bildpolkrit

14.12.2007 um 14:35 Uhr

Bologna oeconomica - Bologna desiderata

von: soclyt

"Das Ziel des Bologna-Prozesses wird von den europäischen Ministern nur ökonomisch definiert. Europa soll auf den Arbeitsmärkten und in der Wirtschaft gegen die Konkurrenten USA und Asien bestehen können. Das ist aus meiner Sicht ein schwerer Geburtsfehler des Bologna-Prozesses." (Gesine Schwan in 360° 2/2007, S. 108).

"Nicht die Reform ist gescheitert, ihre Ziele bleiben richtig und grundlegend, um die Hochschulen fit und das Studium erfolgreicher zu machen. Die Umsetzung von Bologna ist es, die, zumindest in Berlin, aber auch andernorts, noch nicht funktioniert (...) Bologna ist die grundlegendste Veränderung an den Hochschulen seit Jahrzehnten, sie ist weit mehr als der dringend nötige Umbau von Strukturen." (Jan-Martin Wiarda in "Zeit" 13.12.2007, S. 75).

 

02.12.2007 um 17:06 Uhr

Bildung und Nicht-Akkomodation

von: soclyt

Bildung könnte auch dazu führen, dass gesagt wird: "Das lassen wir mit uns nicht machen (aus folgenden Gründen ...)".

Statt Expansion der Akkomodation, Immer-schneller-laufen im Wettbewerb, Perfektionierung der Selbstvermarktung, Ausweitung von Flexibilität und Mobilität, Über-Bord-werfen nicht zeitgeistadäquater Positionen, Bereitschaft zur Selbstausbeutung (zu der durch andere sowieso), Aufnahme, Internalisierung, Vorwegnahme von außen gesetzter "Anforderungen", Akzeptanz fabrizierter "Notwendigkeiten". 

01.12.2007 um 13:10 Uhr

Uni als Werberaum

von: soclyt

In der Uni finden sich zunehmend mehr Werbeplakate.

Setzen auf Sozialisationseffekte?

Demonstration der "Normalität" und "Alltäglichkeit" einer Kooperation Uni-Wirtschaft?

Ausdruck der finanziellen Verhältnisse?

Unis als Marktelemente?

Werbung als integraler Bestandteil jeglicher Umgebung?

Dezenter Hinweis auf die Käuflichkeit von Institutionen?