¡Sí claro!

23.01.2012 um 20:23 Uhr

Wer möchte ein paar Sonnenstrahlen?

Heute gab es bei uns in der Arbeit ein Computerproblem, das ganze Netzwerk war tot. Das ist schlecht, wenn man in einer Bioinformatik Gruppe arbeitet, denn da geht nun mal nichts ohne Computer. Irgendwann kam dann die Nachricht, dass es wohl noch ein paar Stunden dauern würde, das Problem zu beheben, so dass ich unerwartet früh Feierabend machen konnte.

Normalerweise ist es schon dunkel, wenn ich nach Hause komme, aber so konnte ich heute auf dem Heimweg am Strand die Sonne noch genießen.
Und weil ich so ein netter Kerl bin, teile ich das auch gerne mit euch! :)

Die Szene hat wunderbar zu ein paar Gegenlichtaufnahmen eingeladen. Ich hoffe, man kann erahnen, wie wunderbar so ein Januar Nachmittag am Strand in Spanien sein kann, auch wenn es für ein Sonnenbad inzwischen selbst hier zu kalt ist. Aber etwa 15° haben wir allemal noch.

Damit liebe Grüße in Deutschlands Winter. :)

09.01.2012 um 19:46 Uhr

¡Bienvenido 2012 y Feliz Año Nuevo!

Lange her, dass ich was von mir hören hab lassen!

Aber ich war auch den halben Dezember in Deutschland, da kann ich ja schlecht über Spanien schreiben, nicht wahr? :)

Obwohl ich sagen muss, dass es hier auch ganz interessante Weihnachtsbräuche gibt. Da wäre als erstes Mal der Ablauf der Feierlichkeiten. Wie bei uns auch gibt es natürlich die Weihnachtsfeiertage am 25. und 26.12. Was man jedoch nicht kennt, ist ein Heilig Abend wie bei uns üblich.

Der große Tag, vor allem für die Kinder, ist nämlich jetzt gerade erst gewesen: los Reyes Magos, die Heiligen Drei Könige! Erst am 6. Januar kommt es in Spanien zur großen Bescherung. Irgendwie auch logisch, dass die Könige erst die Geschenke mitbringen, war ja auch schon vor 2000 Jahren so.

Das heißt aber auch, dass die ganze letzte Woche noch alles in voller Dekoration stand! Alle Schaufenster geschmückt, überall Weihnachtsbäume und so weiter. Das sieht schon komisch aus, wenn man gerade aus Deutschland kommt, Sylvester hinter sich hat und damit eigentlich im Großen und Ganzen für dieses Jahr mit Weihnachten abgeschlossen hat.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch nachträglich ¡Felizes Reyes!


Auch von der Spanischen Weihnachtslotterie, el Gordo (das heißt auf deutsch der Dicke), liest man in Deutschland ja regelmäßig im Dezember in der Presse. Schließlich ist das die Lotterie mit der höchsten Gewinnausschüttung weltweit! Ich habe mir sagen lassen, dass diese Lotterie besonders in kleinen Dörfern einen ganz besonderen Reiz hat. Hier kauft sich nämlich immer das ganze Dorf alle Lose zusammen. Also jeder ist irgendwie an jeder Nummer beteiligt. Wenn dann einmal die richtige Nummer dabei ist, ist auf einen Schlag jeder im Dorf Milionär. Das stellt so einen Ort natürlich erstmal ordentlich auf den Kopf. 

Aber auch hier in der Großstadt haben wir uns in einer Gruppe von 12 Leuten zusammen getan, und uns eine Hand voll Lose gekauft. Und wer hätte es für möglich gehalten, wir haben sogar was gewonnen! Unser Einsatz lag bei 10 € pro Person, und den haben wir mit einem gemeinsamen Gewinn von 220 € beinahe verdoppelt! Das reicht allemal, um auf den Gewinn zusammen anzustoßen. :)


Und dann hätten wir natürlich noch die katalanische Weihnachtskrippe. Die unterscheidet sich eigentlich gar nicht so arg von den Krippen, die man bei uns kennt, bis auf eine kleine Ausnahme: der Caganer - das kleine Scheißerle - darf nicht fehlen!

