sjÁlfurLOG

28.09.2006 um 19:39 Uhr

a frightened child

von: sjAlfur   Stichwörter: anamnesia

Ja. Da habe ich doch glatt die Strophen von "nathanæl" nochmal komplett umgeschrieben. Ich weiß, hätte ich früher drauf kommen können, aber nach mehrmaligem anhören habe ich festgestellt: Das geht besser!

Und der positive Nebeneffekt: Ich habe eine neue Gesangslinie, die unglaublich viel besser ist. Finde ich. Und demzufolge musste ich den Text auch abändern.

 

NATHANÆL

as i was sleepless, a frightened child
the groaning footsteps fainted outside
i entered her room, the wooden skys
i am the victim of my eyes

the eye is drowned - ocularize my dreams
you fall down - thru ladders' and webs' sympathy
you're changing your role - sweet robot touch my metal skin
you're trapped in my soul - irised mechanical grin

as i watched her, stripped her eyes
a blinded voyeur, glassy lies
narcistic science agnosticize
i adored her shattered eyes
her dead eyes

þú ert auð - en ég er sæll
þú ert lífið - opnaðu augu þínar

 

sjÁlfur 

24.09.2006 um 10:39 Uhr

ions (-)

von: sjAlfur   Stichwörter: Aerosol

Ha! Während die letzten Anzeichen übermäßiger Stimmbandbelastung langsam schwinden und den Weg für letzte Gesangsparts zu "steinn" freigeben, habe ich die Zeit genutzt und an einigen neuen Liedern weitergebastelt. Neben dem bereits erwähnten "walking ghost" und "pripjat" sind nun auch "nuclear deer", "isotop", "the monster sends its clouds" und vor allem "aerosol-flight over europe" dabei, soweit fertig zu werden, dass ich sie aufnehmen kann. zu zwei weiteren liedern - "gray" und "vektor" - exitieren Bassline und einige Gitarren, da müsste ich mich mal mit der Struktur befassen. Mit drei bereits etwas älteren Liedern aus dem letzten Jahr - "my ion eye" und "the fascination of ruins" - bzw. aus lang vergangener zeit... 2001 oder so? - "D2O" - sind es bislang elf neue Lieder zu "Aerosol". Ein weiteres Lied existiert in einfacher Form ebenfalls, allerdings hat mein Bruder das ursprünglich nicht für uns geschrieben, ich muss ihn da noch überzeugen, dass das ebenfalls in unser Programm kommt...

Bei "walking ghost" habe ich jetzt mit den Aufnahmen begonnen. Das stellte sich als schwieriger heraus, als ich vorher dachte. Ich schreibe viele der neuen Stücke extrem vom Bass ausgehend, was zu Bassparts führt, die ich als Gitarrist erstmal selbst lernen muss. Ich habe zwar in mehrstimmigen Stücken von Vivaldi oder Bach schon Bass gespielt, aber... erstens ist das nicht exakt das selbe, und zweitens musste ich dafür üben. Und jetzt muss ich anfangen für Parts, die ich mir selber geschrieben habe, richtig zu üben. Und damit meine ich nicht die normale halbe Stunde vorm Aufnehmen. Den Bass-Refrain-Part zu "walking ghost" spiele ich seit bestimmt zwei Wochen jeden Tag mindestens eine Stunde.

Das zweite Problem beim Bassaufnehmen ist die technische Seite. Ohne einigernmaßen taugliche Kompressoren oder Basseffektgeräte, klingt es halt nach... Bass mit Cubase-Kompressor. Und auch das mittlerweile doch einigermaßen gekonnte EQing hilft da nur bedingt. Bis ich dann heute morgen endlich soviel an den Aufnahmen gedreht habe, bis ein Erfolg in Sicht ist. Ich werde layern müssen, also Sounds übereinanderlegen, mehrere Aufnahmen, die dann natürlich auch exakt gleich gespielt sein sollten. Das ist bei Sechzehntel-Läufen über mehrere Saiten und Lagen bei 120 bpm nicht so ganz einfach. Zumindest im Vergleich mit den Gitarrenspuren...

"walking ghost" soll vom Klang her irgendwo zwischen "tonight, tonight", "cassandra geminni" und "hysteria" liegen. (Ohne jetzt behaupten zu wollen, dass ich jemals in die Nähe eines der genannten Stücke kommen werde, aber die Zielsetzung ist wichtig...) Da passt das Soundlayering ganz gut, denn Muse machen mit ihrem (teilweise fast nach Synthies klingendem) Bass nichts anderes. Vor allem ist mir mal aufgefallen, dass der Bass bei denen mindestens eine Oktave höher gespielt wird, als ich es normalerweise mache. Dadurch lässt sich die ganze Sache natürlich wesentlich präziser und treibender/aggressiver machen. Versehen mit einem Oktav-Effekt und einer Art Fuzz (den ich wohl so nicht zur Verfügung habe) ergibt das dann den typischen, fetten Muse-Bass-Sound.

