Gone with the wind...
Ich habe heute den ganzen Tag an einem Text gearbeitet. Ein Text über Träume, kalten Regen, Bürokratie und zwei Menschen, die sich schweigend in der Agentur für Arbeit gegenübersaßen, einer am einen Ende, einer am anderen Ende, des Schreibtisches, der Welt, wer weiß das schon.
Der Text ist jetzt weg. Weil ich Doofi zwischendurch ausgeloggt war und einfach, ohne zu speichern, den Veröffentlichen-Knopf gedrückt habe.
Das tut weh.
Doch die Schlusssätze sind noch präsent, und ich möchte sie Euch nicht vorenthalten.
Nachdem ich mich heute nach einer Weiterbildungsmaßnahme, aufbauend auf meinen weit reichenden Kenntnissen der Linguistik und der Welt, ausgehend von meiner unglücklichen Position im öffentlichen Dienst, die ich demnächst aufgeben möchte, erkundigt hatte, wurde mir das folgende gesagt."Wenn Sie aus einem Arbeitsverhältnis ausscheiden wollen, dann ist es unser erklärtes Ziel, Sie in einem neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis unterzubringen, das und nichts anderes, und" Die Dame hat mich mit tiefster Verachtung angesehen. "erlauben Sie mir die Anmerkung: Das sollte auch IHRE oberste Priorität sein."
Fast hätte ich es geglaubt. Doch ich bin mit wiegenden Hüften und breit grinsendem Gesicht den grauen Teppich des Korridors entlang geschlendert. Am Ausgang öffnete sich mir automatisch die Glastür zur Welt. Ich habe tief eingeatmet und weiter geträumt.
Träumer sind offensichtlich eine Bedrohung für die Gesellschaft. Diese Erkenntnis lässt mich gleich ein bis zwei Träume mehr in meine Liste aufnehmen. Ich werde sie träumen, daran festhalten, mich nicht beirren lassen.
An alle Träumer dieser Erde: Träumt! Träumt, so viel ihr nur könnt .
Das erste Mal in meinem Leben scheint der Satz 'Der Weg ist das Ziel' einen Sinn zu ergeben.
Danke, liebe bürokratische Frau von der Arbeitsagentur.Â
Danke für diesen guten Morgen.
