Sonne, Mond und Sternchen

31.12.2007 um 12:03 Uhr

Rum...

...schon wieder 365 Tage. Schwupps, weg sinn'se. Und ich bin so unpathetisch wie eh und je. Jahreswechsel bekümmern mich irgendwie nicht. Seltsam. Viele Freunde haben mir geschrieben, dass sie sich viel mit dem Alten Jahr auseinander gesetzt haben in letzter Zeit. Und ich würd das ja auch gern mal machen, aber bei mir tut sich nix...

Oft kommt das bei mir in der ersten Januarwoche. Wir werden sehen...

Jedenfalls wünsch ich einen wundervollen Jahreswechsel. Feiert alle schön, wie es Eurer Stimmung genehm ist, und kommt fröhlich rüber.

Hoffentlich, hoffentlich scheint morgen die Sonne.

 

24.12.2007 um 14:43 Uhr

Sunny T. verliert die Nerven...

Ich bin der Weihnachtsmann. Und fürs Geschenke verpacken zuständig. Mann und Kind machen genau deswegen einen ausgedehnten Spaziergang.

Und ich find hier nix. Alles ist irgendwie weg.

Das dümmste: Ich hab das Weihnachtsgeschenk für den Ehemann verbaselt. Es hat in etwa Taschenbuchgröße, ist aber keines. Und es ist in irgendeiner Ecke, auf irgendeinem Stapel, unter irgendeinem Blatt Paier, schlimmstenfalls im Bücherregal.

Suchet, und Ihr werdet finden. Klopfet an, und Euch werdet aufgetan.

Aber welches verfluchte Geschäft hat denn JETZT noch auf?

 

 

 

22.12.2007 um 14:58 Uhr

Sunny Tolpatsch

Dass ich tolpatschig bin, haben so einige Einträge hier schon bewiesen. Ich lasse mein Handy in den Milchkaffee plumpsen , ich lege versehentlich Paketbomben in öffentlichen Verkehrsmitteln aus, ich frage den Verkaufsstellenleiter des Lidl unschuldig, wo er Eier hat, und und und und...

Ich finde Sunny Tolpatsch nicht so wirklich vorzeigbar. Nee. Nicht so wirklich. Aber im Weihnachtsstress hat sie ihre Vorteile. Sunny Tolpatsch ist nämlich, neben der Tatsache, dass sie völlig lebensuntüchtig erscheint, ein ungeheuer positiver Mensch. Sie findet ungeheuer viel lustig und negative Schwingungen sind ihr egal.

Als sie bei Aldi an der Kasse angerempelt wurde, weil sie daneben in CDs und DVDs stöberte, da lächelte sie nur in sich hinein. Als sie angeranzt wurde: 'Kann ich hier mal vorbei?' Da legte sie die DVD, die sie in der Hand hatte, auf die Ecke des Stapels, sagte sanft: 'Mh-mhm.' und versuchte iheren Po einzuziehen. Als der betreffende Mann sich vorbei schieben wollte, fiel nicht nur die DVD, nein auch der gesamte Karton mit Sunny Tolpatschs EInkäufen auf den Boden. Als Sunny Tolpatsch sich bückte, um die Einkäufe aufzuheben, kam sie an den MonCherie-und-Ferrero-Küsschen-Stapel. Als vierzehn MonCherie-Packungen zu Boden rasselten, drehte sich Sunny Tolpatsch wieder um, fiel gegen diverse EInkaufswagen und sammelte fröhlich kichernd ihre Einkäufe auf, während helfende Hände ihr kopfschüttelnd, die Margarine, die Forelle und den String-Tanga reichten, was Sunny Tolpatsch zu erneuten Lachanfällen anregte.

Irgendwann kehrte wieder Ruhe ein. Sunny Tolpatsch zahlte. Und als sie den Laden verließ, da bekam sie ein verträumtes Lächeln geschenkt. Aha. Der Rempler. Er sagte: "Frohe Weihnachten!" und schaute Sunny T. tief in die Augen.

Sunny lächelte zurück, schwang sich die Aldi-Tüte auf die Schulter und verließ mit einem fröhlichen 'Ho-Ho-Ho' den Laden, auf zu neuen Erfahrungen mit Dingen, die nicht niet- und nagelfest sind.

 

Frohe Weihnachten, Euch allen! Mal gucken, was wir dieses Jahr suchen.

 

Hihi.

 

17.12.2007 um 22:49 Uhr

Hartz IV und die Würde des Menschen...

