Meine Suche nach dem Sinn des Lebens

28.09.2006 um 12:21 Uhr

Nach Hü kommt Hott

von: MrP

So spielt das Leben, es geht auf und ab. Nach meinem letzten Eintrag hat sich erstmal alles  ziemlich positiv entwickelt, so schien es zumindest. Wir waren ja eine Woche lang zusammen im Urlaub (also ER und SIE und ICH und ein Haufen anderer Leute). Auf der Hinfahrt glaubte ich schon an den Himmel auf Erden, wir haben geflirtet, er hat es hingenommen und ignoriert. Wir haben auch über recht persönlich Sachen gesprochen und sie hat gemeint, dass das mit IHM wohl ein ziemlicher Griff ins Klo gewesen sei. Alles toll, sollte man meinen. Doch schon am Abend kam die Ernüchterung. Ab diesem Moment kamen die ganze Woche keine positiven Signale mehr von ihr zurück. Ja, er hatte es rausgelassen: er verhalte sich nur so merkwürdig und toleriere alles, weil sie es ja drauf anlegen würde. Tja, dann hat sie's halt "nicht mehr drauf angelegt" und er hat ihr dafür ein bisschen Salz zu lecken gegeben. Der nächste Tag wurde noch besser: es ergibt sich eine Situation, wo sich sogar andere äußern, dass sie doch die Ernsthaftigkeit ihrer Beziehung überdenken und sich fragen solle, ob diese es noch wert ist weitergeführt zu werden. Er schnippt nur kurz mit den Fingern und sie hängt wieder an seinem Hals. Ich hab mich dann später auch ziemlich offen mit ihr ausgesprochen, wie sehr es mich doch ärgert, wie er sie an der kurzen Leine hungern lässt um sie dann mit dem kleinsten Happen gefügig zu halten. Sie hat nichtmal abwehrend reagiert oder so, nein, sie hat mir teilweise sogar direkt zugestimmt. Ne halbe Stunde war sie dann auch ziemlich nachdenklich, aber dann ist sie zu ihm gerannt und hat alles ausgeplaudert. Tja, so engagiert wie an dem Abend hab ich ihn wirklich noch nie gesehen. Er hat sie wieder total eingelullt. Und das ist auch das wesentliche Fazit, was von dieser Woche übrig bleibt. Sie will ihn umerziehen, sagt sie... na toll. Will ja mal sehen, wie sie das schaffen will. Schließlich ist sie die Butter in seiner Hand und wie will die Butter bitte die Hand formen...? Egal, ich behalte meine Kurs bei, auch wenn mich die Woche echt hart auf die Probe gestellt hat. Ich hab mich oft gefragt, warum ich das eigentlich mache und ob ich nicht lieber einen anderen Weg einschlagen sollte. Ich hab Stunden lang über meinen Emotionen gebrütet, ich hab mir mega-böse sakastische-zynische Sprüche ausgedacht, die ich den beiden an den Kopf werfen wollte, um meinem Selbstwertgefühl einen kurzen Überlegenheitsmoment zu verschaffen. Ein Glück hab ich alles für mich behalten. Sie hat definitiv bemerkt, wie mich die Sache mitgenommen hat, ich wollte es ja auch nicht anders, ich hab z. T. nen halben Tag die Miene verzogen und sie einmal sogar für ein paar Stunden ignoriert. Aber dann ist mir klar geworden, wie kontraprodiktiv dieser Mist doch ist, denn das erzeugt maximal ein schlechtes Gewissen oder Mitleid und davon bekomm ich schon viel mehr als mir recht ist. Daher hab ich das gelassen und mich wieder so zu gegeben, als wenn nix passiert wär. Aber sie hat weiter alles abgeblockt, sie hat sogar angefangen mit einem dritten zu flirten, der das aber ganz und gar nicht erwiedert hat.
Naja, aber ich weiß zu überraschen und auf die Unbeständigkeit ihres Freundes ist glücklicherweise auch Verlass. *g* Letzte Woche hat sie sich schon wieder über ihn beschwert und ihn mit mir verglichen. Taten seien mehr Wert als tolle Worte.
Nur leider scheint ihm die Dame, mit der er so gerne geflirtet hat eine deutliche Abfuhr erteilt zu haben. Und auch sein anderes "Geschwätz von gestern", scheint keine Gültigkeit mehr zu haben. Er hat wohl doch gemerkt, dass er nicht nochmal eine so pflegeleichte Freundin finden wird, die sich das alles von ihm gefallen lässt.
Aber meine nächsten Aktionen sind bereits in Planung. Ich werd weiter versuchen durch die Beständigkeit zu punkten, die er nunmal nicht hat. Entweder es reicht irgendwann mal, und sie schafft es sich von ihm loszulösen, oder ich kann sie echt nur aufrichtig bedauern. Und wenn es so kommen muss, dass ich sie nur bedauern kann: ich hab meine Lektionen gelernt und nehme wohl mehr über Menschen und ihre Eigenarten mit aus der Sache, als aus den letzten fünf Jahren meines Lebens zuvor.

