sjÁlfurLOG

31.01.2006 um 19:27 Uhr

Legesag

von: sjAlfur

Hier habe ich etwas über die dänische Band "Under Byen" geschrieben. Heute ist endlich die bestellte CD da. Und auf deren Homepage bin ich auch glatt auf Lieder zum Runterladen gestoßen. "Legesag" und "Det Er Mig Der Holder Trerne Sammen" sind auf der CD, die ich habe und empfehlenswert, die anderen beiden muss ich mir gleich mal anhören...

30.01.2006 um 15:03 Uhr

Saturn and Mars

von: sjAlfur

Manchmal tauchen alte Beiträge unverhofft wieder auf. So z.B., wenn jemand einen Beitrag von vor fast genau einem Jahr kommentiert. Da sich in den Kommentaren noch einiges dazu aufgetan hat, nehme ich mir mal die Frechheit raus und verlinke auf diesen...

sjÁlfur

30.01.2006 um 14:49 Uhr

ocular shoreline

von: sjAlfur

the mind where i roam
through the barren fields far from the shoreline
spider lines substitute my eyes
ballistic heart of iron pounds the earth alight

Seine Augen hatten aufgehört zu sehen. Er lag seit Tagen im Niemandsland zwischen den Schützengräben, irgendwo in der Leere des verwundeten Lands. Der Ort war kaum von Bedeutung, der Schauplatz alleine das, was interessierte. Er wach schwach, todkrank, und viel zu jung um zu wissen, in was er geraten war - konnte man überhaupt alt genug dafür sein? Und dann hörte er das Trommelfeuer...
Seine Augen hatten aufgehört zu sehen, aber sein Herz wollte nicht aufhören zu schlagen, und im Rattern der Gewehre wurde es schneller und schneller...

and as the bullets gaze in front of your face
unaware of what is in your mind
raid another soldier in their disgrace
but his fate ponders to the far shoreline

Und während er dort lag, in einem Einschlagskrater, zum Tode verurteilt und doch durch den Tod sovieler anderer Soldaten gerettet, spürte er sein Herz schlagen, und seine Gedanken brachten das vor seine Augen zurück, was sich die ganze Zeit in sein Gedächtnis gebrannt hatte. Für einen Moment sah er all das, was er durch den Krieg verloren hatte, er nahm wahr... doch als seine Augen nicht mehr sehen konnten vor Schmerz, verließ ihn die Erinnerung, sie schweifte ab weit hinaus zur fernen Küste. Und nur ein Phantom blieb zurück, eine Hoffnung, die ihn schließlich rettete...

the waves where i roam
through your withered gardens near the shoreline
i'm the cone of light
condemned to spy you from above the lightspine

Sie saß draußen an der Küste, auf den schroffen Klippen zwischen dem Leuchtturm, auf den er sie früher so oft getragen hatte, und ihrem Garten, wo die Mimosen wuchsen. Es waren Monate, sogar Jahre vergangen, seit sie ihn in den Krieg fahren gesehen hatte. Sie hatte die Nachricht seiner Verurteilung und die seines Todes erhalten, und doch wusste sie, dass er bei ihr war. Sie setzte ihre Tuba ab und warf einen Blick zum Leuchtturm hinauf. Er war noch immer dort oben, das wusste sie. Ihre Augen konnten es nicht sehen, aber sie wusste es.

as i caressed your face you shivered in that beam
condoling sparkles weep their lullabies
afraid of touching, war and broken self-esteem
i whispered hope to you my dear shoreline

Und dann kam der Tag, an dem sie ihn wieder spüren konnte. Sie konnte ihn treffen, ihn sehen. Und doch war er nur deshalb er selbst, weil sie es wusste, weil sie daran glaubte, und weil die Hoffnung, die sie die Jahre über aufrecht erhalten hatte, sie beide verband. Sie wusste es, bevor ihre Augen sahen, er wusste es nicht, weil seine Augen zu lange gesehen hatten...