Meine Freundin Marie bekommt Hartz IV. Sie heißt keinesfalls Chackeline und sie nutzt auch niemanden aus oder liegt auf der faulen Haut. Sie hat zwei Kinder und ist allein erziehend. Sie ist eine intelligente, mutige und unermüdliche Person, die versucht, etwas aus ihrem Leben zu machen.

Das ist gar nicht so leicht allein mit zwei Kindern, das kann ich euch sagen. Und da geht es gar nicht so sehr um das Management, den Haushalt oder die Betreuungszeiten und -gelegenheiten. Sie ist allein, sehr allein. Woher denn jeden Tag neuen und frischen Mut nehmen, um sich so aktiv wie möglich in die Business-Klamotten zu stürzen und ein Bewerbungsgespräch nach dem anderen anzuleiern? Nach tausend Enttäuschungen und Rückschlägen und Steinen auf dem Weg. Beseitigt man einen, steht man schon vor dem nächsten. Der nicht zahlende selbstgerechte Vater der beiden Kinder, der diese immer wieder enttäuscht, mit bösen Worten nicht sparsam ist, ständig Abmachungen durchbricht. Die bösen Zungen drumherum, die behaupten, man bekäme es sowieso nicht auf die Reihe. Die Eltern, die den Kontakt in der ersten Schwangerschaft abbrachen, ohne Verständnis, ohne Unterstützung. eine Handvoll Freunde, die meisten in einer ähnlichen Situation. Woher der Mut? Woher nehmen?

Man könnte meinen, dass man Unterstützung bei einer Behörde bekommt. Doch die kürzt. Kürzt und kürzt. Eine gute Zeit dafür ist die Weihnachtszeit. Man sagt aber nicht, um wie viel man kürzt. Zahlt Monat für Monat andere Beträge aus. Marie weiß nicht, wie viel ihr eigentlich zusteht. Wo sollte sie bessere Auskünfte bekommen, als von der Behörde selbst? Mh?

Dort meldet man sich mittlerweile noch nicht mal mehr mit Namen. Die Sachbearbeiterin ist nicht im Hause. Morgen? Wisse man nicht. Man könne sich ein Rückrufticket besorgen. Aha. Aber wenn man von sich aus noch mal anruft, sei das Rückrufticket verbraucht, dann wäre man raus aus dem Computer und aus der ganzen Geschichte. Marie wollte einen Termin. Bekommt sie aber nicht. Sie will nur wissen, mit wie viel Geld sie denn in Zukunft rechnen könne. Man habe ihr eigene Einkünfte abgezogen, die sie gar nicht hat. Darüber wisse man nichts. Da kann man jetzt nichts machen.

Ich habe eben mit Marie gesprochen. Ihre Stimme zitterte. Sie hörte sich so an, als zöge sich eine Schlinge um ihren Hals. Sie sagte: "Es steht mir doch zu. Warum behandelns sie mich so, als bettle ich? Es ist Weihnachten. Lara hatte im November, Lukas im Dezember Geburtstag. Womit soll ich denn rechnen. Ich bin drauf angewiesen und es steht mir doch zu."

Mir zog sich auch die Kehle zu, als ich ihre Stimme hörte. Ich könnt kotzen. Sie will kein geld geliehen bekommen. Sie will einfach wissen, was ihr zusteht. Und sie will ihre Würde behalten. Schwierig. echt schwierig, so wie damit umgegangen wird...

 

17.12.2007 um 11:47 Uhr

Abmeldeknopf

Darf das wahr sein? Sie lassen bei meinem Email-Account einfach meinen Abmeldeknopf verschwinden. Einfach so. Ich will mich so ganz normal abmelden, geh mit diesem Pfeil in die gewohnte Richtung und: Nüschte!

Das Schöne ist: Erstmal kommen natürlich Zweifel an mir selber auf. War der Abmeldeknopf wirklich DA? Und guck ich auch richtig. Gab es überhaupt einen?

Na klar, gab es einen. Sicher! Und jetzt isser futsch. Und als ich dann endlich in der ganz oberen Leiste, also da wo das fensterchen schon aufhört einen Abmeldknopf drückte, da sagte man mir:

Sorry. Page not found.

Das Internet. Als sie es in der Sendung in der Maus mal erklärt haben, da glaubte ich, es verstanden zu haben. Aber die Feinheiten... ts

Ich geh jetzt nochmal suchen. So ganz glaube ich mir das selber nicht.

