Nostalgiezwang
Wird das jemals aufhören? Werde ich irgendwann nicht mehr mit dem Kopf gegen die Wände rennen? Warum, warum, warum bringt es mich so auf, wenn alle das gleiche tun? Warum hasse ich es die üblichen Fragen gestellt zu bekommen? Warum regt es mich so auf, dass wir alle auf dieser Straße wandeln?
Ist es so schlimm? Wir gehen in Reih und Glied. Aber ist es so schlimm?
Nachher zählen wir runter.
Zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins...
Zwanzigzehn...
Ich werde mich verloren fühlen...
Und ich werde es nicht begreifen.
Ich werde in den Mond schauen und alleine sein wollen.
Wird das jemals aufhören?
Was hat mir das Jahr bedeutet?
Mh..
Was bedeutet mir diese Minute? Diese eine Sekunde? Jetzt. Innehalten. Und schau. Wieder eine. Ich lasse den Rauch meine Atemwege herabfließen. Stoße ihn wieder aus. Meine Hände tanzen mit den Fingern auf der Tastatur. Mein Schreibtisch ist ein Haufen unerledigter Dinge. 2009. 2010. 2011. Wir fließen weiter. Von Moment zu Moment...

Denn alles fließt.
weißt du, man kann noch so sehr in reih und glied stehen, solange man innen drin sein eigenes ding macht, ist das nicht so schlimm, das in reih und glied stehen. schlimm ist es erst dann, wenn man es tut und sich nichts (mehr) dabei denkt, sondern gleichmütig im gleichschritt auf und ab marschiert, so nach dem motto alle sind gleich, aber ich bin gleicher. das ist schlimm. aber derartige tendenzen sind bei ihnen, werte frau sunny, weißgott nicht zu erkennen. mach einfach (...) dein ding und verwende deine energien, anstatt darüber nachzudenken, wie gleich doch die anderen sind, darauf, deine eigene ungleichheit zu hegen und zu pflegen. die ungleichheit ist deine, und du bist die ihre. die medizinerin würde sagen: eine funktionelle einheit.
frohes und gesegnetes neues jahr.
ps: und vergessen sie die huldigung der dunkelheit nicht...