shine up

16.03.2010 um 15:23 Uhr

leergut

von: taschenlampe   Kategorie: so isses das leben

Stimmung: lächel
Musik: ich genieße die stille


 

Und plötzlich füllt es sich mit Leere.
Manchmal passiert es, wenn ich von einem Fest oder einem Konzert oder einer tollen Veranstaltung nach Hause gehe, wird es binnen Sekunden still um mich herum und in mir. Plötzlich scheint alles ganz weit weg zu sein.
Alles was mich wenige Minuten zuvor noch hochgepuscht hatte und mir wahre Endorphinschübe verursachte, verschwindet wie mit den Fingern ausgeschnipst hinter einer Nebelwand. Gedämpft. Gedämpft im Ton. Gedämpft in den Farben. Gedämpft im Fühlen.
Ich fühle mich lasch, obwohl ich nicht müde bin. Ich fühle mich satt, obwohl ich gar nichts gegessen habe. Ich fühle mich schwerelos, obwohl ich fest auf dem Boden stehe. Unwirklich ist alles.
Nicht, dass ich dann unglücklich wäre. Nein, das nicht. Aber ein kleines Tränchen der Wehmut hält sich verkrampft im Augenwinkel fest. Ein Tränchen der Vergänglichkeit? Ich lausche in mich hinein. Fühle den Abend oder den Tag, das zuvor Erlebte nach. Fühle nochmal die knisternde Spannung, vielleicht das Zittern um etwas, das Mitfiebern oder einfach nur den Genuss klangvoller oder mitreißender Musik, die Farbenpracht fantastischer Bilder nach, bekomme noch einmal Gänsehaut am ganzen Körper, die mich erschauern lässt.
Und dennoch... ich fühle, wie sie mich umschleicht. Sie fängt mich ein. Sie umschließt mich. Diese Leere - sie fühlt sich nicht gut an und auch nicht schlecht. Sie ist nur da. Sehr ausdrucksstark. Und sie füllt sich langsam.
Nein, es geht mir nicht schlecht dabei. Im Gegenteil. Es fühlt sich ja nur nach einem schönen Erlebnis so an. Vielleicht geschieht das auch nur ob des Wissens, dass sich so stark beeindruckende Momente niemals wiederholen lassen.

Ich fühle sie dann, begleitet von einem Lächeln und einem Hauch Melancholie.
Leere, gefüllt bis obenhin.

 

12.03.2010 um 18:59 Uhr

turbulenzen

von: taschenlampe   Kategorie: so isses das leben

Stimmung: wir sind in eile...
Musik: das radio dödelt vor sich hin


 

Da steht sie vor mir. Ihre wunderschönen großen funkelnden Augen blitzen mich wütend an! Morgens früh. 6:15 Uhr. Ich sehe ihr an, wie all ihr Unverständnis über das Erzählte, all ihr Zorn über die Ungerechtigkeit dieser Welt, all ihr ungezügeltes Temperament ihre Wangen glühen und ihr Blut fast kochen lässt.
Mit der ganzen Welt würde sie es in diesem Moment aufnehmen, nur um Schandtaten aufzudecken und Gerechtigkeit walten zu lassen!

Irgendwie erinnert sie mich genau in dieser Sekunde an die Zeit, als ich so alt war wie sie jetzt. Fast schon vergessene Zeiten. Turbulente Zeiten.
Muss wohl doch was mit den Genen zu tun haben! ;o)
Noch weiß ich nicht, ob mir das für sie gefällt. ;o)

 

 

24.02.2010 um 19:50 Uhr

unachtsam

von: taschenlampe   Kategorie: so isses das leben


 

Ich war unterwegs an der frischen Luft. Kein Mensch weit und breit zu sehen. Nur ich. Und ein paar Krähen.
Als ich etwas unter meinem Schuh spürte, blieb ich stehen. Ich beugte mich hinunter und sah, dass ich auf ein Pflänzchen getreten war. Klein und zart. So zerdrückt konnte ich nicht erkennen was es für eins ist.
Ich war nicht achtsam. Nun werd ich nie wissen was draus gewachsen wäre. Vielleicht war es ja ein ganz seltenes.
 

 

22.02.2010 um 13:17 Uhr

ersatzbefriedigung...


 

...hat so einen Hauch von

 

"Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach."

 

oder? hm...

 

16.02.2010 um 08:00 Uhr

leuchtkugel am himmel

von: taschenlampe   Kategorie: manchmal...


 

Hat noch jemand diesen Sonnenaufgang heute gesehen?! Bewundert? Bestaunt?

Ich habe selten so etwas Schönes gesehn...

...wie diese überdimensionale leuchtendorange Kugel am Horizont

und hatte leider die Kamera nicht dabei, so wie gestern, aber da war alles neblig-verschneit-verhangen.

Schade.