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So, wir sind wieder zu Hause.  Unser Recht zu Wählen haben wir uns nicht entgehen lassen. Das Wahllokal hier im Ortszentrum liegt ein paar Kilometerchen von unserem zu Hause entfernt, so dass wir uns mit den Fahrrädern eine kleine Radtour gegönnt haben.Â
Heute war viel mehr los, als bei der Europawahl. Damals haben wir ganz allein im Raum gestanden.  Schnell waren die Kreuzchen gemacht. Tom wartete so lange an den Rädern und dann wechselten wir. Als Tom drin war, musste er sogar ein bisschen warten bis er seine Stimmzettel erhielt.
Mit dem Fahrrad fuhren wir ins Nachbardorf. Hier wollten wir ein neu eröffnetes Restaurant testen. Die Werbung dafür hatten wir schon vor ein paar Wochen in unserem Briefkasten. Da sieht man mal wieder, dass die blöde Werbung doch was nutzt.
5 Minuten vor 12 waren wir dort und das Restaurant war schon offen, obwohl erst um 12 aufgemacht wird. Das war ja schon mal ein dicker Pluspunkt. Einen Minuspunkt geben wir aber, weil es keinen Fahrradständer gibt. Nicht vor dem Haus und auch nicht auf dem Hof. Der Kellner erklärte mir, dass leider kein Platz dafür wäre. Ja, schade!
Die Speisekarte noch sehr neu und sauber. Die Tischdecke leider nicht. Das Hemd des Kellners auch nicht.
Zur Begrüßung gab es ein Sektglas mit einem Kokos-Fruchtgetränk. Keinen Alkohol - sehr gut.
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Bei den Cocktails gab es einen Mango-Kiss im Angebot. *lecker* Den wollte ich. Â Tom ein indisches Bier vom Fass (vom Fass, das hatte er noch nie) und Jenni einen Apfelsaft.Â
Es ist ja schön, wenn man beim Inder auch von einem indisch aussehenden Kellner bedient wird, aber irgendwie hat er die Sache mit dem Apfelsaft nicht so richtig verstanden, denn Jenni bekam eine Saftschorle, die nur nach Wasser und Zitrone schmeckte. Mein Mango-Kiss schmeckte lecker aber der Grenadine-Sirup war wohl vergessen worden. Na ja, egal, denn es schmeckte auch so.
Dann kam ein älterer Angestellter und verteilte die Teelichter auf den Tischen und zur Dekoration im Raum. (Er hatte dreckige Hosen an).
Unser Essen brauchte ziemlich lange, was uns glauben lässt, dass das Essen frisch zubereitet wird. Mit uns waren inzwischen noch einige andere Gäste im Raum. Es scheint also doch gut angenommen zu werden.
Wie beim Inder üblich bekamen wir auch Papadam mit den drei Soßen. Die Pfefferminzsoße war dünn, dafür war die Tamarindesoße leckerer und die scharfe grüne Soße war viel schärfer (Tom hat sie gekostet), als wir sie von unserem Inder her kennen.
Unser Essen war lecker. Etwas scharf aber gut. Es gab Basmatireis mit etwas Petersilie drauf. (gibt es in Indien Petersilie?)
Zur Rechnung gab es noch ein Schnaps auf Kosten des Hauses. Wir durften wünschen. Das gibt zwei Pluspunkte. Und einen ganz besonderen Pluspunkt gibt es weil Jenni gefragt wurde, ob sie auch etwas möchte und ob sie denn schon 18 wäre! Das haben wir zum ersten Mal erlebt. Sie wollte natürlich keinen Alkohol.
Zugucken musste sie aber trotzdem nicht, denn sie bekam ein Schnapsglas mit dem Begrüßungsgetränk.