Idiotie im Supersparangebot - Zwei Aufreger zum Preis von einem!
Stimmung: Head meet Desk
Musik: Blind Guardian - Into the Storm
Shieldmaiden sollte einfach keine Nachrichten gucken. Seht selbst, was passiert, wenn sie es tut:
Shieldmaiden geht im Internet zur Seite der Tagesschau und findet dort einen Beitrag zum Aktionsplan „Fit statt fett“. Nach kurzer Zeit erscheint auf dem Bildschirm die tolle Lebensmittel-Kennzeichnung von Sainsbury’s.
Shieldmaiden: Squeeee! ![]()
Wenig später erscheint Herr Seehofer und lehnt diese Kennzeichnung ab, weil er, Zitat der Tagesschau-Sprecherin, „auf den mündigen Verbraucher“ setzt. Er selbst sagt: „Wir wollen auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger rumlaufen, als Besserwisser, sondern das Ziel einer gewissen Lebensqualität durch eigenverantwortliches Verhalten der Menschen erreichen und zu diesem eigenverantwortlichen Verhalten gehört immer wieder Aufklärung, Information und Zusammenwirken.“
Shieldmaiden unterbricht die laufende Sendung für ein paar Rückfragen an den Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Sehr geehrter Herr Seehofer!
Bisher hatte ich in Debatten um die Gesundheitsreform und ähnliches meist den Eindruck, einen kompetenten Politiker vor mir zu sehen. Umso mehr erstaunt mich ihre Aussage zum Thema Lebensmittelkennzeichnung. Sie wollen also mündige, informierte und aufgeklärte Verbraucher, die selbstbestimmt entscheiden? Prima, ich auch. Aber können Sie mir vielleicht erklären, wie eine Lebensmittel-Kennzeichnung meine Information und Aufklärung einschränkt? Warum es mir meine Entscheidung erschweren sollte, wenn ich die wichtigen Informationen groß und auf einen Blick geliefert bekomme statt im Kleingedruckten auf der Packungsrückseite oder gar nicht? Nein? Hätte mich auch gewundert, denn dieses Statement hat weder Hand, noch Fuß, und schon gar nicht Hirn. Und um ehrlich zu sein, Herr Seehofer, kann ich als mündige Bürgerin mir nur zwei Gründe vorstellen, warum Sie einen solchen Blödsinn öffentlich verbreiten.
Entweder, Ihr Gehalt / Ihre Pension / Ihr nächster Wahlkampf wird von Leuten finanziert, denen gar nicht daran gelegen sein kann, wenn die Verbraucher erkennen können, was sie da eigentlich in sich reinfuttern. Was auch erklären könnte, dass in der Abend-Ausgabe der Tagesschau ihr Statement gekürzt, dafür aber eines der Lebensmittelindustrie ergänzt wurde, das Ihren eigenen in der Grundaussage verdächtig ähnelt.
Aber ich will hier niemandem unterstellen, käuflich zu sein, und halte mich daher an Möglichkeit zwei: Sie merken gar nicht, wie dämlich Ihre Aussage ist. Auch diese Möglichkeit ist nicht sehr schmeichelhaft und fördert das Vertrauen der Bürger in die Politik nicht gerade, aber wenigstens kann ich Ihnen in diesem Fall einen guten Rat geben: Hören Sie einfach mal auf Dieter Nuhr.
Nachdem ihr Professor ihr gestern von einem Youtube-Video erzählt hat, in dem Tony Blair seinem neuen Kollegen Nicolas Sarkozy gratuliert, macht Shieldmaiden sich anschließend auf die Suche danach und wird schnell fündig. Nachdem sie Mr. Blairs Enthusiasmus auf Französisch und Englisch über sich hat ergehen lassen, hat sie auch an ihn einige Fragen. Daher:
Not so dear Mr. Blair,
Having just seen the video of you congratulating Nicolas Sarkozy on his election victory in France, I must say I am a bit surprised that you go as far as to call him not only a good leader, but even a friend. Yes I know that you both share some assumptions about politics, like the desire to cut down social policy and the admiration of the US, but still. Do you hear him talking? Even leaving aside his (in)famous “Kärcher” quote – what about these:
“I never thought that I went too far in using the word ‘scum’ [for young people during the riots].”
(More to be found here. )
You are supporting these? Yes? Well, sorry for expecting common sense from a politician then.

