Sonne, Mond und Sternchen

20.06.2007 um 14:46 Uhr

summer in the city

man hat sich ja an das donnergrollen inzwischen gewöhnt. mit stabilität hat das nichts zu tun, worauf man sich allerdings verlassen kann, ist, dass die sonne ja doch immer mal wieder ihr gesicht zeigt, aber dann wird es auch wieder so fürchterlich warm, zumindest hier in der tallage (lies: Tallaaasche, haha), und ich hab also schon mal die erste hälfte dieses sommers am schreibtisch gesessen. und dinge gemacht, die mir keinen spaß machen. nunja. daran muss sich was ändern. dringend. kann mir einer sagen, ob alle menschen da draußen so getrieben sind? vielleicht wissen sie es ja gar nicht, das ist aber vielleicht gar nicht das schlechteste, es ist eklig, es zu merken und änderungsbedarf zu verspüren und den mut nicht aufzubringen und dann doch wieder angetrieben werden, von einer mühle, die so groß erscheint, dass die aussicht sie zu bekämpfen, nunja, gering, gering gering, ich weiß hier fehlt ein verb und es ist mir egal, auch diese beiden hauptsätze trenne ich nicht mit einem komma, ach scheiß doch drauf.

muss sich wirklich mal etwas entladen? beim wetter ist das ja so. die wolken füllen sich mit regen, heiße luft trifft drauf, es gibt einen funken und einen riesenbums und die luft sollte etwas frischer sein.

hier unten muss man den wind immer selber machen und die sonne alleine freiräumen und dann wird einem gesagt, es gäbe kein schlechtes wetter, nur schlechte kleidung, na bravo.

und die omas, die haben immer gesagt: wer weiß, wofür's gut ist.

jaahaaha. späääter. viel später, da erkennt man häufig einen sinn. mit einem runzeligen busen soll ich dann erkennen, dass diese ganzen falsch erscheinenden schritte eine richtige erkenntnis gebracht haben. und wie wir alle wissen: es ist nie zu spät. nein. niemals. und wenn ich dann an die oma von billy elliot denke, die primaballerina hätte werden können? weiß der geier, irgendwie geht es schon weiter. eindeutig ist nichts und der weg ist ja auch das ziel, und mir fallen noch so viele gemeinplätze ein, die irgendwie gar nicht darauf angelegt sind, etwas zu ändern.

kommt zeit, kommt rat.

15.06.2007 um 13:40 Uhr

MUSIK!

glaubt es mir oder glaubt es mir nicht. ich höre musik! musik! ich fasses nicht, einfach wieder musik hören, wie schön, wie entspannend, wie wunderbar, musik zu hören. wie kann man sich nur durch die arbeit dermaßen die lebensqualität zerstören lassen? bin um eine erfahrung reicher.

danke welt! 

04.06.2007 um 01:03 Uhr

kritik

was macht man mit kritik? wie sehr lässt man sie an sich heran? wie sehr überträgt man sie auf die eigene person, wie schnell lässt man sich als ganzes entwerten, wie viel abstand hat man zu den dingen, die man tut, wie weh kann kritik tun und wie viel angst macht schon allein die aussicht auf kritik?

wer viel macht, macht viele fehler...

so sagte mein ehemaliger chef immer zu mir. wie wahr wie wahr, dennoch psychologisierte er ständig an mir rum und brachte meine fehler ständig mit meiner persönlichkeit in verbindung. eklig...

vielleicht muss man sich frei machen. frei machen von der vorstellung, dass die sicht der anderen weh tun könnte.

kann sie nicht.

kann sie nur dann, wenn du sie dir zueigen machst und dich dann selbst so siehst, und zwar vollständig...

scheiß drauf und von vorne.

neues spiel - neues glück!

na denn...

 

 

 

 

02.06.2007 um 19:11 Uhr

Ich könnte...

...noch lange so weitermachen, lass es aber. So viele letzte Seiten. Wer weiß, welche noch kommen.

02.06.2007 um 19:09 Uhr

Und natürlich...

Ansichten eines Clowns und Der Fänger im Roggen.

02.06.2007 um 19:08 Uhr

Wer die Nachtigall stört...

...nicht zu vergessen.

02.06.2007 um 18:33 Uhr

Die letzte Seite...

Die letzte Seite eines Buches entscheidet oft darüber, in welche Kategorie ich es einordne.