Bei "isotop" habe ich bereits mit den MIDI-Parts angefangen. Das soll alles schräg und durcheinander und gerne auch hyperaktiv-disharmonisch klingen... das habe ich schonmal geschafft, muss nur noch das restliche Lied drauf passen. "isotop" ist - PREMIERE! - mal nicht in Dur oder äolischem Moll, sondern in der harmonischen Mollvariante. Klingt jetzt vielleicht spektakulärer als es sich später anhören wird, auf jeden Fall ist das aber fürs Songwriting eine interessante Sache (für jemanden wie mich, der Jazz, Kirchentonleitern und sonstige Perversitäten bisher eher aus der Ferne betrachtet hat).

Insgesamt entwickelt sich gerade alles immer postrockiger, progressiver... und auch experimenteller als "Anamnesia", und das ist ein gutes Zeichen. Allerdings existieren die meisten Lieder bisher auf dem Papier, in meinem Kopf und als MIDI-Entwürfe, wer weiß, wo das noch endet...


sjÁlfur

09.09.2006 um 13:52 Uhr

shimmering

von: sjAlfur

Update: "Glen" ist jetzt auch soweit fertig bearbeitet, musste die Beats auf Bass- und Kick-Kompensation EQen, damit der Sound nicht so lasch wirkt. "Routine", "Epic Cardiodrama" und "Ocular Shoreline" sowie die vier Zwischenteile habe ich gestern bereits fertig gemacht, es fehlt noch der letzte Schliff an "Nathanael", was ich mir für morgen vornehme, und dann noch "Steinn", was vom Sound her nicht so wild ist, aber bei dem ich immer noch nicht mit den Gesangsspuren zufrieden bin. Bis auf den Gesang bei "Steinn" sollte dann morgen alles fertig sein. Wenn dem so ist, erkläre ich die Demo-CD offiziell als "kurz vor fertig"...

Wer eine Demo-CD haben will: Ich schicke jedem, der Interesse hat gerne eine Demo-CD zu, bzw. eine Promo-CD. Promo deshalb, weil ich die Dinger logischerweise nicht verkaufen darf (und auch nicht will, jedenfalls noch nicht so). Die CDs verschicke ich aus reinen PR-Gründen, demzufolge sind diese CDs dann auch "For Promotional Use Only". Allerdings kostet ein Rohling in Kombination mit Slimcase, hochwertigem Fotopapierdruck und Porto dann auch etwas. Hätte ich 'ne Menge Geld, würde mich das nicht weiter stören, da ich allerdings keine Menge Geld habe, gibt es die CD dann gegen Überweisung der Unkosten. Ich habe gerade noch keinen genauen Plan, wieviel das sein wird, aber man kann es ja in etwa hochrechnen, ich kalkuliere das aber demnächst nochmal genauer (die Post sagt mir ein Porto von 1,45 €... Material wird ca. 1 € sein... also 2,50 € wären das so in der Größenordnung). Soll heißen: Sobald ich sage, dass die Demo-CD fertig ist, kann man mir eine Mail schicken, wenn man die CD haben will, ich schicke dann Bankverbindung zurück und mit Eingang der Überweisung gibt es die CD.

Ja, das dazu, um mal das Gefühl von abschließenden Details aufkommen zu lassen. Jo. Achja, die CD selbst hat natürlich auch ein designtes Label. Wenn das nichts ist...


sjÁlfur

09.09.2006 um 02:28 Uhr

Hongkong 1966:

von: sjAlfur

 

 

 

da ich jetzt ernsthaft die letzten kleinigkeiten an der demo-cd bearbeite, habe ich auch gleich ein demo-cd-cover zusammengebastelt. in der mitte gefaltet natürlich, die rechte hälfte ist vorne, die linke das inlay. das ganze sieht in groß besser aus, also immer schön aufs bild clicken.

ich hätte auch noch beiträge für die headspeakerbox, aber mir fehlt jetzt die energie, vielleicht später. sagt so dinge wie "hübsch geworden" und "nett gestaltet", dann freu ich mich. bis dahin, wenn mich jemand sucht, ich bin in 2046.


sjÁlfur

08.09.2006 um 00:25 Uhr

for promotional use only

von: sjAlfur

Aktueller Stand der Dinge: Ich sitze am Mixdown und... ähm... "Mastern"... wenn mein PC es schafft, länger als eine halbe Stunde ohne Absturz durchzuhalten, könnte ich auch gute Fortschritte verzeichnen. So bleibt es erstmal dabei: ich habe damit angefangen. Allerdings ist der Großteil der Arbeit auch hauptsächlich das rüberspielen auf die Festplatte, EQings und Kompressionen werde ich nurnoch bedingt anpassen.

 
sjÁlfur