wo ist eigentlich die höflichkeit hin?
ich bin ein hilfsbereiter mensch, würd ich mal von mir behaupten. heute, in der strassenbahn, steigt ein mann - ca. 30 jahre - mit seinen zwei kleinen söhnen in die strassenbahn, die waren beide sicher unter 5.
der eine hat sich hingesetzt, der andere is aber noch gestanden ...
da startet die straßenbahn dann plötzlich ruckartig und das kind haut's nach hinten. ich hab schon damit gerechnet und stütz den kleinen mit einer hand ab.
das kind wär voll auf den so "sauberen" strassenbahnboden gefallen, in einen nassen fleck.
und was sagt der vater? - "kommst jetzt, stefan!?" -- er hat nichts gesagt und mich keines blickes gewürdigt ... da frag' ich mich schon, was da los is.
irgendwie ist wien anders. vielleicht seh ich da oft nur die negativen seiten, aber in tirol ist das anders. da scheren sich die leute mehr umeinander und reden mehr miteinander.
in wien, da hat ja jeder angst, mit anderen fremden (!!) leuten zu reden, zu helfen. vorsicht, bissig. ja, nicht anreden.
aber das is, glaub ich, in der stadt so üblich. jeder schaut auf sich, die anderen sind ihm ziemlich wurscht.

Ich denk schon, dass es in Großstädten so ist, wie Du sagst. Es ist einfach anonymer als auf dem Lande. Sowas passiert einem dort eher - aber auch in Großstädten gibt es freundliche, höfliche, hilfsbereite Menschen. Zum Beispiel solche, die kleine Kinder in der Straßenbahn auffangen, wenn sie stürzen!
aber irgendwie hab ich das gefühl, der hauptteil der einwohner verhält sich doch so, oder meinst du nicht?