Dass es grundsätzlich gut ist, merke ich beim lesen. Ein gutes Buch mag man nicht weglegen, auf ein gutes Buch freut man sich am Abend, das schlägt man auf und ist sofort weg, drin in den Figuren, im Abenteuer, in der Seele, im Liebesleben und im Horrorszenario. Mir ist es oft wurscht, ob ein Buch besonders gut geschrieben ist. Solide muss es sein, man darf sich nicht über den Stil ärgern oder über Irrtümer und Auslassungen, irgendwie rund, dann passt das bei mir schon.

Z.B. die Hexentrilogie von Anne Rice. Geile Bücher. Nicht besonders ertragreich, wenn du nach großen Erkenntnissen strebst, aber doch so, dass abends ein gutes Gefühl da ist: Ich hab was zum Lesen, ich will wissen, wie es weiter geht. Stephen King, genauso (allerdings der bessere Schreiber), der von sich selbst sagt, seine Bücher seien die BigMacs in der Literaturszene. Jooa, warum nicht mal n BigMac, bei mir passt manchmal auch nix anderes als ein BigMac rein, so komplizierte kleine Häppchen, das brauch ich oft nicht.

Ken Follet und Dan Brown kann ich nicht leiden. da ärgere ich mich über die vielen Cliffhanger bei jedem Absatz, das ist so durchsichtig und im 'Dritten Zwilling' von Follet ist ein Mann auf einer Seite als 1,80 cm groß beschrieben und zehn Seiten weiter als 1,90, sowas macht mich wahnsinnig, einfach nur so Flüchtigkeitsfehler, lieblos...


Greg Iles hat mir dieses Jahr Lesevergnügen bereitet, Herr Eschbach, Herr Schätzing, die oben genannten Damen und Herren King und Rice, Frau Rowling wird es dieses Jahr auch wieder tun, das is ne nette Sache, da weiß man, was man hat.

Aber dann die letzte Seite. Die letzte Seite hat schon mal einen Aha-effekt oder beinhaltet ein Seufzen, alles ist gut gegangen oder auch gerne mal Enttäuschung, ein 'Naja, das hab ich mir anders vorgestellt'. Aber manchmal, manchmal, da löst die letzte Seite etwas aus, da kommt in leisen Wogen ein Satz in meinen Kopf, ein Satz, der lautet: Das schönste Buch, das ich je gelesen habe.

Und wenn ich diesen Satz denke, denke ich gleichzeitig, aber nö, das ist doch schon Owen Meany vom Herrn Irving, oder nee, das war doch Fool on the Hill vom Herrn Ruff oder nee Ich und die Anderen, ach, da war doch auch noch Alles ist erleuchtet von Jonathan Safran Foer und Schnitzlers Traumnovelle und was war damals mit Vom Winde verweht (jawohl da steh ich dazu, das hab ich damals gedacht, und denke ich heute noch) und bei der Unendlichen Geschichte hab ich mir die Tränchen weggewischt und diesen Satz zum ersten Mal gedacht.

Alle anderen letzten Seiten vermögen keines dieser Bücher von seinem Rang zu vertreiben, sie sind alle die schönsten, jedes auf seine Art. Gestern ist noch eines hinzugekommen. Das schönste Buch, das ich je gelesen habe: Die Brooklyn Revue vom Herrn Auster. Herrn Auster habe ich lange lange übel genommen, dass er die New York Trilogie geschrieben hat, die mich fast über den Rand des Wahnsinns hinweggetrieben hat, wo der gute Mann mir ständig postmodern, wie er nun mal drauf war mit dem Spannungszipfel eine leckeren groben Leberwurst vor der Nase rumgewedelt hat, um dann ein exotisch gewürztes Gemüse-Risotto zu servieren. Aber dann wurde mir das Buch der Illusionen empfohlen, dessen Titel erneut mein Misstrauen erweckte, das mich aber auf jeden Fall versöhnt hat. Ja und seitdem les ich den sehr gern, aber gestern bei der letzten Seite besagten Buches, da wurde er nicht nur zu einem Autor, der eines der schönsten Bücher geschrieben hat, die ich jemals gelesen habe, da wurde er zu dem besten Autor überhaupt.

Das Buch hat mich glücklich gemacht. Ein Buch, bei dessen letzter Seite ich gelächelt habe. Traurig, glücklich, voller Hoffnung, alles zugleich...