under control
ich hasse es, wenn dinge passieren, die sich meinem verständnis entziehen, die einfach so unfassbar so unsagbar groß und widerlich und erschreckend und schockierend sind, dass sie aus meinem blickfeld zu schwinden scheinen, an kontur verlieren, an farbe, an struktur, an festigkeit.
keine kohärenz, alles verschwimmt, und ich versuch die kontrolle zu halten, klammere mich an durchlöcherte strohhälme, die dann, tief in meinen dunkelsten kellern, ihre sinnlosigkeit preisgeben.
aber nur dort.
das leben ist gemein.
und gnädig.
zu uns allen.
und wir haben es nicht unter kontrolle.
jeder grashalm, jeder sonnestrahl, jeder noch so kleine augenaufschlag, jedes lächeln, jeder händedruck, jede zärtliche berührung, jeder ton, jeder duft, jedes kleine funkeln und schimmern
zählt.
heute.
nicht erst morgen.
bitte.