Das ist eine Figur, die tatsächlich einfach in die Krippe scheißt, gleich neben dem Stall mit der heiligen Familie! Diese Figur hat hier wohl schon eine 200 bis 300 jährige Tradition, obwohl niemand so ganz genau weiß, wo sie her kommt. Man sagt, sie symbolisert zum einen die Vergänglichkeit, zum anderen aber auch den Kreislauf der Natur, in den der Mensch eingebunden ist.
Neben der traditionellen Figur in katalanischer Tracht stehen heute auch sehr gerne Prominente aus Politik, Sport und Showbusiness für den Caganer Pate. In diesem Jahr zum Beispiel Prince William und seine Frau Kate, der neue Spanische Ministerpräsident Rajoy, oder auch Merkel und Sarkozy. 


Tja, aber jetzt ist auch hier Weihnachten vorbei und das neue Jahr kann kommen! Was es uns wohl bringen mag?

Bei mir wird natürlich die Geburt unserer Tochter über allem stehen! Eine unglaublich spannende Zeit kann ich euch sagen, auch jetzt schon!

Und das wirkt sich natürlich auch auf meinen Aufenthalt hier aus. Zunächst steht wieder einmal die Wohnungssuche an. Zwar noch nicht akut, aber bis Luci und die kleine im Mai oder so kommen, muss ich natürlich ein Nest gebaut haben. Als guter Papa gehört sich das. Und bis dahin möchte ich natürlich auch endlich einen längerfristigen Vertrag in der Hand haben. Mein aktueller läuft bis Ende März, mal sehen, wie es da so weiter geht. Und dann will ich mich dringend um einen Spanischkurs kümmern. Bisher habe ich zwar auch für mich selbst schon einiges gelernt, aber ich muss die Zeit ja nutzen, die ich noch "allein" hier habe. Wenn erstmal ein Kind im Haus ist, hab ich vielleicht nicht mehr so viel Lust, ständig Vokabeln zu lernen. :)


Das waren die letzten Wochen im Schnelldurchlauf! Ich werde euch weiterhin so regelmäßig auf dem Laufenden halten, wie bisher auch. ;)

¡Hasta la próxima!

15.11.2011 um 23:11 Uhr

Nordsee oder Mittelmeer? - Ich nehm beides!

Viele Freunde des hohen Nordens schwärmen ja für die rauhe Natur, die wilde See, wenn wieder mal ein Sturm über das Meer zieht und am Horizont kein Übergang vom Meer zum Wolkenhimmel mehr zu erkennen ist. Eben das pure Gegenteil zu einem Mittelmeerstrand mit warmem, ruhigem Wasser unter strahlend blauem Himmel.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich, obwohl ich durchaus die Schönheit eines solchen Nord- oder Ostsee Tages zu schätzen weiß, diesen niemals einem Tag unter Palmen bei sommerlichen Temperaturen vorziehen würde. - Seit heuge weiß ich, dass das auch gar nicht nötig ist!

Eine steife Briese weht vom Meer her in die Stadt. Dichter Nebel liegt in den Berghängen des Umlandes und wälz sich langsam herunter. Mannshohe Wellen branden tosend an die Küste. Dann öffnet der Himmel seine Schleusen und es scheint, als wäre dies der letzte Tag, für den aller Regen dieser Welt zusammen gesammelt wurde. Alles was Beine hat, sucht Sicherheit und Schutz vor den herabstürzenden Fluten und es man weiß nicht mehr, ob das Wasser gerade von oben, vom Meer oder einfach von überall gleichzeitig kommt. Was nicht niet- und nagelfest ist wird zum Spielball des peitschenden Sturmes ...

Ja, ich gebe zu, ich habe mir die ein oder andere dichterische Freiheit bei diesen Beschreibungen heraus genommen. Aber es kommt dem heutigen Tag trotzdem sehr nahe. Und alle, die eigentlich die wilde Schönheit der Nordsee gegenüber dem mediterranen Flair Spaniens bevorzugen, sind herzlich eingeladen, im Herbst diese Stadt der tausend Gesichter zu besuchen!

27.10.2011 um 23:59 Uhr

Wohnen wo andere Urlaub machen!

Da bin ich mal wieder! Höchste Zeit mich hier wieder zu Wort zu melden, ich weiß!

In meinem ersten Eintrag habe ich von meinem Zimmer erzählt, erinnert ihr euch noch? Das war ziemlich klein. Vor allem hatte ich das aber nur für den September, das heißt also ich bin seither schon umgezogen. Meine neue Wohnung liegt im Stadtteil Poblenou, eine ganz hübsche Gegend. Hier lebe ich jetzt wieder in einer WG, diesmal mit einer Deutschen und ihrer Tochter zusammen.

