Mal rückgeblickt auf die Krise. Mal Paroli laufen lassen, wie der Fußballler sagt. Soll das alles gewesen sein? 5 Jahre Therapie und ein knappes Jahr gebloggt?
Ich bin ja immer noch der Überzeugung, dass Goethe auf seinem Sterbebett "Mehr nicht?" statt "Mehr Licht!" gesagt hat.
Tja, wollen wir mal sehen: Ich begann eine Therapie, weil ich mich schlecht fühlte. Ich wachte mitten in der Nacht auf und merkte, es stimmt was nicht. Ich schlief wieder ein und merkte, es stimmt was nicht. Ich ging zum Klo und merkte, es stimmt was nicht. Ich putzte Zähne, las, unterhielt mich, hatte Sex, tanzte, lachte, trank, aß, arbeitete, rauchte, und es stimmte was nicht.
Es war nicht ok, und ich merkte es. Merkte es permanent.
Folgerichtig ist, eine Therapie zu beginnen, damit dieses Gefühl aufhört.
Paradox ist, dass es dort erst begann weh zu tun.
Denn dieses diffuse Scheißgefühl splittert sich auf in 1000e von Einzelscheißgefühlen, die Ursachen bekamen und Wirkungen.
Traurigkeit - manchmal fühle ich mich wie Data, der am Cocktailglas nippt und glückselig feststellt, dass er das Getränk scheußlich findet.
Dank Emotions-Chip.
Seht das strahlende Lächeln auf meinen Lippen:
Ich finde es scheußlich!
Und es ist ok.