Ich habe den "Routine"-Text, der eigentlich vor "Ocular Shoreline" steht mal rausgelassen, erstens weil ich den momentan nochmal überarbeite, zweitens, weil er zumindest in seiner jetzigen Version zu sehr auf einige persönliche Details eingeht, ohne die man den Text kaum in den Kontext setzen könnte.
Aber "Ocular Shoreline" ist "Nathanæl" in gewisser Weise logisch folgend. Es geht noch immer darum, was die Augen sehen, und welchen Stellenwert das hat. Dabei habe ich in beiden Liedhälften jeweils einen der Hauptcharaktere aus "Die Mimosen von Hossegor" von Sébastien Japrisot entnommen. Wer den Beitrag zu "Nathanæl" gelesen hat, denkt sich jetzt vielleicht "Moment mal... war nicht der Nathanæl-Text der einzige literarisch inspirierte?" Ja, ist er auch, denn eigentlich orientiert sich der Text zu "Ocular Shoreline" an der Verfilmung der Japrisot-Geschichte von Jean-Pierre Jeunet "Mathilde". Aber einige Dinge, die der Text transportiert, passen besser in das Buch, andere in den Film... die wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.

[Fairerweise sollte ich an dieser Stelle mal eine Spoilerwarnung rausgeben... wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte nicht unbedingt weiterlese...]

Das ist aber auch nicht weiter wichtig, da mein Liedtext die Personen ohnehin anders gewichtet als Film oder Buch, nagtürlich steht das Konzept "Hoffnung", das die Vorlagen ausmacht auch im Vordergrund ("i whispered hope to you my dear shoreline"), aber im ersten Teil konzentriert sich der Text darauf, dass der Protagonist zu viel gesehen hat, um es zu verarbeiten und deshalb verdrängt, und das, was ihn die ganze Zeit über am Leben hält, der Gedanke an seine Verlobte, nachdem alles vorbei ist, ebenfalls aus seinem Gedächtnis verschwindet.

So sagt der Protagonist Manech nach seiner Verurteilung zum Tode in einem der Schützengräben wartend zu einem anderen Soldaten: "Ich wünsche mir, dass das hier schnell vorbei ist, damit ich meine Mathilde wiedersehe und wir heiraten."
Später kann er sich daran nicht mehr erinnern, doch ein Zeichen, was die beiden stets verbunden hat, bleibt fest in seinem Kopf verankert...

Auf der anderen Seite ist Mathilde, die die Nachricht vom Tod ihres Verlobten erhält, aber spürt, dass er noch am Leben ist und diese Hoffnung gegen jeden durchzusetzen scheint. Sie sucht ihn, und als sie ihn schließlich wiedersieht, ist es nicht alleine sein Anblick, der ihr sagt, dass sie am Ziel ist, es ist vielmehr das, was sie die ganze Zeit gespürt hatte ohne es sehen zu können, was sie nun bestätigt weiß, während er sie sieht und nicht zu erkennen scheint, aber ohne sich dessen bewusst sein zu können noch aus dem schöpft, was ihre Verbindugn ihm vor dem Krieg gegeben hatte...

Wer Film oder Buch kennt, kann  dem sicherlich besser folgen. Hier enden dann auch die Texte, die sich an konkreten Vorlagen richten, alles weitere wird jetzt einerseits weniger detailreich...

sjÁlfur

30.01.2006 um 01:28 Uhr

nathanæl

von: sjAlfur

þú ert auð - en ég er sæll
þú ert lífið - opnaðu augu þínar

Ich bin heute morgen aufgestanden, habe die Welt durch meine Augen gesehen, ich sah sie leer und ohne Makel, ich war glücklich, unbelastet und ohne Zweifel. Und dann spürte ich, dass ich am Leben war, dass die Gedanken einsetzen, und dass meine Augen danach strebten sich zu öffnen und zu sehen. Ich bin heute morgen aufgestanden und habe gesehen, dass dies das Leben ist, ich öffnete die Augen und die Leere füllte sich.

i can't sleep nor close my eyes
can't ignore the steps outside
i wanna see what's in this room
i am the victim of my eyes