29.08.2006 um 12:21 Uhr

Er packt aus...

von: MrP

Tja, seit Juli ist zwischen mir und ihr nicht sehr viel weltbewegendes passiert. Sie hatte ne ganze Menge Prüfungen und musste so viel lernen, dass da kaum noch Zeit übrig blieb. Wenn ich die beiden zusammen gesehen hab, hat sie sich demonstrativ (so schien es mir zumindest) an ihn geklettet und wirkte verliebt wie am ersten Tag.
Aber an einem Abend, an dem sie durch Abwesenheit glänzte, sind nach einigen Bieren seinerseites so einige Informationen geflossen, die wirklich eine Menge erklären. Nicht nur, dass er sehr offensichtlich, intensiv und direkt mit einer anderen geflirtet hat, nein, er hat auch viel geredet. Zwischen den beiden laufe alles quasi perfekt, aber sie sehe immer noch alles durch die rosarote Brille, die er schon lange abgelegt habe. Er meinte auch, dass es langweilig ist, wenn alles klappt. Er und seine Ex hätten sich an diesem Punkt getrennt und beide waren glücklich. Meiner Meinung nach wurde es ziemlich deutlich, dass er nur noch auf einen vernünftigen Ersatz für sie wartet. Sie ist noch total verliebt, und an ihm nagt zum einen das schlechte Gewissen ("Ich kann keine andere Frau ansehen, ohne an sie denken zu müssen."), aber zum anderen scheint er doch genug von ihr zu haben. Früher oder später wird es da wohl einen für sie sehr niederschmetternden Paukenschlag geben. Und ich werde da sein.

15.07.2006 um 13:46 Uhr

Sie und Er... und Ich...

