bildpolkrit

28.05.2008 um 12:13 Uhr

Employability: Bachelor als Flexibilitätsstudiengang

Gemäß der Festlegung der Vermittlung von Employability als Ziel des Bachelorstudiengangs in der Bologna-Deklaration "sollen sich Studenten nach ihrem Studienabschluss dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt behaupten können. Es geht dabei allerdings offenbar weniger um die Praxisorientierung von Studiengängen, sondern eher um die Bereitschaft der Studenten, für einen Job mobil und flexibel zu sein." ("Zeit" Nr. 22, 21.5.2008, S. 74).

Je flexibler und mobiler, desto employabler: Wenn die Studenten diese schlichte Erkenntnis von der Formung der eigenen Arbeitskraft und dem Verhalten in der Konkurrenz der Arbeitenden mittels eines Bachelor-Studiums lernen sollen, könnte man sich vielleicht einigen Aufwand sparen und ihnen das direkt beibringen - gefordert wird es dann von ihnen ohnehin.

24.05.2008 um 12:20 Uhr

Ranking und Publikationsstrategien (Münch)

von: soclyt   Stichwörter: Ranking, Publikation

Rankings verändern die Publikationsstrategien.

"Weil die Ranglisten keine Bücher erfassen, schreiben immer mehr Wissenschaftler nur noch Aufsätze. Gleichzeitig stückeln sie ihre Forschungsergebnisse und verteilen sie auf verschiedene Artikel. Denn mehrere kleine Artikel zählen im Ranking mehr als ein großer." ( Richard Münch in "Zeit" Nr. 22, 21.5.2008, S. 66).

Damit verändern sich auch die Inhalte; grundlegende Probleme größerer Reichweite sind dafür weniger geeignet als Probleme auf anderen Ebenen - man überlegt sich also den Zuschnitt der Probleme und ihre Möglichkeiten der Zerlegbarkeit und multiplen Verwertbarkeit:

Marktverwertungsorientierte Wissenschaft. 

01.05.2008 um 19:04 Uhr

Bildunspolitik: Forderungen der Eltern

von: soclyt   Stichwörter: Bildungspolitik, Bildungskonzept, Eltern

Mehr Lehrer,

kleinere Klassen,

Ganztagesschule,

Sozialpädagogen.

Evtl. noch:

Spätere Aufteilung der Schüler,

weniger Stoff.

Keine Gesellschaftskonzeption, keine Menschenkonzeption; positiver Bezug auf die bestehenden. Keine Zukunftsperspektive. Keine Auseinandersetzung mit möglichen Entwicklungen; keine Erarbeitung von Positionen dazu. Keine Diskussion von Inhalten.

Keine dezidierte eigene Stellungnahme zur Welt der Erwachsenen, Jugendlichen, Kinder; wie sie ist, wie sie sein sollte, wie das erreicht werden könnte.