sjÁlfurLOG

20.07.2005 um 23:16 Uhr

ég leita að sjÁlfur...

von: sjAlfur

Ja, mich gibt es noch. Und auch unsere Musik, die zudem stetig Fortschritte macht, allerdings momentan keine repräsentativen. Ich schreibe einige Lieder um, die mit in das Demo-Set sollen, werkel am Gesang und habe jetzt zudem die Stücke fertig gestellt, die zu Matthias (dem Drummer aus Berlin) geschickt werden sollen.

Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich nichts Näheres zu den Berlin-Aufnahmen von vor einem Monat geschrieben habe... Trotz der üblichen Divergenzen in einigen musikalischen Orientierungen, die es bei mehreren Leuten, die zumindest einen Hauch künstlerischer Ambition haben, immer gibt, haben die Aufnahmen mehr als nur ein paar Drumspuren gebracht. Die Lieder, die wir uns vorgenommen hatten, haben sich durch die Drums weiterentwickelt, etwas, was bei den vorigen Aufnahmen nicht der Fall war (und auch aus Zeitgründen überhaupt nicht möglich war). Dass "Routine" vor allem im hinteren Teil starke Tool-Einschläge haben wird, drängte sich auf, der Drum'n'Bass-Rhytmus bei "Amphotere" jedoch nicht. Was unsere Lieder fast alle gemein haben ist eine bestimmte Klangfarbe und Atmosphäre, und bis auf einige Ausnahmen (allen voran "Steinn", aber auch die anderen überwiegend Elektronischen Parts) ist auch die Instrumentierung ähnlich. Rhytmus-Muster waren wichtig, die weitere stilistische Breite liefern sollten. Und das hat funktioniert. "Amphotere" hat dadurch eine neue Seite, ein gewisses Eigenleben bekommen.

Mittlerweile sind wir von unseren 15 Liedern aus dem Konzept vom letzten März wieder etwas abgewichen. Mit einigen Liedern gab es zuviele Probleme oder Meinungs...unklarheiten..., wie z.B. bei "A Breath Away From Phobia", oder aber sie störten das Klangkonzept wie die zweiminütige Brutal-Elektro-Zäsur "Injury".

Zudem musste unbedingt "Torso Topographic" mit auf die Liste, ebenso tendiere ich momentan zu "stormur" (nach wie vor Arbeitstitel...) und einem älteren Lied von Niels, an dessen Zwischenteil wir immer wieder gescheitert sind, doch mittlerweile glaube ich, eine passable Lösung gefunden zu haben.

Generell ist die Orientierung die größte Schwierigkeit, die wir haben. Wir haben einen Pool von gut 30 Liedern, die alle im Grundkonzept fertig sind, und dann nochmal eine Riffsammlung, die regelmäßig (zumindest von mir) ausgeschlachtet wird und noch regelmäßiger erweitert... Hätten wir jetzt die Zeit, alles durchzuprobieren, ich würde mich sofort in die Arbeit stürzen, da wir uns aber nur etwa vier Wochen pro Halbjahr sehen und dann zu zweit die klangliche Umsetzung bewältigen müssen, wird es schwierig. Ich kann alleine mit meiner Technik sitzen und Ewigkeiten rumprobieren, einige der Lieder im Demo-Set entstanden so im Alleingang, aber für das endgültige akustische Gesicht muss immer wieder die Zusammenarbeit her. Wir haben etwa 20 relativ komplette Aufnahmen, davon die Hälfte tauglich für eine endgültige Version. Allerdings lässt sich bis zur endgültigen Version, die dann bei uns meistens mit sechs bis zehn Spuren daher kommt, lässt sich kaum sagen, welches Liedkonzept im Rahmen unserer klanglichen und technischen Mittel funktioniert, und welches nicht.

"Stalking Landscape" ist da ein gutes Beispiel oder auch "HeadSpeakerBox", unsere aktuellen Hauptprobleme. An den Liedkonzepten gäbe es nicht viel zu rütteln, würde die klangliche Umsetzung im Zusammenhang mit dem Rest funktionieren. Das ist aber noch nicht der Fall. "HeadSpeakerBox" bedarf dabei nur noch etwas mehr "Herumprobieren", aber "Stalking Landscape" ist als Opener gedacht, und daher ist es immens wichtig, dass das Lied als Einstieg funktioniert...

Jedenfalls wird es im Endeffekt momentan eher auf 12 bis 13 Lieder hinauslaufen, allein schon deshalb, weil "Torso Topographic" fast 7 Minuten lang ist und noch einige elektronische/Ambient-Zwischenteile kommen, die sonst den 80 Minuten-Rahmen sprengen, der in dem Maße sowieso nicht Demo-tauglich ist. Wir hatten bislang das Konzept einer Dreiteilung, drei Demo-CDs mit jeweils fünf Tracks, das wird sich jetzt aber doch noch umformen (müssen)... wir werden sehen, Niels ist ab Sonntag im Lande, dann sollten sich die Räder wieder drehen.