Nachdem ich die Augen geöffnet hatte, kam ich nicht umhin den Blick schweifen zu lassen, über Licht und Schattenspiel, hinaus durch das Fenster auf die Straße, die Menschen, den Asphalt und das Grün. Ich fühlte mich sicher hier in meinem Zimmer, dort wo alles still war und friedlich. Doch ich hörte die Schritte der Zeit, das Ticken des Lebens draußen vor der Tür, das Hallen der Sekunden auf dem Flur. Und da begriffen meine Augen, dass sie sehen mussten, was dort draußen war. Nicht auf der Straße oder im Park, sondern hinter der Tür im Zimmer nebenan.

i worship all the life i can't feel
i worship emptiness my dear

Und was ich im Zimmer nebenan sah, forderte mehr, forderte die Straße, die Parks, die Flure und Zimmer. Meine Augen sahen und sahen, und alles was ich sehen konnte, war für mich das Leben. Doch was den Augen verborgen bleibt, das nahm ich nicht wahr, das Leben war für mich nur die leere Kulisse.

i can't took my eyes off her
bought a lie of glassy eyes
just believe what i can see
i am the victim of my pride

i run away from all that's real
i worship emptiness my dear

Ich wusste, irgendwo dort war mehr, mehr als das, was sich vor meinem Auge abspielte. Ich beschloss, es zu finden. Auf meiner Suche traf ich auf etwas, was mir Sinn zu geben schien, was meine Augen in seinen Bann zog. Ich versuchte näher und näher zu kommen, bis ich schließlich erkennen musste, dass es wieder nur etwas war, was ich versuchte zu sehen, nicht zu spüren...

the I is drowned - ocularize my dreams
you fall down - through ladders' and webs' sympathy
you're changing your role - sweet robot touch my metal skin
you're trapped in your soul - irised mechanical grin

Und als ich zurückkehrt in mein Zimmer und in mein Bett, mich vor der Kälte flüchtend in meine Decke einrollte und die Augen schloss, da erst merkte ich, dass das, was ich gesucht hatte, die ganze Zeit bei mir gewesen war. Es ist nicht allein das, was der Blick erfasst, was das Leben ausmacht, sondern der Blick selbst und alles, was ich damit verbinde, ist es...

Und so weiter... während ich gerade eine Aufstellung der noch fehlenden Texte für ANAMNESIA mache, musste ich mir wieder über das Konzept der CD im Klaren sein. Und dabei habe ich festgestellt, dass ich zwar nie meine texte als solche interpretieren will, aber sie im CD-Kontext durchgehen kann. Im Prinzip ist ANAMNESIA eine Art Geschichte. Und in dieser Geschichte bekommen die einzelnen Texte eine bestimmte Bedeutung.

Dass der Text zu "Nathanæl" an erster Stelle steht, war mir dabei sehr wichtig, weil er das eigentlich Problem an der Sache darstellt, also als Einleitung funktioniert.Der Titel wie auch die Inspiration stammen aus "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann, was das Lied dann aber auch zum einzigen mit intellektuellem Anspruch macht, was wiederum ganz gut ins Konzept passt... ANAMNESIA ist eine Anamnese in vieler Hinsicht, und soll auch in vielerlei Hinsicht ausgelegt werden. Zentral für mich aber war die Auseinandersetzung mit der Wissenschaft im großen und ganzen, mit der ich persönlich gerne mal auf Kriegsfuß stehe, und die, obwohl ich sie gelegentlich abgrundtief hasse, mein (völlig unwissenschaftliches) Weltbild ziemlich beflügelt hat. Und genau um die Wissenschaft, Intellekt, Weltbild, etc. drehen sich die Texte.

Um kurz zum Abschluss zusammenzufassen, was ich mit dem "Nathanæl"-Text für die CD beitragen will: Man wacht auf, öffnet die Augen, und beginnt zu sehen. Und mit dem Sehen beginnt man zu analysieren. Und bei Analysieren bleibt eine Menge auf der Strecke, was es wertwäre, wahrgenommen zu werden. Kultur ist wichtig für Menschen, aber Kultur beschränkt auch. Wir lernen von unserer Geburt an, das "richtige" zu sehen und das "falsche" auszuklammern. Und ich habe irgendwann beschlossen, auch auf andere Dinge zu achten... das soll jetzt nicht heißen, dass mir das gelungen ist, oder dass ich dadurch anders bin als andere Menschen... wie das funktioniert hat (bzw. noch funktioniert), "erzählt" dann der Verlauf von ANAMNESIA.

