Sonne, Mond und Sternchen

25.11.2008 um 15:14 Uhr

Ein Lächeln

Da lag ich, heut nacht, in meinem, ach was, in einem Bett einer fremden Stadt, ich dachte nach, ach was, meine Gedanken rasten von Eckpfeiler zu Eckpfeiler meiner neuen Arbeitsstelle (ach übrigens: DAN-KEEEE für meine Arbeitsstelle, DAN-KEEEEE für jeden neuen Tag, höm), mein Gehirn drehte sich um die dreitausend Mal im Uhrzeigersinn und ebenso viel mal wieder zurück, Gehirndrehwurm, schlümm, ich bin keine Zwanzig mehr, und apropos Uhrzeigersinn: Der muss verrückt gespielt haben, denn die Uhr zeigte 5.00 an, was geheißen hätte, dass ich erst eine Stunde später aufstehen muss, was natürlich nicht gegangen wäre, aber erwähnte ich hier jemals, dass am Ende doch alles irgendwie geht? Jedenfalls war mir dann doch irgendwann mal langweilig und ich ging die Galerie meines Handies durch: Bilder von mir, von meinem Mann, meiner Kunstlehrerin, der ich dringend eine laaaaaangstielige Rose schenken muss, weil sie so wundervoll ist, ach ja, eine Eidechse, ein Chamäleon, Fluss, Sonnenuntergang, Wolken, Schneeglöckchen, Krokusse, Erdnuss, Erdnuss, Erdnuss, Erdnuss, Erdnuss, und so langsam ging es auf in meinem Gesicht, das leise Lächeln, und es wurde breiter und breiter, und schließlich gelangte ich an meinem Lieblingsfoto an: Jessi. Jessi und ich mit den grellbunt geringelten Wintermützen unserer Töchter auf dem Kopf, schielend, mit Zunge ausm Mund. Und dann dachte ich daran, wie sie für mich da war, wie sie mich letzten Dienstag angeschaut hat, als ich vor lauter Erschöpfung in Tränen ausgebrochen war, voller Liebe und so sanft. Muss ich mehr sagen? Es ist ein großes Geschenk Gottes, Menschen um sich zu haben, die einen von Herzen lieben. Zurückzulieben und das tiefe warme unendlich weite Gefühl, das damit verbunden ist, das ist ein Geschenk, das mit Worten kaum noch zu beschreiben ist.

Ich lächel, ich liebe, ich lebe.