Ich bin der Widerspruch in mich...
Ich starre in die tanzenden Flocken da draußen. Mein Mann sitzt mir gegenüber. Wir schweigen. Es ist kein gemeinsames Schweigen. Er schweigt. Ich schweige. Aus dem Fenster schauend. Rauchend. Kaffee schlürfend. Traurige Augen. Sehnsüchtig in den Schneeflocken verfangen. Irgendwann seufzt mein Mann.
"Es ist nicht leicht, Du zu sein, mh?"
Ich muss grinsen. "Nee." sage ich. "Aber es ist schweineinteressant!"
Wir müssen lachen. Und das tun wir wie immer gemeinsam.
Und ich weiß auch, was es heute ist, was mich so traurig macht. Manchmal passe ich einfach nicht zusammen. Dann bin ich zu viele. Alles auf einmal.
Zu bunt. Ich bin mir zu bunt. Stell doch mal einer die Farben ab. Stell doch einfach mal einer die Farben ab.