Und wenn es jemanden interessieren sollte, dann werde ich dazu mal einen Eintrag folgen lassen...

sjÁlfur

27.01.2006 um 03:29 Uhr

"...still the body with the coroner..."

von: sjAlfur

Die Stimmung passt gerade... wenn ich mir mein Blog so ansehe, stelle ich fest, dass in letzter Zeit so gar nichts "Tiefgründiges" zu finden ist. Ich will nicht, dass dieses Blog zur reinen Musik-empfehl-und-Stand-der-Dinge-Strecke verkommt... aber die Stimmung passt gerade, wie bereits gesagt. Mein Kopf ist für einen Moment mal raus aus dem ständigen Hin und Her aus gedanklicher Leere und totaler Überfüllung, warum weiß ich nicht, denn eigentlich habe ich nach wie vor genug Dinge zu tun, die ich alle irgendwie möglichst gleichzeitig schaffen will. Aber momentan bin ich in vielerlei Hinsicht einfach dabei, die Ziele zu verfolgen und nicht groß über das Wie und das Wohin nachzudenken. Das könnte Konfusion bedeuten, ist in diesem Fall aber eher Zuversicht. Was ich momentan mache, fährt die nötigen Resultate ein, das sind zwar nicht unbedingt Quantensprünge, aber doch viele kleine Schritte. Wenn ich ein Jahr zurückdenke... auch da war ich durchaus produktiv, habe viel an meiner Musik gemacht, aber ich hatte ein Studium, bei dem ich nicht mehr vor und zurück wusste, die ganze Situation war verquer. Ich hatte Ziele vor Augen, von denen ich mir aber selber kaum Illusionen machte, sie in kürzerer Zeit erreichen zu können.

Mittlerweile arbeite ich auf dem Gebiet oder auf ähnlichen Gebieten noch immer (oder momentan, nach einem etwas geruhsameren Jahreswechsel, wieder), aber ich habe jetzt einen Weg, einen sichereren Weg. Und mit etwas, das einem vor allem auch mental den Rücken stärkt, wird es leichter, wenn ich einen Weg vor mir sehe, muss ich nicht bis zum Horizont gucken, um die Richtung im Blick zu behalten. Ich habe bedingt durch das neue Studium jetzt Ziele vor mir - kleinere Ziele - die ich in absehbarem Zeitraum erledigt haben muss. Und das ist das, was mir gefehlt hat.

Soviel zu meiner momentanen Welt. Die Details haben sich kaum verändert, ich gehe noch immer am Liebsten bei Regen raus, pflege mein Image in gewisser Weise, und stelle nach wie vor erschrocken fest, dass einige Dinge tatsächlich auf mich zutreffen. Ich blicke noch immer gerne auf die Steine am Wegesrand, fordere ein ums andere Mal die Zeit zum Duell heraus und trete nur auf Pflastersteine, bei denen ich das Gefühl habe, dass es so sein soll, aber der Himmel über meinem geliebten Regengrau hat sich gelichtet, der schwere eckel auf meiner kleinen welt scheint verschwunden, und eine Kiste ohne Deckel ist kein geschlossener Raum mehr.

Ich glaube, dass das, was ich vor einigen Tagen hier geschrieben habe...

"Fanatismus ist keine Krankheit, sondern die Gabe, Dinge besser zu sehen als sie sind... meistens..."

...für mich in gewisser Weise wirklich gilt. Ich kann einfach an einige Dinge so stark glauben, dass ich negative Seiten daran zwar sehe, ich aber fest davon überzeugt bin, dass sie nicht eintreffen. Und wenn, dann hat das für mich Sinn und mündet in etwas anderes, was wiederum positiv ist. Zurückblickend auf meine bisherigen 24 Lebensjahre kann ich mich sicher nicht über mein Leben beklagen, ich nehme sogar mal an, dass ich ohne Widerspruch hinnehmen würde, wenn 90 % aller Menschen sagen würden, sie hätten ein schwereres Leben gehabt als ich. Aber ich glaube, dass es auch daran lag, dass ich schon in meiner Kindheit angefangen habe, diesen bestimmten Fanatismus zu entwickeln. Ich habe während meiner Grundschulzeit erlebt was es heißt, wenn man in einem kleinen Kaff als "Zugezogener" abgestempelt wird (Gruß an alle verbohrten Südhessen, bei dieser Gelegenheit... ähm... was natürlich nicht heißen soll, dass alle Südhessen verbohrt sind... ganz im Gegenteil...). Die Grundschulzeit war in gewisser Hinsicht einfach nur Scheiße. Und trotzdem glaube ich, dass ich dadurch eine eigene Art des Umgangs mit sozialen Kontakten entwickelt habe, die mir später immer wieder geholfen hat. Und das ist eigentlich eher ein schlechtes Beispiel, fällt mir gerade auf... aber egal.