Positiv zu diesem Zeitpunkt ist aber auf jeden Fall, dass wir zehn Lieder in einer mehr oder weniger endgültigen Fassung haben (ohne Gesang und Drums) oder zumindest in einer Fassung, die man zu einer endgültigen formen kann. Fünf Lieder werden in nächster Zeit im Hauptaugenmerk stehen:
- Stalking Landscape
- Craniometry
- stormur (AT)
- Friday Clouds (AT)
- HeadSpeakerBox

Allerdings... diese Festlegung würde schon wieder Orientierung bedeuten, Orientierung braucht Zeit, Zeit haben wir nicht, also wird's ungewiss... bla bla bla...

emptiness is loneliness
loneliness is cleanliness
cleanliness is godliness
and god is empty just like me....
..............[the smashing pumpkins - "zero"]

sjÁlfur

06.07.2005 um 09:54 Uhr

"when the wind gets dark, remember your smile"

von: sjAlfur

Ich suche Sätze. Egal ob als grammatikalisches Atom mit Subjekt und Prädikat, als Ellipse, als ausuferndes Satzgefüge, als einsamer Nebensatz auf der Suche nach einem Hauptsatz oder auch nur als einzelnes Wort. Ich suche Sätze. Das Thema für diese Sätze ist

"Kriegstag bei Unwetter"

Es ist dabei völlig egal, ob es für mich oder irgendjemanden nachvollziehbar ist, warum der Satz mit dem Thema zu tun hat, ich versuche auf die Art einen Liedtext zu basteln, den bindenden Rahmen baue ich dann. Es reicht auch völlig aus, wenn es nur ein Wort ist, was zufällig zu dem Thema einfällt, ohne dass ihr wisst, warum. Es soll ja auch Herausforderung für mich werden, die Teile zusammen zufügen.

Sätze, Schlagwörter, Kurzgeschichten (?) als Kommentar unter den Beitrag (deutsch oder englisch... oder isländisch), wenn ich drei oder vier Wörter/Sätze/Phrasen zusammenkriege, habe ich schonmal einen Grundanreiz.

Achja: Das Thema ist im übrigen völlig frei aufzufassen. Ob man sich dabei Blitz und Donner über Schützengräben, Sonnenstürme beim Krieg der Sterne oder den nachmittäglichen Wolkenbruch im Nachbarschaftsstreit vorstellt, ist jedem selbst überlassen.

sjÁlfur

01.07.2005 um 23:30 Uhr

scope: t -> ¤

von: sjAlfur

Diiing! Ich hab die Lösung, mir fehlt nur noch eine passende Basseffektierung! Achja... außerdem habe ich ein lates Powerchord-Riff zu verschenken, was sowieso viel zu billig war. Also raus damit und vorhandene Parts einmal umgedacht.

Zündende Idee vor Mitternacht... vielleicht sollte ich skeptisch sein?

sjÁlfur

01.07.2005 um 22:57 Uhr

movement "n" - fluctuating idols

von: sjAlfur

Musik: dredg - "yatahaze"

Während der letzten Tage komme ich nicht mehr von der neuen Dredg-CD los. Hin und wieder greife ich als Ersatzdroge zur "Leitmotif" oder "El Cielo", aber diese Band hält mich momentan gefangen. Ich weiß, dass ich zum Fanatismus neige, und wenn der dann auch noch so verdammt gut begründet ist... naja... jedenfalls zieht das immer zwei gegenläufige Dinge nach sich:

1.) ich bin absolut konstruktiv, da durch ein neues musikalisch Rauschgefühl beflügelt

2.) ich bin absolut destruktiv und übermäßig selbstkritisch, denn so gut wie die werde ich doch nicht

In diese Phase passt ganz gut ein Lied, was mir in Fragmenten schon seit Jahren im Kopf rumgeistert, und das schon einige Arbeitstitel durchlaufen hat: "The Ice-Storm" nach dem Film von Ang Lee, der Zwischenteil firmierte ursprünglich unter dem Titel "Pale Princess" (of a palace cracked... Phrase aus "The End Is The Beginning Is The End" von den Smashing Pumpkins) und basierte auf einem Text, den ich irgendwann auf einer beschissen langweiligen Party geschrieben habe, als die anderen die Tiefkühlpizzen beim Garen beobachtet hatten, und der wahrscheinlich selbst für Nirvana zu trashig gewesen wäre, und momentan unter dem etwas moderateren Arbeitstitel "stormur" eine Neuaufnahme erlebt.

Gut dazu passt auch, dass ungefähr die Hälfte der Parts schon auf einem ziemlich guten Weg ist, die andere Hälfte aber soundmäßig noch grottig ist und vom Konzept her einfach nicht so richtig passen will... ich werde das Lied umkrempeln, werde meine Gedanken umkrempeln, setze mich noch an die Drumloops zu "A Breath Away From Phobia" und den Zwischenteil von "Amphotere", Arbeit an allen Fronten, "War on all sides" und Ende des Beitrags, der irgendwie etwas aus dem Ruder läuft.

Bis gleich oder demnächst,

sjÁlfur