von: MrP

Sie und ich kennen uns jetzt seit etwa einem 3/4 Jahr und er ist nun seit über einem Jahr mit ihr zusammen. Am Anfang war da nicht viel, sie war vergeben und ich wär wohl nie im Leben darauf gekommen, irgendwelche Annäherungsversuche zu starten. Wir drei haben uns und sehen uns bis heute sehr regelmäßig. Er und ich kommen gut miteinander klar, auch bis heute, obwohl er von meinen Bemühungen weiß. Und sie und ich... nuja, am Anfang war da nicht viel mehr als Sympathie, wir haben mal getanzt, hin und wieder ein paar Worte gewechselt und ich hab ihr gern zugehört.
Richtig angefangen hat die Geschichte vor zwei Monaten, als ich ihr unaufgefordert einen Gefallen getan hab, sie unterstützt hab, als sie es sehr schwer hatte. Das hat ihr wohl gezeigt, dass ich einiges für sie übrig habe und dass man sich auf mich verlassen kann, möglicherweise auch, was sie in ihrem Freund eher weniger hat. Auf jeden Fall hab ich den Eindruck, dass dieser Tag einiges in ihr wachgerüttelt hat. Am selben Abend kam von ihr in meiner Gegenwart noch die Bemerkung, dass sie noch nicht endgültig vergeben sei, und dass man ja noch Chancen bei ihr hätte - nicht gerade typisch für sie, würd ich sagen. Auch in den folgenden Wochen machte sie mir gegenüber mehrfach deutlich, dass sie mit ihm nicht wirklich glücklich war, vielleicht war das nicht so beabsichtigt, aber es war definitiv eindeutig. Eine Woche nach einer für mich sehr aufbauenden Sympathiebekundigung ihrerseits erreichte das Drama seinen ersten Höhepunkt: sie war total fertig, er und sie wechseln kaum ein Wort, bis zum Paukenschlag: sie gibt ihm einen Brief. In dem stand wahrscheinlich, was sie an ihm alles vermisst und stört.  (Ich war so taktvoll und hab ihm beim Lesen nicht über die Schultern guguckt. *g*) Dann schwiegen sie sich noch einen Abend lang an. Klimax einer Beziehungskrise... meine Chance und ich habe mich tatsächlich getraut! Hab am nächsten Tag was mit ihr unternommen, um sie abzulenken, aber ich bin mal wieder über meine Schwächen gestolpert, ohne die ich sehr viel mehr aus der Situation hätte holen können. In den folgenden Wochen folgten so einige weitere Situationen, in denen ich ihr mehr oder weniger klar machte, dass ich was von ihr will. Sie weiß es, und er weiß es mittlerweile auch, aber er scheint sich nicht gerade dran zu stören. Da nimmt er mich wohl nicht wirklich ernst, scheinbar weiß er, wie sehr sie an ihm hängt und verlässt sich darauf. Ihre Krise scheint im Wesentlichen überwunden zu sein.
Tja, ich bin ihr oft gefühlt näher gekommen und wurde genau so oft  sanft zurück geschoben. Ich hab das Gefühl -  okay... vielleicht ist es auch die Hoffnung - dass sie sich eine Option offen halten will, falls sie mal derbe von ihm enttäuscht werden sollte.
Für den letzteren Fall und für den Rest meines Lebens werd ich weiter an mir arbeiten, auf dass ich gewappnet bin auf was auch immer noch auf mich zukommt und damit ich ein noch liebenswerterer Mensch werde.

