Wir waren auf der Fan-Meile was für uns als Nicht-Fußball-Fans eigentlich schon eine Leistung ist. Tom hatte sich erkundigt und so wussten wir, dass um elf Uhr Einlass ist. Mit uns standen noch viele andere Menschen, hauptsächlich Familien mit Kindern, vor der Einlasskontrolle. Die Männer wurden abgetastet, die Frauen rutschten so durch, da noch keine weiblichen Securities da waren. Nun wollten wir ja nur schauen, also war auch gar nichts dabei, dass wir Mütter nicht kontrolliert wurden.
Gleich zu Anfang waren wir von den Socken, für eine kleine Cola wollten die Drei Euro fünfzig haben. Das erschien uns doch reichlich teuer, also wurden nur die Kinder versorgt. Okay, nicht nur die Kinder, die Männer haben sich noch ein Bier gegönnt, aber das ist ja immer so teuer. Wir Frauen haben uns an die mitgebrachten Getränke gehalten.
Langsam und gemächlich sind wir dann die Straße hoch flaniert. Immer mehr Leute in Schwarz-Rot-Gelber Kleidung kamen uns entgegen. Es war lustig anzusehen, was für Ideen die so alles haben. Mir hat das alles sehr gut gefallen. Von Fanshop zu Fanshop haben wir uns durchgearbeitet. Auf den überdimensionalen Fernsehern ging das Programm erst nach zwölf los. Wir waren da schon auf dem Rückweg in Richtung Brandenburger Tor.
Sehenswert ist die Fan-Meile in Berlin allemal. Ob das noch so ist, wenn Deutschland spielt, das weiß ich nicht. Auf unserem Rückweg kamen uns viele Fans entgegen, von denen so mancher das Spiel um 17:00 Uhr bestimmt nicht gesehen hat.