 

16.12.2007 um 21:42 Uhr

oh diese musik...

diese wundervolle stimme, dieses klavier, dieses schlagzeug, dieses rotzig sanfte, es geht runter wie öl, ich wiederhol mich bestimmt, aber es ist einfach wundervoll. muse, muse, muse, ich will nix andres mehr hören.

auch wenn es am 22.12. wieder aufs legendäre nma-konzert geht - das wird bestimmt geil (so wie da), aber sie stinken grad nicht gegen muse an.

habe auch (wie einige andere) über einen musik-blog nachgedacht, allerdings gehöre ich zu den menschen, die über wochen, ja monate, die gleiche musik hören. ich könnt ja meinen lieblingsliedern einen text widmen. oder doch einfach mal über meine lieblingsbands, konzerte und spektaluläre hörerlebnisse schreiben? bestimmt inspirierend. ich glaub, das mach ich einfach mal. und wenn es nur bei einem eintrag bleibt. mir is jetzt danach...

nachtrag einige minuten später:

nägel mit köpfen, guckst du hier.

15.12.2007 um 16:48 Uhr

aufräumen

alles bleibt ruhig. ich bin bewaffnet. schweres, ganz schweres geschütz. ein locher, ein hefter, klarsichtfolien und mehrere, gleich mehrere ordner. und ich verspreche: kein papierchen wird übrig bleiben. auf dass ich über diesen schreibtisch komme und niedermache all diese berge und haufen von wichtigen krams.

amen.

05.12.2007 um 20:27 Uhr

Was ist Mut?

Wir kennen sie doch alle, die olle Story, die jeder früher oder später an der Schule erzählt bekommt oder weiter erzählt. Die von der Abi-Klausur mit dem Thema: Was ist Mut?. Wo der Schüler einfach nur "Das ist Mut." geschrieben und eine gute Note bekommen hat.

War das mutig? Es ist wohl eine Legende, aber wenn es jemals so gewesen sein sollte, war das mutig? Wäre es als 'ziemlich beknackt' in die gymnasiale Geschichte eingegangen, wenn die Klausur mit 0 Punkten bewertet worden wäre? Und wäre es dann dennoch mutig gewesen?

Keine Ahnung, denn wir wissen nicht, wie viel Angst der betreffende Schüler hatte. Mut heißt für mich 'Angst überwinden'. Ok, und das kann ALLES heißen. Eine knappe Antwort, genauso wie eine unkonventionelle. Lügen kann manchmal genauso viel Mut kosten, wie die Wahrheit sagen, stehen bleiben ebenso wie weiter gehen.

Ich kenne einen mutigen Menschen, der ist schon in alle Richtungen gestiefelt. Man sagt ihm nach ein Wendehals zu sein. Heroisch wirkt er gerade nicht, mein mutiger Beispielheld. Er sagte erst so, dann sagte er so, manchmal stand er schwankend genau in der Mitte und hielt Stellung. Ein Paradebeispiel für einen Feigling, so habe ich von vielen gehört.

Ein introvertierter Feigling, wenn schon. Denn keinem hat er gesagt, was ihn all diese Entscheidungen gekostet haben, an Gedanken, an Energie und Emotion. Kein Mensch weiß, was ihn seine einzelnen Stellungnahmen gekostet haben, durch welche Hölle er jedes Mal ging. Wie einsam er in der Konsequenz jeder Phase war. Wie stoisch er all die Blicke, all die bösen Zischeleien ertrug.

Für mich ein Held, par excellence, ein mutiger Mensch, der sich nicht hinter dem Trend versteckt, in schwierigen Situationen nicht davon läuft, die Pole endlos ausdifferenzierte und sich in immer neue und unbequeme Positionen begab.

Manchmal aber, so denke ich, sollte man den Mut mal beiseite lassen. Einfach nur an sich selbst denken. Die Beine in die Hand nehmen. Ganz egoistisch seinen eigenen Vorteil herauswirtschaften und gehen.

Komischerweise wird man dann selten Feigling genannt, sondern einfach nur als klug angesehen.

Man steckt nicht drin, oder?

Das sollte man sich stets klar machen, wenn man mal wieder allzu schnell mit einem Urteil zur Hand ist.

 

04.12.2007 um 20:50 Uhr

den rotz noch in der nase

 

 

 

Frosch

 

Drei Tage war der Frosch so krank.

Jetzt raucht er wieder.

Gottseidank!