\"Und es gibt noch eine Mitbwohnerin: Das ist Clea (ich muss zugeben, ich weiß gar nicht genau wie man den Namen schreibt).

Bei der muss man echt auf der Hut sein. Neulich habe ich mir abends eine Schüssel Nudeln gemacht. Ich nehme meistens Essen mit in die Arbeit, das kann ich dort warm machen und ist wesentlich günstiger als die örtliche Kantine.

Die Nudeln standen dann über Nacht in der Küche, leider hatte ich vergessen den Deckel zu zu machen. Tja, als ich am nächsten Morgen in die Küche kam, stand da nichts mehr. Die Schüssel lag auf dem Boden, von Nudeln weit und breit keine Spur!

 

\"Meine Wohnsituation hat sich auch deutlich verbessert. Ich habe sogar einen begehbaren Kleiderschrank!

... Also gut, es ist wieder nur ein kleines Zimmer, in dem mein Schrank und ein kleiner Tisch stehen. Sonst nichts. Aber immerhin geht das Fenster nicht ins Treppenhaus, sondern in einen Innenhof. Das ist doch schon was. Aber kein Bett? Wo schlafe ich denn dann?

Ja, ich war doch nicht ganz flasch gelegen, denn außer meinem Kleiderschrank hab ich noch ein zweites kleines Zimmer! In etwa gleich groß, nur eben mit Bett und Regal anstelle von Schrank und Tisch. Und das Bett ist dieses Mal auch 2m lang. Alles zusammen macht das eine enorme Steigerung im Vergleich zu meinem ersten Zimmer, egal ob man die Größe, das Licht oder den Komfort betrachtet! So kann es weitergehen, wenn ich auch hier wieder gehen werde.

Aber ich muss zugeben, ich vermisse meine Mädels aus der alten WG schon ein wenig. Zum Glück machen wir nach wie vor immer wieder etwas zusammen.

Einer der größten Vorzüge der neuen Wohnung ist natürlich die Lage. Poblenou liegt quasi direkt am Meer. Von unserer Haustüre sind es knapp 5 Minuten in Wasser. Und da mein Büro ja auch am Strand ist, kann ich jetzt immer zur Arbeit laufen. Und zwar am Meer entlang! Jeden Morgen 20 Minuten Strandspaziergang, und Abends wieder zurück. Ist das nicht herrlich! Das Bild unten zeigt den Moment, wenn ich morgens den ersten Blick aufs Wasser habe. Da ist vor kurzem erst die Sonne aufgegangen.

\"
Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Ist wohl schon was dran.

Aber bevor ihr jetzt vor Neid die Seite schließen müßt: Barcelona kann auch anders! Seit einigen Tagen hält der Herbst auch hier einzug. Und an der Küste heißt das vor allem, der Wind frischt auf. Es hat diese Woche auch schon zwei Tage geregnet, so oft wie die ganze Zeit davor, seit ich hier bin. Aber das ist durchaus noch zu ertragen, denn immerhin haben wir hier trotzdem noch knapp 20°. Ihr müsst euch also keine Sorgen um mich machen.

Hier werde ich also jetzt bis Ende des Jahres wohnen. Wie es dann weitergeht? Schaun mer mal! Ich werde bei Gelegenheit davon berichten.

Übrigens, das Panarama von Barcelona oben im Titel ist von mir selbst aufgenommen. Das war bei nem wunderschönen Ausflug mit Lucia auf den Tibidabo, den Hausberg Barcelonas. Von dort hatte man eine phantastische Aussicht, nicht nur über die Stadt und das Meer, sondern auch ins Hinterland. Aber davon vielleicht ein Andermal mehr ...

Also bis bald, hasta luego!

06.10.2011 um 10:16 Uhr

Wechsel perfekt!

Gestern Vormittag stand noch der obligatorische Medizincheck an. (Bei euch würde man wohl "Betriebsärztliche Eingangsuntersuchung" dazu sagen.)

  Nachdem ich diesen zur vollsten Zufriedenheit der Ärzte bestanden habe, ist mein Transfer nach Barcelona damit endgültig in trockenen Tüchern! Dem nächsten großen Schritt in einer steilen Karriere steht also nichts mehr im Weg. :)