Was ich damit sagen will ist, dass ich immer gerne geneigt bin, die Dinge etwas hoffnungsvoller zu sehen, als sie vielleicht sind. Das wird mir auch hin und wieder als Träumerei ausgelegt, vielleicht ist es das sogar, stören würde mich das ganz ehrlich gesagt nicht...

Aber zu diesem Fanatismus gehört - um mal den finalen Bogen zurück zu schlagen - auch, dass ich mich stark daran orientiere, was... ja... jetzt wird es äußerst schwierig sich auszudrücken ohne in die ein oder andere Richtung abzurutschen... ich orientiere mich nicht selten relativ stark an einer bestimmten Art von Bauchgefühl... manche mögen das Innere Stimme, Intuition (nee, das passt nicht...), oder sonst wie nennen, ich persönlich habe das Gefühl, dass ich hier und da etwas von den "Geistern" meiner Umwelt aufschnappe udn darauf höre, was diese mir eintrichtern... und wenn das positiv ist, wenn es sich richtig anfühlt, bin ich gewillt das anzunehmen. Eigentlich bin ich seit fast eineinhalb Jahren dabei, immer mehr Zuversicht zu gewinnen, über den Sommer 2004 habe ich anderen Beiträgen bereits geschrieben, das muss ich nicht wieder aufgreifen. Aber ich habe mit jedem Schritt, den ich definitiver entlang meines momentanen Wegs gehe, mehr und mehr das Gefühl, dass es richtig ist, dass ich bald den Rand meiner kleinen "Weltkiste" erreicht habe. Dann muss ich nur noch hoch klettern bis zur Öffnung (dort wo vorher mal der Deckel war), und dann werde ich sehen, ob es dahinter noch mehr interessantes gibt, oder ob ich doch lieber wieder zurück in meine Kiste krieche.

Und nun: Deckel zu! ...aber nur für heute...

sjÁlfur

20.01.2006 um 17:56 Uhr

by

von: sjAlfur

So... das SE 2200A ist gerade in der Preisanfrage, ich hoffe, ich bekomme da die nächsten Tage ein vernünftiges Angebot und daraus resultierend dann auch endlich richtige Gesangsaufnahmen zustande. Währenddessen möchte ich aber mal wieder auf Musik verweisen, wobei ich im Falle von "Piana" nicht viel mehr tun muss als hierher zu verlinken, dem Text ist an Empfehlungen nichts mehr hinzuzufügen.

Dann habe ich aber gerade via Amazon die CD einer dänischen Band (aus Aarhus) bestellt, die sich "Under Byen" (auf amazon.de als "Unter der Stadt", ich glaube "by" ist eher "Dorf", aber das ist im dänischen Jütland ja eh fast das selbe... kann jemand Dänisch hier?) nennt. Die CD hört auf den klingenden Namen "det er mig der holder traaerne sammen" und alleine die Hörproben dort lassen hoffen. Die Sängerin klingt schon stark nach Björk, was aber in dem Soundgewand - finde ich - nicht viel ausmacht.