09.07.2006 um 21:21 Uhr

Meine Sucht nach Anerkennung

von: MrP

Seit ich denken kann trage ich einen gewissen für jeden deutlich sichtbaren und nicht unwesentlichen körperlichen Makel mit mir rum, der mein Leben bis heute extrem stark geprägt hat. In den ersten Jahren der Schulzeit wurde ich viel gehänselt und auch sonst war der besagte Makel meinem Selbstbewusstsein nicht gerade zuträglich. Ich wurde ein kleines verschüchtertes, in sich zurückgezogenes Kind. Glücklicherweise hatte ich zu der Zeit (zwar recht wenige, aber) sehr gute Freunde, die mich insoweit gerettet haben, dass ein fast "normaler" Mensch aus mir geworden ist. Außer mit diesen wenigen sehr guten Freunden hatte ich aber kaum größere soziale Kontakte mit meiner Umwelt, quasi bis ich vor einem Jahr die Schule verlassen habe. Ich hab also auch meine Pubertät im Prinzip ohne irgendeinen Kontakt zum anderen Geschlecht durchlebt, war nie auf irgendwelchen wilden Partys und hab auch sonst recht wenig von dem gemacht, womit der Durchschnittsmensch so den größten Teil seine Jugendzeit verbringt. Folglich hab ich eine ganze Menge Erfahrungen nicht gemacht, die für die meisten banal und selbstverständlich sein dürften. All das hat die folgende, im Moment am schwersten auf mir lastende Konsequenz: ich bin für mein Alter grottenschlecht im Kommunizieren und lockeren, ungezwungenen Umgang mit anderen Menschen.
Ihr fragt euch nun sicherlich, was er dann die ganzen Jahre lang gemacht hat, wenn er nie zu irgendwelchen Partys war oder irgendwelche Beziehungskisten gestapelt hat? Wie ihr sicherlich wisst, ist Arbeit eine der besten Ablenkung, die man kriegen kann. Und da mir ein gewisser Ehrgeiz mit in die Wiege gelegt wurde, fiel es mir nicht schwer, mich mit dieser Ablenkung jahrelang über das, was mich eigentlich im Innersten plagt, hinwegzutäuschen. Es ist mir vor ein paar Wochen aufgefallen, dass alle diese Sachen, die ich so gemacht habe, sei es Schule, Wettbewerbe, Musik usw., im Prinzip auf eines abzielen: Anerkennung anderer Menschen. Aber diese Anerkennung hat mich wenn dann nur für Augenblicke glücklich gemacht, wie ich jetzt bemerkt habe. Diese endlose Suche hat mir eine ganze Menge gegeben, vor allem an Fähigkeiten, die ich auch nicht missen möchte. Doch ich habe erkannt, dass ich nicht weiter mit dieser Sucht, diesem inneren Zwang eben all das zu tun, leben will. Ich will ein ausgeglichenes Leben führen, ich möchte den Rückstand bezüglich meiner Sozialkompetenzen aufholen, ich will (zu) einen Menschen finden, den ich liebe und der mich liebt, und erst dann will ich all das tun, was bis vor kurzem quasi mein ganzes Leben gefüllt hat.

08.07.2006 um 13:15 Uhr

Worum geht's in diesem Blog?

von: MrP

Hallo Welt, ich bin 19 Jahre alt und hab grad die bisher mit Abstand intensivsten eineinhalb Monate meines Lebens hinter mir. Noch nie habe habe ich soviel über mich und mein Leben nachgedacht, so viele emotionale Hochflüge genossen und Tiefs durchlitten und noch nie war ich innerlich so aufgewühlt wie in den letzten sechs Wochen. Noch nie habe ich mich persönlich so schnell weiterentwickelt, mich so viel getraut und noch nie zuvor habe so viel Zeit damit verbracht an einen anderen Menschen zu denken.
Tja, wie ihr sicherlich schon vermutet habt: ich glaube, ich bin verliebt, ich bin mächtig in ein Mädchen verschossen, ein Mädchen, das wohl vergeblich seinesgleichen sucht. Doch wie das Leben so spielt liebt sie einen anderen, ihren Freund, auch wenn sie mit ihm alles andere als glücklich zu sein scheint.
Ja, ich bin auf der Suche, in vielerlei Hinsicht... ihr fragt euch vielleicht, wonach? Meist muss man etwas verlieren, bevor man anfängt zu suchen, so auch bei mir: Ich hab die Unbekümmertheit verloren, mit der ich etwa bis vor einem dreiviertel Jahr vor mich her gelebt habe, und ich hab die Zuversicht verloren, dass die Zeit schon alles zum Guten wenden wird. Statt dessem kam die Erkenntnis, dass ich so, wie ich bis dahin gelebt habe, einfach nicht glücklich werden konnte, und dass ich an mir schleunigst was ändern sollte, um nicht noch mehr vom eigentlichen Leben zu verpassen.
Bis vor zwei Monaten war ich kaum in der Lage über meinen eigenen Schatten zu springen, doch langsam aber sicher hat sich was in mir in Bewegung gesetzt.

Ab heute gibt es hier eine Story, wie sie nur das Leben schreibt. Und du, der du das grade liest, hast Gelegenheit die Feder mitzuführen!
Das Ende dieser Geschichte ist noch offen, also bitte nutzt die Kommentarfunktion und schreibt mir eure Erfahrungen, Meinungen, Empfehlungen und alles sinnvolle, was euch hier beim lesen einfällt!