatz zu Lauchzwiebeln – Wintergemüse. Heh. Also: Man nehme für eine Portion:
2 Pastinaken
1 Karotte
½ Stange Porree
so circa 50-60g Reis (oder wie viel ihr auch immer dazu essen wollt)
½ Tasse Gemüsebrühe
Öl
Salz, Pfeffer, Curry, Zucker

Pastinaken und Karotten werden geschält, der Porree geputzt und alles in kleine Stücke geschnippelt. Dann ein bisschen Öl in die Pfanne, die Gemüsestücke drin anbraten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Einen halben Teelöffel Zucker dran und Gewürze, so viel man halt mag, ca. 10 Minuten köcheln lassen, eventuell noch mal Wasser nachgießen, wenn die Brühe zu schnell verkocht. Den Reis kocht ihr nebenbei ganz normal. (Wie das geht, muss ich hoffentlich nicht erklären, oder?)
Das war’s schon. Fertig!

Nachdem ich irgendwo gelesen hatte, Pastinaken schmeckten nach einer Mischung von Karotten und Sellerie, war ich ja doch ein wenig misstrauisch gewesen, gebe ich zu. Denn während ich Karotten recht gerne mag, hasse ich Sellerie wie die Pest. Aber: Fehlalarm. Pastinaken schmecken ähnlich wie Karotten, von Sellerie keine Spur. Und die Gemüsepfanne ist wunderbar lecker, ooooh ja. Die wird’s noch öfter geben.
Und weil’s keinen eigenen Eintrag lohnt, noch ein paar Links zum Nachtisch:
Da hätten wir zuerst mal Omnia. Eine grandiose Paganfolk-Gruppe aus den Niederlanden. Die Leutchen machen keltische und keltisch angehauchte Musik aller Art, die teilweise auch an Mittelalter-Bands erinnert. (Mich jedenfalls.) Unter „Downloads“ findet ihr verschiedene Hörproben zum Anhören und Speichern. Ich empfehle vor allem „Wytches Brew“, eigentlich aber alles außer „Dil Gaya Remix“ und „Get the Halfling“.
Und dann sind mir beim Aufräumen der Festplatte noch zwei Videos in die Hände gefallen, die ich damals™ in Morecambe vor dem Kate-Rusby-Konzert gedreht, aber nie irgendwo gepostet hatte. Also hole ich das mal nach:
Numero 1
Numero 2