Das als Anregung der Woche,

sjÁlfur

19.01.2006 um 21:43 Uhr

reki

von: sjAlfur

Jubelt! Laut eighteen seconds before sunrise kommt zur sæglópur-Veröffentlichung im Frühjahr eine neue EP von Sigur Rós, mit vier neuen Liedern! Ich hatte schon Panik, wieder drei Jahre warten zu müssen, bis eine weitere Veröffentlichung kommt... Das Leben hat Sinn!

sjÁlfur

12.01.2006 um 08:27 Uhr

My Corner of the Earth

von: sjAlfur

Eigentlich habe ich viele der noch ausstehenden Teile bereits fertig geschrieben, allerdings müssen die Aufnahmen momentan noch zurückstehen, denn momentan sind wir in der SAE im VoiceRec-Studio, Mikros und Gerätschaften testen. Dabei ist mir auch das SE 2200 A aufgefallen, ein schickes Großmembrankondensator-Mikro, und bislang gefällt mir das mit meiner Stimme am besten... die Mikros sind aber auch nicht die günstigsten, auch wenn es mit ca. 260 Euro Neupreis längst nicht in die höchste Preisklasse fällt (wir hatten da z.B. auch ein Röhrenmikro von SE....). An der SAE gibt's 'nen Aushang, dass jemand die SE 2200 A für 130,- verkauft... ich gerate zunehmend in Versuchung, zumal ich in absehbarer Zeit wohl mal endgültig stehende Gesangsaufnahmen machen will, und das momentan noch von zu Hause aus (passendes Mikro vorausgesetzt) am besten ist.

Nebenbei sitze ich auch noch an einem Remix, ich soll einem Lied einer typischen (bin auf dem Sektor nicht so bewandert, ich hoffe es ist wirklich als "typisch" zu bezeichnen) Mittelalterband meinen persönlichen Stempel aufdrücken... meine Gemütslage reicht dabei von einem diabolischen Grinsen [ein Remix sollte meiner Meinung nach wirklich eine neue Version und nicht nur leicht veränderte Teile enthalten] bis zu gelegentlichen Wutanfällen, weil dank meines dummen Rechners nach dem Start von Cubase das WaveLab nicht mehr läuft. Da ich aber WaveLab zum Samplebearbeiten nutze und in Cubase dann die Tracks zusammensetze (das ist im WaveLab einfach zu unpraktisch), muss ich andauernd den Rechner neu starten, was eine kontinuierliche Arbeit doch ein wenig erschwert. Wäre ich in Logic schon bewandert genug, würde ich den PC für die Samplebearbeitung nutzen und übers Netzwerk die Samples auf meinem iBook im Logic arrangieren... aber dazu müsste ich mich eingehend ins Logic einlesen...

Ja... Technik aufpassen, irgendwann krieg ich dich am Arsch und dann bist du dran, klar???


sjÁlfur

07.01.2006 um 01:20 Uhr

spider-skies

von: sjAlfur

CAT OF PREY

sneaking through the grass
we are on our hunt
the weed in nature's hair
stroking round our legs

dripping wet in fresh dew
searching for a world we've formed for us
the sleepy groaning limbs
muttering advice
to guide us through the woods
into the burrow
we've built for ourselves

the paths are sliding
through the gaps inside your head
through my glacial eyes

spiders in spotlight
build a cocoon around my head
and cobwebs to veil your pitchblack eyes

streets, lights, phone cells
under skeletons of steel
glowing dark in spider-skies

we're straying cats
only we know this is real
surrounding us the wired eyes

through the last wound
ripped open in the metal walls
of the big tin the world's existing in
we enter the wide wilderness outside
there's our home in the hay
there's the child, our prey


Ich sitze momentan an der schweren Entscheidung, eine Strophe in fünf oder sieben Stimmen aufzuteilen... oder besser: ich saß daran, habe mich für sieben entschieden, für mehr breit und weniger massiv... mehr einzelnd fließende Bäche und weniger großer Strom... ach was weiß ich denn... Keinen Nerv mehr!

sjÁlfur

05.01.2006 um 19:14 Uhr

Songs From Under The Arches

von: sjAlfur

Von mir (noch!) nichts neues, aber ein weiterer musikalischer Tipp: Mein Bruder hat mir zu Weihnachten die CD "fires in distant buildings" von Gravenhurst geschenkt. Hier kann man in alle Titel reinhören, zwar nur ca. 30 sek., was der Musik wirklich nicht gerecht wird (da die Titel teilweise zehn Minuten lang sind, deshalb auch nicht von der geringen Titelanzahl abschrecken lassen), aber immerhin gibt es einen Eindruck.

sjÁlfur